Kreis Stormarn · Hamburger Umland · Schleswig-Holstein
Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Stormarn
Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Für den Raum Stormarn arbeiten wir mit einem zertifizierten Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) zusammen. Nach Ihrer Anfrage meldet er sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Kosten, Ablauf und zuständige Behörde stehen gleich dabei.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Stormarn
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Stormarn). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.
Im Kreis Stormarn heizt laut Zensus 2022 gut jede siebte Wohnung mit Öl (15,5 %). Zwei Drittel der Wohnungen hängen am Gas, und die Öltanks verteilen sich ungleich: In Tangstedt, Oststeinbek und den Dörfern des Amtes Nordstormarn heizt rund jede vierte Wohnung mit Öl, in der Kreisstadt Bad Oldesloe nur jede fünfzehnte. Zuständig ist für alle 55 Städte und Gemeinden dieselbe Stelle, die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung in der Mommsenstraße 13 in Bad Oldesloe. Sie hat ein eigenes Merkblatt für Heizöltanks, das auch die Stilllegung regelt.
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Stormarn?
Was die Entsorgung im Kreis Stormarn kostet, hängt zuerst am Tank selbst: Ein Batterietank aus Kunststoff ist schneller zerlegt als ein Stahltank im Keller, und ein enger Kellerabgang verlängert die Arbeit. Bei Erdtanks verlangt der Kreis zur Stilllegung immer die Prüfung durch einen Sachverständigen; in den Wasserschutzgebieten Glinde, Bargteheide und Norderstedt gilt das auch für oberirdische Tanks über 1.000 Liter. Einen Festpreis für die Tankentsorgung nennt im Kreis allein die Vereinigte Stadtwerke Netz, und nur für Haushalte, die in ihrem Gasnetz von Öl auf Gas wechseln. Eine Preisstatistik für den Kreis Stormarn gibt es nicht. Feste Preise mit Bezug zur Region veröffentlicht nur die Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH (VS Netz) aus Bad Oldesloe, und nur für Haushalte in ihrem Gasnetz, die von Öl auf Gas umsteigen. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.
| Leistung | Einheit | Richtpreis (inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung | pauschal | ab 385 € | oeltank24.com |
| Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) | IS-Tankschutz |
| Stahltank 3.000 l — Entsorgung | pauschal | ab 1.015 € | oeltank24.com |
| Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) | IS-Tankschutz |
| Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 960–2.675 € | IS-Tankschutz |
| Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) | pauschal | ca. 1.295 € | oeltank24.com |
| Tankreinigung (separat beauftragt) | pauschal | ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) | IS-Tankschutz |
| Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) | je Stunde | ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) | IS-Tankschutz |
| Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) | pauschal | 200–500 €, separat berechnet | IS-Tankschutz |
Regional für Ihre Region: Richtpreise der VS Netz für neue Erdgaskunden in ihrem Netzgebiet, die die Heizung umstellen und einen neuen Gashausanschluss beauftragt haben: Kellertank aus Stahl bis 3.000 Liter 579 €, bis 5.000 Liter 719 €, bis 7.000 Liter 859 €; Batterietank bis 3.000 Liter 499 €, bis 5.000 Liter 599 €, bis 7.000 Liter 699 € (Bruttopreise, Seite vom 14.08.2024). Für alle anderen haben wir keine belegten Kellertank-Preise aus dem Kreis.
Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.
Erdtank im Raum Stormarn: Richtpreise der VS Netz unter derselben Bedingung: Erdtank bis 5.000 Liter 1.050 €, bis 7.000 Liter 1.150 € (brutto). Ob die Stilllegungsprüfung durch den Sachverständigen enthalten ist, sagt die Seite nicht. Andere belegte Erdtank-Preise aus dem Kreis haben wir nicht. Die genannten Beträge stammen von einem einzigen Anbieter und gelten nur unter dessen Bedingung; eine Preisstatistik für den Kreis ersetzen sie nicht, ein Versprechen sind sie auch nicht. Wo Ihr Tank landet, zeigt erst das Angebot nach der Besichtigung vor Ort: Tankbauart, Füllmenge, Weg aus dem Keller, Restöl und Anfahrt gehen alle in den Preis ein.
Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten
Für den Kellertank zwischen 1.000 und 10.000 Litern außerhalb der Schutzgebiete sieht der Kreis Stormarn keine Sachverständigenprüfung vor. Der Fachbetrieb pumpt das Restöl ab, reinigt den Tank, baut Füll-, Lüftungs- und Entnahmeleitungen aus und bescheinigt Ihnen die Stilllegung. Beim Erdtank und in den Schutzgebieten kommt der Sachverständige hinzu. Ob Sie die Stilllegung beim Kreis anzeigen müssen, beantwortet der Kreis nicht ausdrücklich; sein Formular H hat dafür ein eigenes Feld.
- Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
- Behörde & Formular H Im Kreis Stormarn ist für alle 55 Städte und Gemeinden die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung zuständig (Fachdienst Abfall, Boden, Wasser, Sachgebiet Wasser, Mommsenstraße 13, Bad Oldesloe). Eine eigene Aussage, ob die Stilllegung angezeigt werden muss, hat der Kreis nicht; sein Merkblatt nennt die Anzeige nur für Neubau und wesentliche Änderung. Das Formular H, das er bereitstellt, führt „Stilllegung der Anlage“ aber ausdrücklich als Grund auf. Dazu verlinkt der Kreis die Erläuterungen des Landes, in denen eine Pflicht nach AwSV verneint wird; auf der Landeswebseite steht für prüfpflichtige Anlagen dagegen eine Anzeigepflicht. Die kurze Anzeige schadet deshalb nicht. Laut Erläuterungen können Sie so vermeiden, später zur wiederkehrenden Prüfung aufgefordert zu werden. Eindeutig ist der Kreis bei der Prüfung: Laut Merkblatt prüft ein Sachverständiger die Stilllegung jedes Erdtanks, oberirdisch jedes Tanks über 10.000 Liter und in Wasserschutz-, Heilquellenschutz- und Überschwemmungsgebieten schon jedes über 1.000 Liter. Seinen Prüfbericht reicht der Sachverständige innerhalb von vier Wochen in Bad Oldesloe ein (§ 47 Abs. 3 AwSV).
- Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
- Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
- Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Für Erdtanks gilt im Kreis Stormarn ohne Ausnahme: Die Stilllegung nimmt ein Sachverständiger ab. Bei oberirdischen Tanks beginnt diese Pflicht erst über 10.000 Liter; liegt das Grundstück in einem Wasserschutz-, Heilquellenschutz- oder Überschwemmungsgebiet, schon über 1.000 Liter (Merkblatt des Kreises; AwSV Anlage 5 und 6). Betroffen sein können Lagen in den Wasserschutzgebieten Glinde und Bargteheide sowie im Stormarner Teil des Wasserschutzgebiets Norderstedt. Das Formular H fragt die Lage ab, im Zweifel sagt es Ihnen die untere Wasserbehörde. Die Prüfung muss der Betreiber in Auftrag geben (§ 46 AwSV); den Termin legen Sie am einfachsten zusammen mit dem Fachbetrieb fest.
- Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.
Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Stormarn
Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Kreis Stormarn:
Kreis Stormarn (alle 55 Städte und Gemeinden)
Kreis Stormarn, Untere Wasserbehörde
Fachdienst 43 Abfall, Boden, Wasser – Sachgebiet Wasser (Untere Wasserbehörde)
Kreisverwaltung, Mommsenstraße 13, 23843 Bad Oldesloe
Tel. Zentrale 04531 160-0 · wasserwirtschaft@kreis-stormarn.de
Anzeigen nach § 40 AwSV nimmt die untere Wasserbehörde im Sachgebiet Wasser entgegen, per Formular (B für den Betreiber, H für Heizöl) oder über einen Online-Dienst des Landes; laut Kreis mindestens sechs Wochen vorher, Bearbeitungsdauer zwei Wochen. Der Kreis schreibt dazu: „Viele Anlagen zur Lagerung von wassergefährdenden Stoffen sind anzeige- und prüfpflichtig. Anzeigen sind an die untere Wasserbehörde zu richten. Diese stellt die jeweilige Prüfpflicht fest und überwacht die Einhaltung der Prüfintervalle.“ Sein Merkblatt nennt die Anzeige nur für Neuerrichtung und wesentliche Änderung, seine Leistungsbeschreibung für Heizölanlagen nur Errichtung, wesentliche Änderung und Änderung der Gefährdungsstufe. Das Formular H, das der Kreis bereitstellt, hat trotzdem ein eigenes Feld „Stilllegung der Anlage“. Eine Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen verlangt der Kreis für alle unterirdischen Tanks, für oberirdische über 10.000 Liter und in Wasserschutz-, Heilquellenschutz- und Überschwemmungsgebieten für oberirdische über 1.000 Liter. Im Kreis liegen die Wasserschutzgebiete Glinde und Bargteheide sowie ein Teil des Wasserschutzgebiets Norderstedt. Arbeiten an Anlagen über 1.000 Liter, auch die Stilllegung, darf nur ein zugelassener Fachbetrieb nach AwSV ausführen.
Merkblatt für den Betrieb von Heizöllagerbehältern (Kreis Stormarn, Untere Wasserbehörde, 1. Auflage Stand 30.04.2018, PDF, mit Abschnitt Stilllegung) →
Zur Behörde →
Entsorgung & Restöl
Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist der Kreis Stormarn; Abfuhr und Recyclinghöfe betreibt die Abfallwirtschaft Südholstein GmbH (AWSH). Für den Öltank hilft das nur begrenzt. Die Abfallwirtschaftssatzung des Kreises (in Kraft seit 01.01.2023) schließt alle Abfälle ihrer Ausschlussliste von der Entsorgung aus, darunter „Heizöl und Diesel“ (13 07 01*), ölhaltige Abfälle aus der Reinigung von Lagertanks (16 07 08*) und Metallabfälle, die durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind (17 04 09*). Altöl nehmen sechs der sieben AWSH-Recyclinghöfe im Kreis an, alle außer Stapelfeld, aber nur als Sonderabfall in geschlossenen Behältern, die mit entsorgt werden: bis 30 Liter Gebindemenge im Monat kostenfrei, darüber 0,60 € je Liter, Behälter höchstens 60 Liter (Annahmeliste ab 01.09.2026). Restöl und Ölschlamm aus dem Tank entfernt deshalb der Fachbetrieb; so verlangt es auch das Merkblatt des Kreises für die Stilllegung. Schrott und Metalle nehmen alle sieben Recyclinghöfe kostenfrei an. Ob dazu auch ein gereinigter, zerlegter Tank zählt, fragen Sie vorher nach.
Verwendbares Heizöl ist kein Abfall. Als Abfall steht „Heizöl und Diesel“ (13 07 01*) auf der Ausschlussliste des Kreises, der Recyclinghof ist dafür also nicht der Weg. Fragen Sie den Fachbetrieb vor der Vergabe, ob er verwendbares Restöl abpumpt und anrechnet oder umfüllt und was das kostet. Belegte Preise dafür aus dem Kreis Stormarn haben wir nicht.
Wichtig: Für Erdtanks gilt im Kreis Stormarn ohne Ausnahme: Die Stilllegung nimmt ein Sachverständiger ab. Bei oberirdischen Tanks beginnt diese Pflicht erst über 10.000 Liter; liegt das Grundstück in einem Wasserschutz-, Heilquellenschutz- oder Überschwemmungsgebiet, schon über 1.000 Liter (Merkblatt des Kreises; AwSV Anlage 5 und 6). Betroffen sein können Lagen in den Wasserschutzgebieten Glinde und Bargteheide sowie im Stormarner Teil des Wasserschutzgebiets Norderstedt. Das Formular H fragt die Lage ab, im Zweifel sagt es Ihnen die untere Wasserbehörde. Die Prüfung muss der Betreiber in Auftrag geben (§ 46 AwSV); den Termin legen Sie am einfachsten zusammen mit dem Fachbetrieb fest. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.
Öltank stilllegen im Raum Stormarn: Was die Behörde verlangt
Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Stormarn dazu schreiben:
Kreis Stormarn (alle 55 Städte und Gemeinden): Kreis Stormarn, Untere Wasserbehörde
Der Kreis äußert sich in seinem Merkblatt für Heizöllagerbehälter ausdrücklich zur Stilllegung, aber nur zur Ausführung und zur Prüfung, nicht zur Anzeige. Wörtlich: „Der Betreiber hat bei der Stilllegung einer Anlage durch einen Fachbetrieb das in der Anlage und in den Leitungen befindliche Heizöl sowie dessen Rückstände vollständig entfernen zu lassen. Füll-, Lüftungs- und Entnahmeleitungen sind zu entfernen. Eine wi[e]derkehrend prüfpflichtige Anlage ist durch einen Sachverständigen einer Stilllegungsprüfung zu unterziehen.“ Und an anderer Stelle: „Bei Stilllegung der o. g. Heizöllagertanks muss durch einen Sachverständigen eine Stilllegungsprüfung erfolgen“ (gemeint sind unterirdische Tanks, oberirdische über 10.000 Liter und oberirdische über 1.000 Liter in Wasserschutz-, Heilquellenschutz- und Überschwemmungsgebieten). Ob die Stilllegung angezeigt werden muss, schreibt der Kreis nicht. Seine Leistungsbeschreibung zur Heizöl-Anzeige erwähnt die Stilllegung nicht, anders als die Leistung für Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen, die sie im Titel trägt. Was der Kreis bereitstellt: das Formular H mit dem Feld „Stilllegung der Anlage“ und „voraussichtliches Stilllegungsdatum“ und die Erläuterungen des Landes, nach denen Sie „nach AwSV … nicht verpflichtet [sind], die Stilllegung der Anlage anzuzeigen“, Sie mit der Anzeige aber vermeiden können, „dass die Behörde Sie beim nächsten Fälligkeitstermin auffordert, die wiederkehrende Sachverständigenprüfung durchführen zu lassen“. Das Land selbst nennt auf seiner Webseite dagegen eine Anzeigepflicht für die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen.
- Formular: Anzeigeformular H – Heizölverbraucheranlagen (Kreis Stormarn, PDF, Feld 11 „Stilllegung der Anlage“, Feld zur Lage im Wasserschutz-/Überschwemmungsgebiet)
- Formular: Anzeigeformular B – Betreiberangaben (Kreis Stormarn, PDF)
- Merkblatt: Merkblatt für den Betrieb von Heizöllagerbehältern (Kreis Stormarn, Untere Wasserbehörde, Stand 30.04.2018, PDF, Abschnitte Prüfung durch Sachverständige, Fachbetrieb, Stilllegung)
- Quelle: Kreis Stormarn – Schutz der Gewässer (Heizölverbraucheranlagen: Merkblatt, Erläuterungen, Anzeigeformulare)
Kontakt: Tel. Zentrale 04531 160-0 · wasserwirtschaft@kreis-stormarn.de · wasserwirtschaft@kreis-stormarn.de, Zentrale 04531 160-0 · Zur Behörde
Stand der Behördenangaben: 22.10.2026
Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.
Ölheizungen im Raum Stormarn
Laut Zensus 2022 heizen im Kreis Stormarn 15,5 % der Wohnungen mit Öl, rund 18.100 von 116.900. Das liegt knapp unter dem Landesschnitt von 16,4 %. Innerhalb des Kreises gehen die Werte weit auseinander: In Tangstedt (26,2 %), im Amt Nordstormarn (25,2 %) und in Oststeinbek (25,0 %) heizt rund jede vierte Wohnung mit Öl, im Amt Bad Oldesloe-Land fast jede vierte (22,8 %). In der Kreisstadt Bad Oldesloe sind es dagegen nur 6,7 %, in Reinfeld 9,9 %.
Der Hauptgrund ist das Gasnetz. Zwei Drittel der Wohnungen im Kreis (66,4 %) heizen mit Gas, deutlich mehr als im Land (56,1 %); Fernwärme versorgt 11,5 % (Land 21,0 %). Am dichtesten ist die Versorgung über Leitungen in Bad Oldesloe, wo 74,1 % der Wohnungen mit Gas und 16,2 % mit Fernwärme heizen. Wo Öl stark ist, fehlt meist die Fernwärme: In Tangstedt und Oststeinbek liegt ihr Anteil bei 4,0 % bzw. 6,0 %, im Amt Nordstormarn bei 3,0 %. Ahrensburg, Reinbek und Glinde gehören zum Verdichtungsraum um Hamburg und liegen mit 16,1 %, 15,2 % und 12,3 % Öl nahe am Kreisschnitt. Nach Gebäuden gerechnet liegen die Öl-Anteile höher als nach Wohnungen: Im Wärmeplan von Tangstedt heizen 44 % der wärmeversorgten Gebäude mit Öl, in Ammersbek 26 % der Gebäude, und im Amt Bargteheide-Land wird laut Wärmeplan in den dezentralen Lagen vorwiegend mit Heizöl geheizt. Mit jedem Wechsel auf Wärmepumpe, Fernwärme oder Gas wird einer dieser Tanks frei.
Gemeinden & Umland
Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Stormarn entgegen — u. a. aus Tangstedt, Amt Nordstormarn, Oststeinbek, Amt Bad Oldesloe-Land, Amt Bargteheide-Land, Amt Siek, Amt Trittau, Ahrensburg, Reinbek, Großhansdorf und weiteren Orten. Elf amtsfreie Städte und Gemeinden und fünf Ämter mit zusammen 44 Gemeinden: So gliedert sich der Kreis Stormarn, und so ist die Liste aufgebaut, geordnet nach dem Öl-Anteil der Wohnungen aus dem Zensus 2022. Innerhalb eines Amtes können die Werte weit auseinanderliegen. Im Amt Nordstormarn heizt in Zarpen mehr als jede dritte Wohnung mit Öl (36,8 % von rund 670 Wohnungen), in Wesenberg nur 11,0 %; im Amt Siek steht Brunsbek bei 30,3 %, das an Hamburg grenzende Stapelfeld bei 6,1 %. An der Zuständigkeit ändert das nichts: Für jede Gemeinde ist die untere Wasserbehörde des Kreises in Bad Oldesloe die richtige Stelle.
Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.
Kommunale Wärmeplanung im Raum Stormarn
Im Kreis Stormarn haben nach dem alten Landesrecht (EWKG 2021) Ahrensburg, Bad Oldesloe, Reinbek und Glinde ihre Wärmepläne vorgelegt. Seitdem folgten Barsbüttel und Oststeinbek (Dezember 2024), Trittau (Oktober 2025), die acht Gemeinden des Amtes Bargteheide-Land, Ammersbek und Tangstedt (Dezember 2025), Reinfeld (Februar 2026, Bestätigung im Fachausschuss) und Bargteheide (Juli 2026). In Arbeit sind unter anderem Großhansdorf (Fertigstellung bis 31.03.2027 vorgesehen), die übrigen Gemeinden des Amtes Trittau und die neun Gemeinden des Amtes Bad Oldesloe-Land (Bearbeitung Oktober 2026 bis Oktober 2027); im Amt Nordstormarn ist die gemeinsame Ausschreibung erst angekündigt. Für alle Stormarner Gemeinden gilt als Frist der 30.06.2028, Zieljahr ist 2040. Die beschlossenen Pläne sind strategische Grundlagen und verpflichten Eigentümer nicht unmittelbar zum Heizungstausch.
| Gemeinde | Stand der Planung | Details |
|---|---|---|
| Ahrensburg 34.531 Einwohner | beschlossen | Die Stadtverordnetenversammlung hat den Kommunalen Wärmeplan am 27.01.2025 beschlossen (Vorlage 2024/104/1), aufgestellt nach § 7 EWKG 2021. Ausgewiesen sind ein Wärmenetzneubaugebiet Innenstadt sowie Prüf- und Verdichtungsgebiete an Otto-Siege-Straße, Bogenstraße und Reeshoop; Stadtverwaltung und Stadtwerke Ahrensburg sollen die Wärmenetze auf dieser Grundlage weiterentwickeln. Der Beschluss sieht eine Fortschreibung vor und weist ausdrücklich keine Gebiete nach § 26 WPG aus. |
| Reinbek 28.146 Einwohner | beschlossen | Die Stadtverordnetenversammlung hat die Kommunale Wärmeplanung am 12.12.2024 beschlossen. Der Plan entstand nach § 7 EWKG 2021 gemeinsam für das Mittelzentrum Reinbek, Glinde und Wentorf bei Hamburg, erstellt von IPP ESN (Kiel) und greenventory (Freiburg). Laut Bericht gibt es in Reinbek bisher keine Wärmenetze, nur kleinere Gebäudenetze; geprüft werden Gebiete wie Am Rosenplatz, St.-Adolf-Stift, Holsteiner Straße, Krabbenkamp und Ostlandring. |
| Bad Oldesloe 24.981 Einwohner | beschlossen | Die Stadt hat 2024 ihren ersten kommunalen Wärme- und Kälteplan nach § 7 EWKG 2021 beschlossen; die beschlossene Fassung trägt laut Stadt den Stand Dezember 2024, der Abschlussbericht den Stand 08.11.2024. Erstellt hat ihn die Vereinigte Stadtwerke GmbH (Ratzeburg) mit greenventory (Freiburg); die Stadt kündigt Fortschreibungen im Abstand einiger Jahre an. |
| Glinde 18.856 Einwohner | beschlossen | Laut Stadt Glinde haben alle drei Kommunen des Mittelzentrums die gemeinsam erstellte Wärmeplanung (IPP ESN und greenventory, nach § 7 EWKG 2021) für ihr jeweiliges Gebiet beschlossen; veröffentlicht wurde sie Ende 2024. Das genaue Beschlussdatum der Glinder Stadtvertretung ist nicht belegt. Die Stadt nennt eine Fortschreibung alle fünf Jahre. |
| Bargteheide 16.385 Einwohner | beschlossen | Die Stadtvertretung hat die Kommunale Wärmeplanung am 02.07.2026 beschlossen. Erstellt haben sie KUBUS Kommunalberatung und Service (Schwerin) und Theta Concepts (Rostock); als Unterzentrum war Bargteheide nach § 7 Abs. 6 EWKG 2021 bis 31.12.2027 zur Vorlage verpflichtet. Der Plan nennt Verdichtung und Ausbau der bestehenden Wärmenetze als Maßnahme. |
| Barsbüttel 13.342 Einwohner | beschlossen | Die Gemeindevertretung hat den Kommunalen Wärmeplan am 12.12.2024 einstimmig beschlossen (VO/24-091). Erstellt hat ihn OCF Consulting, gefördert über die Kommunalrichtlinie des Bundes (ZUG, 90 Prozent). Der Beschluss weist keine Gebiete nach § 26 WPG aus. |
| Ammersbek 10.088 Einwohner | beschlossen | Die Gemeindevertretung hat den kommunalen Wärmeplan am 09.12.2025 beschlossen (Vorlage 247/XI; 17 Ja, 3 Nein, 1 Enthaltung). Erstellt hat ihn das Planungsbüro Zeiten°Grad; der Abschlussbericht ist seit November 2025 online. |
| Großhansdorf 9.476 Einwohner | in Bearbeitung | Die Gemeinde hat die KEEA Klima und Energieeffizienz Agentur (Kassel) mit dem Wärmeplan beauftragt; die Fertigstellung ist bis 31.03.2027 vorgesehen, mit Zielszenario 2040 und öffentlicher Auslegung der Ergebnisse. Ein flächendeckendes Fernwärmenetz gibt es laut Gemeinde bislang nicht. |
| Reinfeld (Holstein) 9.127 Einwohner | beschlossen | Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr hat den Abschlussbericht des Wärme-Kälte-Plans am 16.02.2026 einstimmig als Arbeitsgrundlage für weitere Planungen bestätigt (Vorlage 23/20/0087-1-1-1). Erstellt von COWI Geothermie (beauftragt November 2024), finanziert mit Konnexitätsmitteln des Landes. Ein gesonderter Beschluss der Stadtverordnetenversammlung war im Ratsinformationssystem nicht zu finden. |
| Oststeinbek 9.052 Einwohner | beschlossen | Die Gemeindevertretung hat die Wärmeplanung am 16.12.2024 beschlossen. Die Gemeinde hatte die Planung am 12.12.2022 freiwillig auf den Weg gebracht; erstellt hat sie die Arbeitsgemeinschaft Averdung Ingenieure & Berater und ZEBAU, gefördert durch die ZUG. |
| Tangstedt 6.456 Einwohner | beschlossen | Die Gemeindevertretung hat den Teilwärmeplan für Tangstedt am 09.12.2025 beschlossen (Vorlage TA/2025/1136). Tangstedt plante gemeinsam mit den Gemeinden des Amtes Itzstedt, Planungsbüro Zeiten°Grad (Kiel); für Tangstedt ist ein Prüfgebiet für ein Wärmenetz vorgesehen (Maßnahme M 3.2). |
| Amt Trittau 19.044 Einwohner | in Bearbeitung | 1 von 10 Gemeinden beschlossen: Die Gemeindevertretung des Unterzentrums Trittau hat den Wärme- und Kälteplan von IPP ESN (nach § 7 EWKG 2021) am 16.10.2025 beschlossen (Vorlage 2025/09/087). Die übrigen neun Gemeinden planen gemeinsam im Verbund ohne Trittau; einen Amtsplan gibt es nicht. Lütjensee meldete im Juni 2026 eine abgeschlossene Eignungsprüfung und die laufende Vergabe an ein Ingenieurbüro, für Grande ist eine Eignungsprüfung veröffentlicht. |
| Amt Bargteheide-Land 14.661 Einwohner | beschlossen | 8 von 8 Gemeinden beschlossen: Das Amt hat einen gemeinsamen Wärmeplan für alle acht Gemeinden erstellen lassen (KUBUS, Theta Concepts; Förderung NKI), den der Amtsausschuss am 10.12.2025 einstimmig beschloss (VO/2025/4782). Alle acht Gemeindevertretungen stimmten zwischen dem 02.12. und 18.12.2025 zu; das Amt übernimmt Koordination, Controlling und die Fortschreibung nach fünf Jahren. |
| Amt Bad Oldesloe-Land 11.533 Einwohner | in Bearbeitung | 0 von 9 Gemeinden beschlossen: Das Amt hat GP JOULE CONSULT mit einer gemeinsamen Wärmeplanung für die neun Gemeinden beauftragt, mit einem eigenen Fachgutachten je Gemeinde. Die Bearbeitung ist von Oktober 2026 bis Oktober 2027 vorgesehen, mit 30-tägiger Auslegung des Entwurfs. |
| Amt Nordstormarn 11.190 Einwohner | nicht begonnen | 0 von 12 Gemeinden beschlossen: Laut Protokoll der Gemeindevertretung Hamberge vom 05.03.2026 wollen die Gemeinden des Amtes die Wärmeplanung auf Amtsebene gemeinsam ausschreiben; ein beauftragtes Planungsbüro ist in den Ratsunterlagen bis Oktober 2026 nicht genannt. Badendorf hatte schon 2023 die Aufstellung beschlossen, im Juni 2025 hieß es dort, der Plan solle im verkürzten Verfahren bis 30.06.2028 über eine Ausschreibung auf Amtsebene entstehen. Auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses Wesenberg steht für den 29.10.2026 „Kommunale Wärmeplanung – Beschlüsse zum weiteren Vorgehen“. |
| Amt Siek 10.526 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Wärmeplanung soll im Konvoi auf Amtsebene für die fünf Gemeinden laufen; ein Förderbescheid der ZUG über 67.500 Euro liegt seit 23.04.2024 vor. Am 01.10.2024 beschloss der Amtsausschuss, vor der Ausschreibung die EWKG-Novelle abzuwarten; spätere öffentliche Vorlagen zur Wärmeplanung waren im Ratsinformationssystem bis Oktober 2026 nicht zu finden. 0 von 5 Gemeinden beschlossen. |
Wärmenetze: Bestehende Netze laut Wärmeplänen und Betreibern: In Ahrensburg betreiben die Stadtwerke Ahrensburg drei Fernwärmenetze (Otto-Siege-Straße, Bogenstraße, Ahrensburger Kamp) mit über 300 versorgten Haushalten und bauen seit Mai 2024 ein neues Netz an Bünningstedter Straße und Reeshoop (rund 18 GWh pro Jahr, Abwärme der Kläranlage). In Bad Oldesloe gibt es vier Fernwärmenetze: drei der Vereinigte Stadtwerke (Hallenbad/Innenstadt, Schanzenbarg mit Biogaswärme aus Pölitz, Möhlenbecker Weg) und eines der Blumendorfer Bioenergie; Nah- und Fernwärme decken dort rund 11 Prozent des Endenergiebedarfs für Wärme. In Glinde bestehen drei Netze (HanseWerk Natur: Schlehenweg, Oher Weg; enercity: An der alten Wache), in Reinbek dagegen nur kleine Gebäudenetze. Barsbüttel hat vier Netze der HanseWerk Natur, darunter Waldenburger Weg im Verbund Hamburg-Ost mit Wärme aus der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld sowie Willinghusen. In Bargteheide versorgt HanseWerk Natur zwei erdgasbetriebene Netze (Am Volkspark, Augusta-Stolberg-Straße), in Trittau zwei biogasversorgte Netze mit zusammen 253 angeschlossenen Gebäuden, knapp 12 Prozent des beheizten Bestands. Im ländlichen Raum gibt es kleinere Netze, etwa in Delingsdorf (HanseWerk Natur), Bargfeld-Stegen (Bioenergie Gräberkate), Hammoor und Todendorf (Holzhackschnitzel), in Ammersbek (Lottbek, Krüterblöcken, Hof Timmermann) sowie die gemeindliche Fernwärme-Versorgung Stapelfeld. In Reinfeld gibt es bisher kein Netz; der Fachausschuss befürwortete im April 2026, dass GP JOULE ein Nahwärmenetz entwickelt. Gasnetze: e-werk Sachsenwald in Reinbek, SH Netz in Glinde und Bargteheide, SH Netz und TraveNetz im Amt Bargteheide-Land.
Für Ihren Öltank heißt das: Ein Wärmeplan ist eine strategische Karte und verpflichtet niemanden direkt zum Austausch einer funktionierenden Ölheizung; mehrere Beschlüsse (etwa Ahrensburg, Barsbüttel, Ammersbek) weisen ausdrücklich keine Gebiete nach § 26 WPG aus. Für einen Netzanschluss kommen vor allem Lagen in Frage, die ein Plan als Eignungs-, Prüf- oder Verdichtungsgebiet nennt: in Ahrensburg Innenstadt, Otto-Siege-Straße, Bogenstraße und Reeshoop, in Glinde das Umfeld der bestehenden Netze, in Reinbek einzelne Untersuchungsgebiete, in Bad Oldesloe die Ausbaugebiete der Vereinigte Stadtwerke, in Trittau die Eignungsgebiete um die beiden Netze und in Tangstedt ein Prüfgebiet. Die Gemeinde Trittau rät Eigentümern in Eignungsgebieten, eine laufende Heizung erst zu tauschen, wenn mehr zum Netz feststeht, und bei einem Ausfall früh mit dem Netzbetreiber zu sprechen. In dörflichen und Streulagen, wo laut den Plänen Heizöl häufig ist, sehen die Pläne überwiegend eine dezentrale Versorgung vor, also eine eigene Lösung je Gebäude. Ob ein Netz am Ende gebaut wird, entscheiden erst spätere Machbarkeitsstudien und die Betreiber.
Was das Gesetz vorgibt
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Schleswig-Holstein sind dafür seit dem 29. März 2025 alle Gemeinden selbst zuständig, wobei ein Amt, dem seine Gemeinden die Aufgabe übertragen haben, für benachbarte Gemeinden einen gemeinsamen Plan aufstellen kann. Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung. In Schleswig-Holstein gilt zusätzlich Landesrecht: Wird in einem Gebäude, das vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurde, die Heizung ausgetauscht oder erstmals eine eingebaut, müssen mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme kommen (§ 16 EWKG). Ausgenommen sind Gebäude, die vorher und nachher überwiegend mit Etagenheizungen beheizt werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz lässt solche Landesregeln ausdrücklich zu (§ 9 GModG).
Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Kreisverwaltung; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.
Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld
Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.
- Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
- Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
- Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).
Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Stormarn zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.
Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Stormarn
Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Öltank abmelden im Kreis Stormarn: Muss ich die Stilllegung beim Kreis anzeigen?
Braucht mein Erdtank im Kreis Stormarn eine Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen?
Mein Kunststofftank im Keller ist über 30 Jahre alt. Was verlangt der Kreis Stormarn?
Öltank kostenlos entsorgen: Was nimmt der AWSH-Recyclinghof im Kreis Stormarn an?
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Bad Oldesloe und Stormarn?
Wärmeplan im Kreis Stormarn: Kommt bei mir statt der Ölheizung ein Wärmenetz in Frage?
Öltank-Entsorgung: Orte rund um Stormarn
Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.
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Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Stormarn
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Stormarn). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.