Oberberg (Oberbergischer Kreis) · Bergisches Land · Nordrhein-Westfalen

Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Oberberg

Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein zertifizierter Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) im Raum Oberberg verfügbar ist — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der zuständigen Behörde gleich dazu.

✓ kostenlose, unverbindliche Anfrage ✓ nur zertifizierte Fachbetriebe (§ 62 AwSV) ✓ Behörde & Merkblätter für Oberberg verlinkt

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Oberberg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Oberberg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, nach § 62 AwSV zertifizierten Fachbetrieb in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Für schnelle und reibungslose Vermittlung bitten unsere Partnerbetriebe um beides.

Weitere Angaben, falls schon bekanntStandort, Material, Volumen, Restöl, Heizung · alles freiwillig

„Weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Bitte öffnen Sie den Tank dafür nicht: Was Sie aus Unterlagen, vom Typenschild oder aus der letzten Heizöl-Rechnung wissen, reicht.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Per E-Mail bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Wer im Oberbergischen Kreis mit Öl heizt, wohnt meist dort, wo das Gasnetz nie hingekommen ist: in den Dörfern und Weilern zwischen Radevormwald und Morsbach. In Reichshof sind das laut Wärmeplan rund 35 % der Haushalte, in Nümbrecht 36 % der Gebäude — und mit jedem Heizungstausch wird dort ein Tank frei. Die Zuständigkeit ist dabei übersichtlich: Für alle 13 Städte und Gemeinden, auch für Radevormwald, Hückeswagen und Gummersbach, ist dieselbe Stelle zuständig, die Untere Wasserbehörde im Umweltamt des Kreises an der Moltkestraße 42 in Gummersbach. Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein nach § 62 AwSV zertifizierter Fachbetrieb für Ihren Ort verfügbar ist.

Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Oberberg?

Ein Kunststoff-Batterietank im Keller ist schneller zerlegt als ein Stahltank, der vor Ort verschweißt wurde — Tanktyp, Volumen und Zugang machen im Raum Oberberg den größten Unterschied beim Preis. Bei Erdtanks kommt die Sachverständigenprüfung dazu, die der Kreis für alle unterirdischen Anlagen verlangt, und in den entlegenen Ortschaften des Kreises kann auch die Anfahrt ins Gewicht fallen. Für den Raum Oberberg gibt es weder eine Preisstatistik noch regionale Anbieterpreise. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.

Illustration: Drei Tankarten nebeneinander, Kunststoff-Batterietanks, ein rechteckiger Stahltank und ein Erdtank mit Domschacht
Kunststoff-Batterietank, Stahltank, Erdtank: Der Tanktyp ist einer der größten Kostentreiber.
Leistung Einheit Richtpreis (inkl. MwSt.) Quelle
Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung pauschal ab 385 € oeltank24.com
Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage pauschal ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) IS-Tankschutz
Stahltank 3.000 l — Entsorgung pauschal ab 1.015 € oeltank24.com
Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage pauschal ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) IS-Tankschutz
Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage pauschal ca. 960–2.675 € IS-Tankschutz
Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) pauschal ca. 1.295 € oeltank24.com
Tankreinigung (separat beauftragt) pauschal ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) IS-Tankschutz
Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) je Stunde ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) IS-Tankschutz
Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) pauschal 200–500 €, separat berechnet IS-Tankschutz

Regional für Ihre Region: Kellertank-Preise speziell für den Raum Oberberg haben wir nicht.

Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.

Erdtank im Raum Oberberg: Erdtank-Preise speziell für den Raum Oberberg haben wir nicht. Als Anhaltspunkt: Ein Anbieter aus Köln nennt auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung (oeltank24.com); ob die bei Erdtanks vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht; IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Alle Beträge sind Richtpreise einzelner Anbieter — keine regionale Preisstatistik, kein Preisversprechen. Ob Ihr Tank am unteren oder oberen Rand landet, entscheiden Tanktyp, Volumen, Kellerzugang, Restölmenge und Anfahrt; verlässlich wird der Preis erst mit einem Angebot nach der Bestandsaufnahme.

Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten

Ein Standard-Kellertank ist vom Abpumpen bis zur Bescheinigung meist an einem Arbeitstag erledigt — eine Anzeige bei der Behörde gehört in Nordrhein-Westfalen nicht dazu. Beim Erdtank kommt ein Schritt hinzu: Ein Sachverständiger prüft die Stilllegung, und in Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebieten gilt das auch für oberirdische Tanks über 1.000 Liter.

Grafik: Die sechs Schritte der Öltank-Stilllegung oder -Entsorgung, von der Bestandsaufnahme über Behörde, Abpumpen, Reinigung und Demontage bis zur Bescheinigung
  1. Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
  2. Behörde & Prüfbericht In Nordrhein-Westfalen muss die Stilllegung nicht angezeigt werden — das stellt das NRW-Umweltministerium (MULNV) in seinen „Antworten auf Zweifelsfragen zur AwSV“ (Stand 30.08.2019, Frage 18) klar. Bei prüfpflichtigen Tanks läuft der Kontakt zur Behörde über den Sachverständigen: Er prüft die Stilllegung und schickt seinen Bericht innerhalb von vier Wochen an die Untere Wasserbehörde, im Oberbergischen Kreis das Umweltamt des Kreises (Moltkestraße 42, 51643 Gummersbach). Prüfpflichtig ist jeder Erdtank, oberirdisch jeder Tank über 10.000 Liter und im Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet schon jeder über 1.000 Liter. Prüfen lassen muss der Betreiber (§ 46 Abs. 2 und 3 AwSV).
  3. Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
  4. Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
  5. Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Im Oberbergischen Kreis prüft ein Sachverständiger die Stilllegung jedes Erdtanks; außerhalb von Wasserschutzgebieten gilt das auch für oberirdische Anlagen über 10.000 Liter, in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten schon für oberirdische Anlagen über 1.000 Liter. Prüfen lassen muss der Betreiber (§ 46 AwSV); den Termin stimmt man am besten mit dem Fachbetrieb ab.
  6. Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.

Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Oberberg

Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Oberberg (Oberbergischer Kreis):

Oberbergischer Kreis (alle 13 Städte und Gemeinden)

Umweltamt des Oberbergischen Kreises
Untere Wasserbehörde (Amt 67, Fachbereich 67/1)
Moltkestraße 42, 51643 Gummersbach
Tel. 02261 88-6745 (Heizöllagerung) · Zentrale 02261 88-0

Ein Formular für die Stilllegung gibt es beim Kreis nicht, und es braucht auch keines, weil die Stilllegung in NRW nicht anzeigepflichtig ist: Sein Anzeigeformular nach § 40 AwSV gilt nur für neue und wesentlich geänderte Anlagen. Was der Kreis bei der Stilllegung verlangt, ist die Prüfung durch Sachverständige — für alle unterirdischen Heizöltanks unabhängig von der Größe, für oberirdische Anlagen außerhalb von Wasserschutzgebieten erst ab mehr als 10 m³ (10.000 Liter). In Wasserschutzgebieten gelten nach Angabe des Kreises besondere Prüfpflichten; nach AwSV sind dort und in Überschwemmungsgebieten oberirdische Anlagen schon ab mehr als 1.000 Litern prüfpflichtig. Arbeiten an der Anlage dürfen grundsätzlich nur zugelassene Fachbetriebe ausführen.

Broschüre „Aktuelle Informationen für Betreiber einer Ölheizung“ (IWO, vom Kreis bereitgestellt, PDF, mit Abschnitt zur Stilllegung) →
Zur Behörde →

Entsorgung & Restöl

Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist im Oberbergischen Kreis der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV); in Radevormwald, Hückeswagen, Engelskirchen, Lindlar, Morsbach, Nümbrecht und Reichshof fährt er auch den Hausmüll ab. Für den Öltank hilft das nur begrenzt: Die Abfallsatzung von Hückeswagen schließt Altöle, Mineralöle und Mineralölschlämme von der kommunalen Entsorgung aus, und das Schadstoffmobil nimmt laut Radevormwalder Satzung von den Öl-Abfällen nur Ölfilter und feste ölverschmutzte Betriebsmittel an. Den Ölschlamm aus der Tankreinigung (AVV 16 07 08*) entsorgt deshalb der Fachbetrieb mit Nachweis. Gereinigte Metallteile nehmen die Wertstoffhöfe als Metall an — das Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar laut aktuellem Kleinanlieferer-Flyer kostenfrei; ob das auch für einen zerlegten Tank gilt, fragen Sie dort vorher nach.

Sauberes Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) ist kein Abfall, sondern ein Posten, der im Angebot auftauchen sollte: Viele Fachbetriebe verrechnen es mit dem Auftrag oder geben es weiter — fragen Sie vor der Vergabe danach. Ein Fachbetrieb vom Niederrhein berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde (IS-Tankschutz); bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten.

Wichtig: Im Oberbergischen Kreis prüft ein Sachverständiger die Stilllegung jedes Erdtanks; außerhalb von Wasserschutzgebieten gilt das auch für oberirdische Anlagen über 10.000 Liter, in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten schon für oberirdische Anlagen über 1.000 Liter. Prüfen lassen muss der Betreiber (§ 46 AwSV); den Termin stimmt man am besten mit dem Fachbetrieb ab. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.

Öltank stilllegen im Raum Oberberg: Was die Behörde verlangt

Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Oberberg dazu schreiben:

Oberbergischer Kreis (alle 13 Städte und Gemeinden): Umweltamt des Oberbergischen Kreises

Ein Formular für die Stilllegung hat der Kreis nicht; sein Anzeigeformular nach § 40 AwSV gilt nur für „Neu und wesentliche Änderung“. In NRW ist die Stilllegung laut Umweltministerium ohnehin nicht anzeigepflichtig. Eine Prüfung zur Stilllegung verlangt der Kreis für unterirdische Heizölverbraucheranlagen unabhängig von der Größe und für oberirdische außerhalb von Wasserschutzgebieten über 10 m³; für Wasserschutzgebiete nennt er „besondere Sachverständigenprüfpflichten“. Die Broschüre, die der Kreis bereitstellt, beschreibt die Arbeit selbst: Bei der Stilllegung muss ein Fachbetrieb das Heizöl samt Rückständen vollständig aus Anlage und Leitungen entfernen.

Kontakt: Tel. 02261 88-6745 (Heizöllagerung) · Zentrale 02261 88-0 · Zur Behörde

Stand der Behördenangaben: 16.10.2026

Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.

Ölheizungen im Raum Oberberg

Laut Zensus 2022 heizen im Oberbergischen Kreis 18,2 % der Wohnungen mit Öl. Über den einzelnen Ort sagt dieser Kreiswert wenig, denn die kommunalen Wärmepläne zeigen, wie weit die Gemeinden auseinanderliegen: In Hückeswagen heizen 9 % der Gebäude mit Öl, in Gummersbach deckt Heizöl rund 11 % des Wärmebedarfs, in Wiehl sind es 17 %, in Marienheide 29 %, in Morsbach 36 %. In Reichshof heizen rund 35 % der Haushalte mit Öl, in Nümbrecht 36 % der Gebäude.

Der Grund liegt in der Siedlungsstruktur. Das Erdgasnetz — betrieben von der AggerEnergie, der BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH und in Nümbrecht von den Gemeindewerken — erschließt vor allem die Ortskerne: In Hückeswagen hängen 79 % der beheizten Gebäude daran, in Gummersbach rund 78 %, in Wiehl rund 72 %. Dazwischen liegen die vielen kleinen Dörfer und Weiler des Oberbergischen, allein Marienheide zählt rund 52 davon. Dort stehen freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, und dort wird mit Öl geheizt; die Wärmepläne von Gummersbach, Bergneustadt und Marienheide weisen die ländlichen, gasnetzfernen Ortsteile ausdrücklich als Öl-Gebiete aus. Mit jedem Wechsel auf Wärmepumpe oder Pellets wird einer dieser Tanks frei.

Gemeinden & Umland

Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Oberberg entgegen — u. a. aus Radevormwald, Hückeswagen, Gummersbach, Wiehl, Lindlar, Wipperfürth, Waldbröl, Engelskirchen, Bergneustadt, Reichshof und weiteren Orten. Je weiter ein Haus vom Gasnetz der Ortskerne entfernt steht, desto eher hängt eine Ölheizung im Keller. Im Süden des Kreises — Reichshof, Nümbrecht, Morsbach — liegt der Öl-Anteil laut den Wärmeplänen bei rund einem Drittel. Hückeswagen zeigt das Muster im Kleinen: In der Kernstadt gibt es kaum Ölheizungen, in den ländlichen Baublöcken der Stadt dagegen fast überall mindestens eine.

Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.

Kommunale Wärmeplanung im Raum Oberberg

Sieben der 13 Gemeinden im Oberbergischen Kreis haben ihren Wärmeplan beschlossen — Marienheide machte am 11.03.2025 den Anfang, Engelskirchen folgte am 08.07.2026 als bislang letzte. In Gummersbach ist der Ratsbeschluss für Dezember 2026 vorgesehen. Hückeswagen und Wipperfürth planen gemeinsam mit Wermelskirchen über die BEW, Radevormwald hat Anfang 2026 mit seinen Stadtwerken begonnen. Auffällig ist die Einheitlichkeit: Zwölf der 13 Gemeinden arbeiten mit demselben Büro, BMU Energy Consulting aus Wuppertal; nur Lindlar plant mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV).

GemeindeStand der PlanungDetails
Gummersbach
51.248 Einwohner
in Bearbeitung Der Entwurf von BMU Energy Consulting (Stand Juni 2026) lag vom 29.06. bis 30.07.2026 öffentlich aus. Den Ratsbeschluss plant die Stadt für Dezember 2026.
Wiehl
25.189 Einwohner
beschlossen Der Rat hat den Wärmeplan in der Fassung vom November 2025 am 09.06.2026 als Planungsgrundlage beschlossen. Erstellt hat ihn BMU Energy Consulting, er weist drei mögliche Wärmenetz-Eignungsgebiete aus.
Lindlar
21.540 Einwohner
in Bearbeitung Das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) erstellt den Plan. Ein Entwurf wurde am 27.11.2025 im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz vorgestellt, ein Beschluss ist bis 01.10.2026 nicht veröffentlicht.
Radevormwald
21.425 Einwohner
gestartet Der Rat hat die Aufstellung am 08.07.2025 beschlossen. Seit Anfang 2026 erarbeiten Stadt und Stadtwerke den Plan mit BMU Energy Consulting, die Offenlage ist bis Ende 2026 geplant.
Wipperfürth
21.425 Einwohner
in Bearbeitung Wipperfürth plant gemeinsam mit Hückeswagen und Wermelskirchen, ausgeführt von der BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH und BMU Energy Consulting. Laut Sachstandsbericht vom 10.06.2026 sind Bestands- und Potenzialanalyse abgeschlossen, der Beschluss ist noch für 2026 vorgesehen.
Waldbröl
19.806 Einwohner
beschlossen Der Rat hat den Wärmeplan am 28.01.2026 beschlossen, erstellt von BMU Energy Consulting.
Engelskirchen
19.721 Einwohner
beschlossen Der Gemeinderat hat den Bericht am 08.07.2026 einstimmig als Planungsgrundlage beschlossen, erstellt von BMU Energy Consulting.
Bergneustadt
18.630 Einwohner
beschlossen Der Rat hat die Wärmeplanung am 14.01.2026 beschlossen. Den Endbericht hat BMU Energy Consulting im November 2025 vorgelegt.
Reichshof
18.420 Einwohner
beschlossen Der Rat hat die Wärmeplanung am 10.07.2025 beschlossen, erstellt von BMU Energy Consulting.
Nümbrecht
17.555 Einwohner
in Bearbeitung BMU Energy Consulting ist seit 08.09.2025 beauftragt und arbeitet mit den Gemeindewerken Nümbrecht zusammen. Bestands- und Potenzialanalyse sind fertig, vorläufige Ergebnisse wurden am 21.09.2026 im Gemeindeentwicklungsausschuss vorgestellt.
Hückeswagen
14.354 Einwohner
in Bearbeitung Hückeswagen plant gemeinsam mit Wipperfürth und Wermelskirchen, ausgeführt von der BEW und BMU Energy Consulting. Ein Zwischenbericht ist veröffentlicht, die bisherigen Ergebnisse wurden am 06.07.2026 bei einer Bürgerveranstaltung vorgestellt. Ein Ratsbeschluss ist bis 01.10.2026 nicht veröffentlicht.
Marienheide
13.237 Einwohner
beschlossen Der Rat hat den Wärmeplan am 11.03.2025 mit 14 zu 11 Stimmen bei 2 Enthaltungen beschlossen. Den Endbericht hat BMU Energy Consulting Ende 2024 fertiggestellt.
Morsbach
10.470 Einwohner
beschlossen Der Rat hat den Wärmeplan in der Fassung vom 05.09.2025 am 07.10.2025 einstimmig beschlossen. Erstellt hat ihn BMU Energy Consulting, er weist zwei mögliche Wärmenetz-Eignungsgebiete aus.

Wärmenetze: Ein großes Wärmenetz gibt es im Oberbergischen Kreis nicht. Gummersbach zählt laut Wärmeplan-Entwurf fünf kleinere Netze — Gumbala, Lindenplatz, Steinmüller, Wohnpark Agger und Lieberhausen —, die zusammen knapp 4 % des Wärmebedarfs decken. In Nümbrecht betreiben die Gemeindewerke fünf kalte und zwei warme Nahwärmenetze, darunter seit 2025 eines mit Eisspeicher in Benroth. Wiehl, Bergneustadt und Hückeswagen haben laut Wärmeplan keine Wärmenetze, Reichshof außer kleinen Nahwärmeversorgungen keine relevanten.

Für Ihren Öltank heißt das: Ein Anschluss an ein Wärmenetz kommt nur in wenigen Gebieten des Kreises in Frage: in der Gummersbacher Innenstadt, wo die Bestandsnetze laut Plan verbunden und erweitert werden könnten, in den Eignungsgebieten der beschlossenen Pläne von Wiehl (drei) und Morsbach (zwei) sowie dort, wo die Gemeindewerke Nümbrecht ihre Nahwärmenetze betreiben. Wer dort wohnt, fragt vor dem Tausch der Ölheizung bei Gemeinde oder Netzbetreiber nach. Für die ländlichen Ortsteile sehen die Pläne in der Regel kein Wärmenetz vor — in Wiehl etwa weist der Wärmeplan dort kein Wärmenetz-Potenzial aus.

Was das Gesetz vorgibt

Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Nordrhein-Westfalen sind dafür seit dem 20. Dezember 2024 die Gemeinden selbst zuständig. Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung.

Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Kreisverwaltung; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.

Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld

Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.

  • Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
  • Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
  • Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).

Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Oberberg zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.

Ausführlich: Meldepflichten je Bundesland →

Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Oberberg

Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
In den meisten Fällen nein. Stilllegen, Innenreinigung und Instandsetzung von Heizöltanks sind nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten: bei Erdtanks immer, bei oberirdischen Tanks ab mehr als 1.000 Litern. Wer dagegen verstößt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV); der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG). Dazu kommt die Gefahr bei der Arbeit selbst: Öldämpfe im Tank sind beim Aufschneiden explosionsgefährlich, und die private Haftpflicht deckt Schäden aus solcher Eigenarbeit in der Regel nicht.
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Das hängt vom Tank ab. Beim Erdtank ist die Stilllegung oft günstiger, weil der Aushub entfällt: Ein Anbieter nennt für einen 3.000-Liter-Erdtank 1.295 € inklusive Verfüllung, ohne Verfüllung 530 € (oeltank24.com); ob die vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht, IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Beim Kellertank sieht es anders aus, denn die Stilllegung bringt keinen Raum zurück. Für den Ausbau eines Stahl-Kellertanks bis 3.000 Liter nennt ein Fachbetrieb rund 1.290 bis 1.355 € (IS-Tankschutz, Stand Juli 2026). Für die Stilllegung eines Kellertanks haben wir keine belastbare Preisangabe gefunden. Faustregel: Wird die Fläche oder der Raum künftig gebraucht, lohnt der Ausbau.
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; es gibt Richtpreise einzelner Fachbetriebe (inkl. MwSt.). oeltank24.com nennt für einen Kunststofftank mit 500 Litern ab 385 €, für einen 3.000-Liter-Stahltank etwa 1.015 € und auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung. IS-Tankschutz nennt für Reinigung und Demontage eines einzelnen Stahl-Kellertanks bis 3.000 Liter ca. 1.290–1.355 €, für Batterietanks je nach Behälterzahl ca. 690–2.910 € (Kunststoff) bzw. 960–2.675 € (Stahl). Preistreiber sind Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit, Restölmenge und die Region. Welche Behörde und welche Entsorgungswege in Ihrem Kreis gelten, steht auf der jeweiligen Kreisseite. Kellertank-Preise speziell für den Raum Oberberg haben wir nicht. Verbindlich ist erst das Angebot eines Fachbetriebs nach der Bestandsaufnahme.
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Ja — wenn das Öl noch Norm-Qualität hat (DIN 51603-1), ist es rechtlich kein Abfall und darf weitergegeben oder verkauft werden. Das Abpumpen sollte aber ein Fachbetrieb übernehmen: Die Entnahme aus der Anlage kann unter die Fachbetriebspflicht fallen, und der Transport unterliegt eigenen Vorschriften. Verunreinigtes Öl (Wasser, Sediment, Rost) muss dagegen als Altöl entsorgt werden. Wichtig vor der Beauftragung: nach Restöl-Ankauf oder -Verrechnung fragen — sonst bezahlen Sie für die Entsorgung von Öl, das noch Geld wert war.
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Nach Bundesrecht nicht: § 40 AwSV schreibt eine Anzeige nur für Errichtung, wesentliche Änderung und Änderungen der Gefährdungsstufe vor. Länder und Kreise gehen mit der Stilllegung unterschiedlich um. In Nordrhein-Westfalen ist sie laut Umweltministerium nicht anzeigepflichtig. In Bayern bieten mehrere Landratsämter und Städte im Anzeigeformular den Grund „Stilllegung der Anlage“ an; die Städte Regensburg und Würzburg verlangen die Anzeige bei prüfpflichtigen Anlagen. In Schleswig-Holstein äußert sich das Land widersprüchlich: Seine Erläuterungen zur Anzeige verneinen eine Pflicht nach AwSV, die Landesseite nennt sie für prüfpflichtige Anlagen, und das Landesformular H bietet den Grund „Stilllegung der Anlage“ an. In Hamburg hält der Senat die Landesregel zur Stilllegungsanzeige für Lagertanks „nach derzeitigem Erkenntnisstand“ seit dem 1. März 2010 für nicht mehr anwendbar (Drucksache 19/5790); ein älteres Merkblatt der Umweltbehörde nennt die Anzeige noch. Bei prüfpflichtigen Tanks bekommt die Behörde den Bericht der Stilllegungsprüfung ohnehin vom Sachverständigen (§ 47 Abs. 3 AwSV). Im Raum Oberberg ist das Umweltamt des Oberbergischen Kreises zuständig — Untere Wasserbehörde (Amt 67, Fachbereich 67/1), Moltkestraße 42, 51643 Gummersbach.
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Ein Erdtank ist immer fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV), unabhängig vom Volumen, und bei der Stilllegung muss ihn ein Sachverständiger prüfen (AwSV Anlage 5 und 6). Ob der gereinigte Tank danach im Boden bleiben kann oder verfüllt bzw. ausgegraben werden muss, sehen die Behörden unterschiedlich. Das Landratsamt München hält Ausbau oder Verfüllung in der Regel nicht für nötig, z. B. wegen der Standsicherheit aber für geboten. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald fordert die Verfüllung mit festem Füllstoff (z. B. Sand, Schaumbeton), wenn die Standsicherheit auf Dauer nicht gewährleistet ist, und vor Verfüllung oder Ausbau die Sachverständigenprüfung.
Öltank entsorgen in Radevormwald oder Hückeswagen — wer ist zuständig?
Nicht die Stadt, sondern der Kreis: Radevormwald und Hückeswagen haben keine eigene Wasserbehörde, denn Untere Wasserbehörde ist in NRW der Kreis (§ 114 Abs. 3 LWG NRW). Ansprechpartner ist das Umweltamt des Oberbergischen Kreises, Moltkestraße 42, 51643 Gummersbach (Heizöllagerung: Tel. 02261 88-6745). Die Stilllegung selbst führt ein zugelassener Fachbetrieb aus. Restöl und Ölschlamm nimmt die städtische Müllabfuhr nicht an: Die Abfallsatzungen beider Städte, deren Träger der Bergische Abfallwirtschaftsverband ist, schließen Öl- und Ölschlammabfälle aus. Gereinigte Metallteile nimmt der Wertstoffhof Oberberg-Nord in Hückeswagen (An der Schlossfabrik 32) als Metall an — ob auch ein zerlegter Tank dazugehört, fragen Sie dort vorher nach.
Wer stellt im Oberbergischen Kreis die Stilllegungsbescheinigung für den Heizöltank aus?
Die Bescheinigung kommt nicht von der Behörde, sondern vom Fachbetrieb, der den Tank stilllegt — Arbeiten an Heizölanlagen dürfen laut Kreis grundsätzlich nur zugelassene Fachbetriebe ausführen. Bei prüfpflichtigen Anlagen kommt ein zweites Papier hinzu, der Prüfbericht eines Sachverständigen. Prüfpflichtig sind laut Kreis alle unterirdischen Tanks unabhängig von der Größe sowie außerhalb von Wasserschutzgebieten oberirdische Anlagen über 10 m³ (10.000 Liter); in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten greift die Prüfpflicht nach AwSV schon ab mehr als 1.000 Litern. Diesen Prüfbericht müssen Sie nicht selbst einreichen: Der Sachverständige schickt ihn innerhalb von vier Wochen an die Untere Wasserbehörde (§ 47 Abs. 3 AwSV).
Heizöltank fachgerecht stilllegen oder außer Betrieb nehmen — was gilt im Oberbergischen Kreis?
Die Broschüre, die der Kreis für Betreiber von Ölheizungen bereitstellt, nennt drei Punkte. Erstens entfernt ein Fachbetrieb das Heizöl samt Rückständen vollständig aus Tank und Leitungen. Zweitens werden Füll-, Lüftungs- und Entnahmeleitung ausgebaut. Drittens braucht eine prüfpflichtige Anlage zusätzlich die Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen. Für alle Arbeiten an Anlagen über 1.000 Liter ist ein Fachbetrieb nach AwSV Pflicht — lassen Sie sich den Nachweis vor der Beauftragung zeigen. Ein Formular für die Stilllegung hat der Kreis nicht; sein Anzeigeformular nach § 40 AwSV gilt nur für neue und wesentlich geänderte Anlagen.
Darf ich den Öltank oder Stahltank selbst zerschneiden?
Bei Tanks über 1.000 Liter nicht. Errichten, Innenreinigung, Instandsetzung und Stilllegung gehören dort laut der Kreis-Broschüre in die Hand eines Fachbetriebs nach AwSV; selbst stilllegen dürfen Sie nur oberirdische Tanks bis 1.000 Liter, sofern kein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (dann ist die Anlage unterirdisch, § 2 Abs. 15 AwSV), und Erdtanks sind unabhängig von der Größe immer fachbetriebspflichtig. Erst der gereinigte Tank ist Metallschrott. In Radevormwald holt der Bergische Abfallwirtschaftsverband Altmetall auf Anmeldung ab — aber nur Teile bis 50 kg und ohne Schadstoffe. Ein Tank mit Ölresten gehört nicht dazu.
Flüssiggastank entsorgen — läuft das wie beim Öltank?
Nein, das ist ein anderer Weg. Für einen gemieteten Flüssiggastank ist laut Deutschem Verband Flüssiggas der Gasversorger der Ansprechpartner für die Demontage; gekaufte Tanks entsorgen Spezialfirmen gegen Bezahlung. In beiden Fällen muss der Tank vorher professionell gasfrei gemacht werden — es hilft, das Gas bis dahin aufzubrauchen. Im Oberbergischen Kreis betrifft das vor allem die ländlichen Ortsteile: In Morsbach kommen Flüssiggasheizungen laut Wärmeplan fast nur in ländlich geprägten Baublöcken vor.
Kann man einen Öltank im Oberbergischen Kreis kostenlos entsorgen?
Nur zum Teil. Gereinigte Metallteile nimmt das Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar laut Kleinanlieferer-Flyer (Stand September 2026) kostenfrei an — ob ein zerlegter Tank darunter fällt, fragen Sie vorher nach. Abpumpen, Reinigung und die Entsorgung des Ölschlamms bleiben Arbeit für den Fachbetrieb und kosten Geld, weil die kommunalen Abfallsatzungen Altöl und Ölschlamm ausschließen. Altöl-Altbestände aus Privathaushalten nimmt laut Kreis die AVEA-Tochter ADG an der Zentraldeponie Leppe gegen Entgelt an. Sparen lässt sich vor allem beim Restöl: Sauberes Heizöl in Norm-Qualität wird oft mit dem Auftrag verrechnet.

Öltank-Entsorgung: Orte rund um Oberberg

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„Weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Bitte öffnen Sie den Tank dafür nicht: Was Sie aus Unterlagen, vom Typenschild oder aus der letzten Heizöl-Rechnung wissen, reicht.

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