Kreis Dithmarschen · Westküste · Schleswig-Holstein
Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Dithmarschen
Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Für den Raum Dithmarschen arbeiten wir mit einem zertifizierten Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) zusammen. Nach Ihrer Anfrage meldet er sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Kosten, Ablauf und zuständige Behörde stehen gleich dabei.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Dithmarschen
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Dithmarschen). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.
Im Kreis Dithmarschen heizt laut Zensus 2022 mehr als jede vierte Wohnung mit Öl (27,8 %), so viele wie in keinem anderen Kreis Schleswig-Holsteins. Am höchsten ist der Anteil in den ländlichen Ämtern, im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider liegt er bei 37,8 %. In Heide sind es 18,6 %, in Brunsbüttel 12,1 %. Für Heizöltanks ist in allen 116 Gemeinden, auch in Heide und Brunsbüttel, dieselbe Stelle zuständig: die untere Wasserbehörde im Fachdienst Wasser, Boden und Abfall des Kreises in Heide.
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Dithmarschen?
Belegte Preise aus Dithmarschen selbst haben wir nicht. Am stärksten wirken sich Bauart, Fassungsvermögen und der Zugang zum Tank aus. Bei jedem Erdtank kommt die Sachverständigenprüfung hinzu, die der Kreis bei der Stilllegung jeder unterirdischen Anlage verlangt; in den vier Wasserschutzgebieten des Kreises gilt sie schon für oberirdische Tanks über 1.000 Litern. Für den Raum Dithmarschen gibt es weder eine Preisstatistik noch regionale Anbieterpreise. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.
| Leistung | Einheit | Richtpreis (inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung | pauschal | ab 385 € | oeltank24.com |
| Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) | IS-Tankschutz |
| Stahltank 3.000 l — Entsorgung | pauschal | ab 1.015 € | oeltank24.com |
| Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) | IS-Tankschutz |
| Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 960–2.675 € | IS-Tankschutz |
| Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) | pauschal | ca. 1.295 € | oeltank24.com |
| Tankreinigung (separat beauftragt) | pauschal | ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) | IS-Tankschutz |
| Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) | je Stunde | ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) | IS-Tankschutz |
| Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) | pauschal | 200–500 €, separat berechnet | IS-Tankschutz |
Regional für Ihre Region: Kellertank-Preise speziell für den Raum Dithmarschen haben wir nicht.
Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.
Erdtank im Raum Dithmarschen: Erdtank-Preise speziell für den Raum Dithmarschen haben wir nicht. Als Anhaltspunkt: Ein Anbieter aus Köln nennt auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung (oeltank24.com); ob die bei Erdtanks vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht; IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Da uns aus Dithmarschen keine Preise vorliegen, bleiben alle Beträge auf dieser Seite Richtpreise einzelner Anbieter; eine Preisstatistik für den Kreis sind sie nicht, zugesagt wird damit nichts. Tankbauart, Volumen, Kellerzugang, Restölmenge und Anfahrt bestimmen, wo Ihr Auftrag landet, und das zeigt erst ein Angebot nach der Bestandsaufnahme.
Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten
Für die Stilllegung verlangt der Kreis Dithmarschen einen Fachbetrieb, der seine Qualifikation nachweist, und bei prüfpflichtigen Tanks einen Sachverständigen. Prüfpflichtig sind jeder Erdtank, oberirdische Tanks über 10.000 Liter und in den Wasserschutzgebieten Heide-Süderholm, Linden, Odderade und Kuden/Hindorf/Hopen schon Tanks über 1.000 Litern. Ob Sie die Stilllegung zusätzlich anzeigen müssen, sagt der Kreis nicht; das Anzeigeformular H des Landes führt sie als Grund auf.
- Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
- Behörde & Formular H Im Kreis Dithmarschen ist für alle 116 Gemeinden, auch für Heide und Brunsbüttel, die untere Wasserbehörde im Fachdienst Wasser, Boden und Abfall der Kreisverwaltung zuständig (Postanschrift Stettiner Straße 30, 25746 Heide). Eine Pflicht, die Stilllegung anzuzeigen, nennt der Kreis nicht, und ein eigenes Formular dafür hat er nicht. Im Anzeigeformular H des Landes steht „Stilllegung der Anlage“ aber ausdrücklich als Grund zur Auswahl. Das Land gibt zwei Antworten darauf, ob diese Anzeige Pflicht ist: In den Erläuterungen zum Formular heißt es, nach AwSV bestehe keine Pflicht; die Landeswebseite dagegen zählt die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen zu den anzeigepflichtigen Vorgängen. Schaden kann die kurze Anzeige deshalb nicht. Den Erläuterungen zufolge können Sie mit der Anzeige vermeiden, dass die Behörde Sie beim nächsten Termin zur wiederkehrenden Prüfung auffordert. Ist der Tank prüfpflichtig, bekommt der Fachdienst in Heide den Prüfbericht ohnehin, der Sachverständige reicht ihn innerhalb von vier Wochen ein (§ 47 Abs. 3 AwSV). Prüfpflichtig sind laut Kreis jeder Erdtank, oberirdische Tanks über 10.000 Liter und in den Wasserschutzgebieten schon oberirdische Tanks über 1.000 Litern.
- Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
- Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
- Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Das Merkblatt des Kreises Dithmarschen ist bei der Prüfpflicht deutlich: Jeder Erdtank samt seiner unterirdischen Rohrleitungen muss bei der Stilllegung von einem Sachverständigen geprüft werden, oberirdische Anlagen erst über 10.000 Liter. In den Wasserschutzgebieten Heide-Süderholm, Linden, Odderade und Kuden/Hindorf/Hopen reicht dafür schon ein oberirdischer Tank über 1.000 Litern. Beauftragt und bezahlt wird der Sachverständige vom Betreiber; sinnvoll ist ein Termin, der zum Einsatz des Fachbetriebs passt.
- Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.
Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Dithmarschen
Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Kreis Dithmarschen:
Kreis Dithmarschen (alle 116 Gemeinden, auch Heide und Brunsbüttel)
Kreis Dithmarschen, Fachdienst Wasser, Boden und Abfall (untere Wasserbehörde)
Untere Wasserbehörde, Bereich wassergefährdende Stoffe (Fachdienst 231)
Stettiner Straße 30, 25746 Heide (Postanschrift); Dienstsitz des Fachdienstes: Rungholtstraße 9, 25746 Heide
Tel. Zentrale 0481 97-0 · fd-wasser-boden-abfall@dithmarschen.de
Die untere Wasserbehörde ist laut Kreis für alle Gewässer und das Grundwasser in Dithmarschen zuständig und nennt „Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, z. B. Heizöl- und Dieseltanks“ ausdrücklich als Aufgabe. Für Anzeigen nach § 40 AwSV verlinkt der Kreis den Online-Dienst des Landes „AwSV Anzeige Heizölverbraucheranlage“. Welche Tanks ein Sachverständiger prüfen muss, steht im Merkblatt des Kreises: vor Inbetriebnahme jede oberirdische Anlage über 1 m³ und jeder Erdtank, wiederkehrend alle fünf Jahre oberirdische Anlagen über 10 m³ (in Schutzgebieten über 1 m³) und alle Erdtanks. Erdtanks in Schutzgebieten prüft der Sachverständige alle 2½ Jahre, laut Merkblatt zu den Wasserschutzgebieten in Zone IIIA. Im Kreis gibt es vier Wasserschutzgebiete: Heide-Süderholm, Linden, Odderade und Kuden/Hindorf/Hopen.
Merkblatt für den sicheren Betrieb privater Heizöllagerbehälter (Kreis Dithmarschen, Fachdienst Wasser, Boden und Abfall, Stand 16.09.2026, PDF) →
Zur Behörde →
Entsorgung & Restöl
Den Müll im Kreis entsorgt die Abfallwirtschaft Dithmarschen GmbH (AWD). Für den Öltank ist sie nur am Rand zuständig. Schadstoffe nimmt sie von Privathaushalten kostenlos an, ganzjährig in Bargenstedt, Brunsbüttel und Heide, dazu an Sammelterminen auf den Recyclinghöfen. Ihr Schadstoff-ABC nennt für Altöl die „Rückgabe bei den Verkaufsstellen / Schadstoffsammlung“, für Ölbehälter und Ölfilter die Schadstoffsammlung. Heizölreste und Ölschlamm stehen nicht darin. Den Ölschlamm aus der Tankreinigung (AVV 16 07 08*) entsorgt deshalb der Fachbetrieb mit Nachweis. Beim Stichwort „Heizöltank“ nennt das Abfall-ABC der AWD ein privates Unternehmen, keinen Recyclinghof. Altmetall nehmen die Recyclinghöfe Heide und Brunsbüttel laut Preisliste 2026 kostenlos an. Ob das auch für die gereinigten Teile eines zerlegten Tanks gilt, fragen Sie dort vorher nach.
Heizöl, das noch sauber ist und der Norm DIN 51603-1 entspricht, gilt nicht als Abfall. Lassen Sie es deshalb als eigenen Posten ins Angebot schreiben: Viele Fachbetriebe verrechnen es mit dem Auftrag oder geben es weiter, fragen Sie vor der Vergabe danach. Bei der AWD lässt sich Heizöl nicht abgeben, ihr Schadstoff-ABC nennt nur Altöl. Für das Umpumpen per Tankwagen nennt ein Fachbetrieb vom Niederrhein einen Richtpreis von ca. 260 € pro Stunde (IS-Tankschutz). Ein Preis aus Dithmarschen liegt uns nicht vor.
Wichtig: Das Merkblatt des Kreises Dithmarschen ist bei der Prüfpflicht deutlich: Jeder Erdtank samt seiner unterirdischen Rohrleitungen muss bei der Stilllegung von einem Sachverständigen geprüft werden, oberirdische Anlagen erst über 10.000 Liter. In den Wasserschutzgebieten Heide-Süderholm, Linden, Odderade und Kuden/Hindorf/Hopen reicht dafür schon ein oberirdischer Tank über 1.000 Litern. Beauftragt und bezahlt wird der Sachverständige vom Betreiber; sinnvoll ist ein Termin, der zum Einsatz des Fachbetriebs passt. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.
Öltank stilllegen im Raum Dithmarschen: Was die Behörde verlangt
Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Dithmarschen dazu schreiben:
Kreis Dithmarschen (alle 116 Gemeinden, auch Heide und Brunsbüttel): Kreis Dithmarschen, Fachdienst Wasser, Boden und Abfall (untere Wasserbehörde)
Ob die Stilllegung angezeigt werden muss, schreibt der Kreis nicht. Weder die Seite der unteren Wasserbehörde noch das Merkblatt für private Heizöltanks (Stand 16.09.2026) nennen eine Anzeigepflicht oder ein Formular dafür. Das Merkblatt regelt die Stilllegung an zwei Stellen. Zum Fachbetrieb: „Lassen Sie sich diese Qualifikation auch beim Reinigen und Stilllegen nachweisen!“ Zur Sachverständigenprüfung: Sie ist fällig „bei der Stilllegung jeder oberirdischen Anlage über 10 m3 Volumen (in Schutzgebieten ab 1 m3) und bei der Stilllegung aller unterirdischen Anlagen und Rohrleitungen“. Den Sachverständigen beauftragt und bezahlt laut Merkblatt der Betreiber. Das Anzeigeformular H des Landes sieht als Grund ausdrücklich „Stilllegung der Anlage“ vor. Ob die Anzeige Pflicht ist, beantwortet das Land widersprüchlich. Seine Erläuterungen zum Formular sagen: keine Pflicht nach AwSV. Seine Webseite sagt: Anzeigepflicht, sobald eine prüfpflichtige Anlage stillgelegt wird.
- Formular: Formular H – Anzeige für eine Anlage zur Lagerung von Heizöl nach § 40 AwSV (Land Schleswig-Holstein, Feld 11 u. a. „Stilllegung der Anlage“, PDF)
- Formular: Online-Dienst „AwSV Anzeige Heizölverbraucheranlage“ (Land Schleswig-Holstein, vom Kreis verlinkt)
- Merkblatt: Merkblatt für den sicheren Betrieb privater Heizöllagerbehälter (Kreis Dithmarschen, Stand 16.09.2026, PDF)
- Quelle: Kreis Dithmarschen – Untere Wasserbehörde (UWB)
Kontakt: Tel. Zentrale 0481 97-0 · fd-wasser-boden-abfall@dithmarschen.de · fd-wasser-boden-abfall@dithmarschen.de · Zur Behörde
Stand der Behördenangaben: 22.10.2026
Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.
Ölheizungen im Raum Dithmarschen
Laut Zensus 2022 heizen im Kreis Dithmarschen 27,8 % der Wohnungen mit Öl. Das ist der höchste Wert aller Kreise in Schleswig-Holstein, wo es im Landesschnitt 16,4 % sind. Am häufigsten wird mit Gas geheizt (58,7 %), Fernwärme spielt mit 5,2 % kaum eine Rolle. Innerhalb des Kreises unterscheiden sich die Werte stark: In Brunsbüttel heizen 12,1 % der Wohnungen mit Öl, in Heide 18,6 %, im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider 37,8 %.
Öl findet sich nicht nur dort, wo kein Gas liegt. In Burg (Dithm.) ist laut Wärmeplan nahezu das ganze Gemeindegebiet ans Erdgasnetz angeschlossen, trotzdem werden rund 35 % der beheizten Gebäude mit Heizöl versorgt. Für Heide und die elf Gemeinden des Heider Umlands nennt der gemeinsame Wärmeplan Heizöl mit 22,3 % des Endenergiebedarfs als zweitwichtigsten Energieträger nach Erdgas, dazu Flüssiggas mit 12 %. Wärmenetze belegen die Pläne und Städte für Brunsbüttel, Meldorf, Heide, Hemmingstedt und Lieth. Die übrigen Orte des Heider Umlands schließt der Plan für eine flächendeckende Versorgung mit einem Wärmenetz aus. Wie es in einem kleinen Dorf aussieht, beschreibt die Gemeinde Immenstedt (Amt Mitteldithmarschen) in ihrer Bekanntmachung zum Wärmeplan vom 10.02.2026: Ein Wärmenetz gibt es nicht, und die Einfamilienhäuser heizen mit Gas und Heizöl aus Tanks auf dem eigenen Grundstück.
Gemeinden & Umland
Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Dithmarschen entgegen — u. a. aus Heide, Brunsbüttel, Amt Mitteldithmarschen (u. a. Meldorf, Albersdorf), Amt Kirchspielslandgemeinden Eider, Amt Burg-St. Michaelisdonn (u. a. Burg), Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland, Amt Büsum-Wesselburen (u. a. Büsum), Amt Marne-Nordsee (u. a. Marne) und weiteren Orten. Je ländlicher das Amt, desto mehr Ölheizungen: Im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider mit Sitz in Hennstedt (34 Gemeinden, darunter Tellingstedt, Delve und Pahlen) heizen laut Zensus 2022 37,8 % der Wohnungen mit Öl, in den Ämtern Burg-St. Michaelisdonn (33,6 %), Mitteldithmarschen (33,1 %) und Heider Umland (30,2 %) rund jede dritte. In den Städten Heide (18,6 %) und Brunsbüttel (12,1 %) ist der Anteil deutlich kleiner.
Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.
Kommunale Wärmeplanung im Raum Dithmarschen
Beschlossen sind im Kreis Dithmarschen bisher die Wärmepläne von Brunsbüttel (10.12.2024), Heide zusammen mit den elf Gemeinden des Heider Umlands und Burg (Dithm.) (24.03.2026). Marne hat seinen Plan nach dem Landesgesetz von 2021 dem Land vorgelegt. Meldorf muss neu planen: Das Energieministerium stellte im November 2025 fest, dass die vorgelegte Rohfassung die Anforderungen nicht erfüllt. In den Ämtern Mitteldithmarschen, Kirchspielslandgemeinden Eider, Büsum-Wesselburen und Marne-Nordsee plant jede Gemeinde für sich. 2025 und 2026 haben dort Dutzende Gemeinden ihre Aufstellungsbeschlüsse oder Eignungsprüfungen veröffentlicht, viele dürfen das verkürzte Verfahren nutzen. Der Kreis unterstützt mit einer Wärmebedarfsanalyse für alle Gemeinden und einem Leitfaden (Juni 2025).
| Gemeinde | Stand der Planung | Details |
|---|---|---|
| Heide 22.125 Einwohner | beschlossen | Gemeinsamer Wärme- und Kälteplan der Region Heide für die Stadt Heide und die elf Gemeinden des Amtes Kirchspielslandgemeinde Heider Umland, erstellt von IPP ESN Power Engineering (Kiel) und greenventory (Freiburg). Der Endbericht trägt den Stand „Überarbeitete Beschlussfassung, 20. Mai 2025“. Laut Entwicklungsagentur Region Heide ist damit die Pflicht zur erstmaligen Aufstellung und zum Beschluss erfüllt. Heide hat den Plan nach dem Landesgesetz von 2021 dem Land vorgelegt. |
| Brunsbüttel 12.640 Einwohner | beschlossen | Die Ratsversammlung hat den Wärmeplan am 10.12.2024 beschlossen, nachdem das Büro Averdung ihn am 19.11.2024 im Bauausschuss vorgestellt hatte. Erstellt hat ihn die Arbeitsgemeinschaft Averdung Ingenieure & Berater und ZEBAU nach dem Landesgesetz von 2021. |
| Amt Mitteldithmarschen (24 Gemeinden, u. a. Meldorf, Albersdorf) 23.216 Einwohner | in Bearbeitung | Die Gemeinden planen einzeln. Meldorf hatte nach dem Landesgesetz von 2021 eine Rohfassung vorgelegt, die laut Energieministerium (Auswertung vom 27.11.2025) die Anforderungen nicht erfüllt, und muss nach neuem Recht planen. Albersdorf lässt seinen Plan vom Büro Zeiten°Grad erstellen und stellt den Zwischenstand am 02.11.2026 vor. Im Februar und März 2026 hat das Amt die Eignungsprüfungen für ein verkürztes Verfahren von mindestens 19 Gemeinden bekannt gemacht. Immenstedt hat am 10.02.2026 sein Ergebnis veröffentlicht: Eine zentrale Wärmeversorgung ist dort nicht möglich. |
| Amt Kirchspielslandgemeinden Eider (34 Gemeinden) 19.019 Einwohner | in Bearbeitung | Die Gemeinden planen einzeln. In den Info-Blättern des Amtes vom 06.02., 20.02. und 06.03.2026 haben mindestens 26 der 34 Gemeinden ihre Eignungsprüfung veröffentlicht, darunter Hennstedt, Tellingstedt, Delve und Pahlen. Einen beschlossenen Wärmeplan einer Amtsgemeinde haben wir nicht gefunden. |
| Amt Burg-St. Michaelisdonn (14 Gemeinden, u. a. Burg) 15.563 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Burg (Dithm.) hat seinen Wärmeplan am 24.03.2026 in der Gemeindevertretung beschlossen. Laut Plan ist nahezu das ganze Gemeindegebiet ans Erdgasnetz angeschlossen, ein Wärmenetz gibt es nicht. Für Teile an der Bahnhofstraße und der Johannes-Kuhrt-Straße sollen Machbarkeitsstudien folgen. Für die übrigen 13 Gemeinden, darunter St. Michaelisdonn, veröffentlicht das Amt bis 22.10.2026 keine Unterlagen zur Wärmeplanung. |
| Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland (11 Gemeinden) 15.409 Einwohner | beschlossen | Die elf Gemeinden (Hemmingstedt, Lieth, Lohe-Rickelshof, Neuenkirchen, Norderwöhrden, Nordhastedt, Ostrohe, Stelle-Wittenwurth, Weddingstedt, Wesseln, Wöhrden) haben ihren Plan gemeinsam mit der Stadt Heide aufgestellt. Laut Entwicklungsagentur Region Heide haben sie damit die Pflicht zur erstmaligen Aufstellung und zum Beschluss erfüllt; ihre Frist wäre der 30.06.2028 gewesen. |
| Amt Büsum-Wesselburen (18 Gemeinden, u. a. Büsum) 12.810 Einwohner | in Bearbeitung | Ein gemeinsamer Plan für mehrere Gemeinden ist laut Beschlussvorlage des Amtes „nicht gewünscht“. Jede Gemeinde beschließt selbst, ihren Plan aufzustellen, 2026 zum Beispiel Hellschen-Heringsand-Unterschaar (26.02.), Reinsbüttel (26.03.) und Süderdeich (20.04.). Die Eignungsprüfungen bespricht das Amt mit der Klimaschutzmanagerin des Kreises; in Hellschen-Heringsand-Unterschaar ist das verkürzte Verfahren möglich. Für Büsum haben wir keinen Beschluss gefunden. |
| Amt Marne-Nordsee (13 Gemeinden, u. a. Marne) 12.623 Einwohner | in Bearbeitung | Die Stadt Marne hat ihren Wärmeplan nach dem Landesgesetz von 2021 dem Land vorgelegt; der Endbericht ist vom 06.12.2024. Die übrigen zwölf Gemeinden haben zwischen Juni und November 2025 beschlossen, je einen eigenen Wärmeplan aufzustellen. Sieben davon nutzen das verkürzte Verfahren. |
Wärmenetze: Laut Wärmeplan der Region Heide gibt es dort vier Wärmenetze. Zwei Fernwärmenetze in Hemmingstedt und eines in Lieth werden mit Abwärme der Raffinerie Heide gespeist, das Netz in Heide mit einem Biomasse-Blockheizkraftwerk. In Brunsbüttel versorgt die Westholstein Wärme GmbH, die der Stadt Brunsbüttel und den Kreisen Dithmarschen und Steinburg zu je einem Drittel gehört, rund 170 Fernwärmekunden in Bestandsnetzen; ein klimaneutrales Fernwärmenetz ist geplant. In Meldorf hat die Stadt ihr Energie- und Fernwärmeunternehmen WIMeG mit der Wärmewende betraut, dazu gehört ein Erdwärmespeicher. In Burg (Dithm.) und Immenstedt gibt es kein Wärmenetz.
Für Ihren Öltank heißt das: Laut den vorliegenden Plänen kommt ein Wärmenetz in Dithmarschen nur für einzelne Gebiete in Frage. In Heide und dem Heider Umland gilt laut Plan: Wo kein Eignungsgebiet ausgewiesen ist, sollen die Gebäude bis 2040 mit Einzellösungen klimaneutral werden. Geprüft wurden unter anderem Heide-Nord mit Wesseln, das südliche Zentrum mit Lohe-Rickelshof, Nordhastedt, Hemmingstedt, Wöhrden und Weddingstedt; die übrigen Orte des Heider Umlands schließt der Plan für ein flächendeckendes Netz aus. In Brunsbüttel lohnt vor dem Tausch der Ölheizung eine Nachfrage bei der Westholstein Wärme, in Meldorf bei der WIMeG, in Burg wegen der geplanten Machbarkeitsstudien beim Amt. In den Ämtern Eider, Mitteldithmarschen, Büsum-Wesselburen und Marne-Nordsee haben viele Gemeinden eine Eignungsprüfung für das verkürzte Verfahren gemacht. Es ist nur dort zulässig, wo ein Wärmenetz mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in Frage kommt (§ 14 WPG). Wo das Ergebnis so ausfällt, bleibt es bei der eigenen Heizung im Haus, wie Immenstedt es für sich festgestellt hat.
Was das Gesetz vorgibt
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Schleswig-Holstein sind dafür seit dem 29. März 2025 alle Gemeinden selbst zuständig, wobei ein Amt, dem seine Gemeinden die Aufgabe übertragen haben, für benachbarte Gemeinden einen gemeinsamen Plan aufstellen kann. Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung. In Schleswig-Holstein gilt zusätzlich Landesrecht: Wird in einem Gebäude, das vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurde, die Heizung ausgetauscht oder erstmals eine eingebaut, müssen mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme kommen (§ 16 EWKG). Ausgenommen sind Gebäude, die vorher und nachher überwiegend mit Etagenheizungen beheizt werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz lässt solche Landesregeln ausdrücklich zu (§ 9 GModG).
Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Kreisverwaltung; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.
Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld
Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.
- Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
- Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
- Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).
Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Dithmarschen zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.
Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Dithmarschen
Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Muss ich die Stilllegung meines Öltanks in Dithmarschen beim Kreis anmelden?
Wann muss in Dithmarschen ein Sachverständiger die Stilllegung prüfen?
Darf ich meinen Öltank in Dithmarschen selbst ausbauen oder zerschneiden?
Wohin mit Restöl, Ölschlamm und dem zerlegten Tank in Dithmarschen? Geht das kostenlos?
Was kostet es, einen Öltank in Dithmarschen entsorgen zu lassen?
Ölheizung raus: Kommt in Heide, Brunsbüttel oder Meldorf die Fernwärme?
Öltank-Entsorgung: Orte rund um Dithmarschen
Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.
Alle Orte in Schleswig-Holstein ansehen
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Dithmarschen
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