Öltank demontieren & entsorgen lassen

Der Komplettausbau ist die endgültige Lösung: Tank raus, Raum zurück, Kapitel geschlossen. Hier steht, wie der Fachbetrieb vorgeht, was die Demontage kostet — und welche Papiere Sie sich am Ende unbedingt aushändigen lassen.

Was zur Demontage gehört

  • Restöl abpumpen — brauchbares Öl wird weitergegeben oder verrechnet, nicht bezahlt „entsorgt“.
  • Reinigung und Entgasung — Pflichtbaustein vor jedem Zerlegen: Öldämpfe im Tank sind explosionsgefährlich.
  • Zerlegen und Abtransport — geschweißte Stahltanks werden im Keller zerschnitten, Batterietanks zerlegt; Füll-, Entnahme- und Lüftungsleitungen werden mit zurückgebaut.
  • Verwertung mit Nachweis — der gereinigte Tankkörper geht in die Schrott- bzw. Kunststoffverwertung, die Abfälle dokumentiert an zugelassene Entsorger.

Ihre Unterlagen am Ende: Fachbetriebs-Bescheinigung über die ordnungsgemäße Demontage + Entsorgungsnachweis. Beides brauchen Sie für die Wasserbehörde und spätestens beim Hausverkauf. Private Haushalte sind bis 2 Tonnen gefährlichen Abfalls pro Jahr von der förmlichen Nachweispflicht ausgenommen (NachwV) — die Nachweisführung übernimmt der beauftragte Fachbetrieb. Lassen Sie sich die Entsorgungsbescheinigung IMMER aushändigen.

Warum kein Job für Eigenregie

Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG). Dazu kommen praktische Risiken: Öldämpfe im Tank sind beim Aufschneiden explosionsgefährlich, und die private Haftpflichtversicherung deckt Schäden aus unzulässiger Eigenarbeit in der Regel nicht. Die Fachbetriebspflicht gilt für alle oberirdischen Tanks über 1.000 Liter und für jede unterirdische Anlage — Oberirdische Heizöltanks bis 1.000 Liter (Gefährdungsstufe A) sind von der Fachbetriebspflicht ausgenommen. Die Grenze ergibt sich aus der Gefährdungsstufen-Tabelle des § 39 AwSV in Verbindung mit § 45 Abs. 1 Nr. 4 AwSV — sie gilt NUR für oberirdische Anlagen, nie für Erdtanks. Unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn zumindest ein Anlagenteil unterirdisch ist, etwa eine im Erdreich eingebettete Leitung (§ 2 Abs. 15 AwSV).

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Öltank ausbauen und entsorgen zu lassen?
Richtpreise einzelner Fachbetriebe (inkl. MwSt.): oeltank24.com nennt für einen Kunststofftank mit 500 Litern ab 385 € und für einen 3.000-Liter-Stahltank etwa 1.015 €; IS-Tankschutz nennt für Reinigung und Demontage eines einzelnen Stahl-Kellertanks bis 3.000 Liter ca. 1.290–1.355 €, für Batterietanks je nach Behälterzahl ca. 690–2.910 € (Kunststoff) bzw. 960–2.675 € (Stahl). Keine Festpreise — entscheidend sind Volumen, Zugang und Restölmenge.
Wie lange dauert der Ausbau?
Ein Kunststoff-Batterietank ist oft in rund 4 Stunden draußen, ein großer geschweißter Stahltank braucht einen vollen Arbeitstag. Inklusive Restöl-Abpumpen und Reinigung liegt der Gesamtvorgang meist zwischen 4 Stunden und 2 Arbeitstagen.
Was passiert mit dem alten Tank?
Nach Reinigung und Freigabe geht der Stahlkörper als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung, Kunststofftanks als Kunststoffabfall (AVV 17 02 03). Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und werden dokumentiert entsorgt.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb für Ihren Tank

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank stilllegen oder entsorgen). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, nach § 62 AwSV zertifizierten Fachbetrieb in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Für schnelle und reibungslose Vermittlung bitten unsere Partnerbetriebe um beides.

Weitere Angaben, falls schon bekanntStandort, Material, Volumen, Restöl, Heizung · alles freiwillig

„Weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Bitte öffnen Sie den Tank dafür nicht: Was Sie aus Unterlagen, vom Typenschild oder aus der letzten Heizöl-Rechnung wissen, reicht.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Per E-Mail bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.