Kreis Steinburg · Schleswig-Holsteinische Unterelbe · Schleswig-Holstein

Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Steinburg

Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Für den Raum Steinburg arbeiten wir mit einem zertifizierten Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) zusammen. Nach Ihrer Anfrage meldet er sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Kosten, Ablauf und zuständige Behörde stehen gleich dabei.

✓ kostenlose, unverbindliche Anfrage ✓ nur zertifizierte Fachbetriebe (§ 62 AwSV) ✓ Behörde & Merkblätter für Steinburg verlinkt

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Steinburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Steinburg). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.

Für schnelle und reibungslose Vermittlung bitten unsere Partnerbetriebe um beides.

Weitere Angaben, falls schon bekanntStandort, Material, Volumen, Restöl, Heizung · alles freiwillig

„Weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Bitte öffnen Sie den Tank dafür nicht: Was Sie aus Unterlagen, vom Typenschild oder aus der letzten Heizöl-Rechnung wissen, reicht.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Per E-Mail bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Im Kreis Steinburg heizt gut jede fünfte Wohnung mit Öl (21,7 %, Zensus 2022), auf dem Land deutlich mehr als in den Städten: Im Amt Schenefeld sind es 38 %, in Wacken und Vaale über 40 %, in Glückstadt und Wilster dagegen nur 6 bis 7 %. Zuständig ist für alle 111 Gemeinden dieselbe Stelle, die untere Wasserbehörde im Amt für Umweltschutz der Kreisverwaltung in Itzehoe.

Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Steinburg?

Eigene Preise für den Kreis Steinburg nennt kein Anbieter; Öltankentsorgung.de zeigt auf seiner Itzehoe-Seite die bundesweit gleiche Liste. Was Ihr Tank kostet, entscheidet sich an seiner Bauart, seiner Größe und am Weg aus dem Keller; ein vor Ort geschweißter Stahltank macht mehr Arbeit als ein Batterietank aus Kunststoff. Beim Erdtank kommt die Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen dazu, in den Wasserschutzgebieten des Kreises schon bei oberirdischen Tanks über 1.000 Liter. Ein Posten kann entfallen: Einen gereinigten und zerlegten Heizöltank führt der Kreis im Abfall-ABC als Fall für den Wertstoffhof, und Metallschrott nehmen die Wertstoffhöfe laut Satzung kostenlos an. Eine Preisstatistik für den Raum Steinburg gibt es nicht. Öltankentsorgung.de (OED Services GmbH, Bochum) hat eine Seite für Itzehoe, nennt dort aber dieselben Festpreise wie bundesweit: Stahltanks bis 3.000 Liter kosten dort ab 1.050 €, GFK-Tanks gleicher Größe ab 920 € und Kunststofftanks gleicher Größe ab 760 €, alles zzgl. 19 % MwSt. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.

Illustration: Drei Tankarten nebeneinander, Kunststoff-Batterietanks, ein rechteckiger Stahltank und ein Erdtank mit Domschacht
Kunststoff-Batterietank, Stahltank, Erdtank: Der Tanktyp ist einer der größten Kostentreiber.
Leistung Einheit Richtpreis (inkl. MwSt.) Quelle
Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung pauschal ab 385 € oeltank24.com
Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage pauschal ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) IS-Tankschutz
Stahltank 3.000 l — Entsorgung pauschal ab 1.015 € oeltank24.com
Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage pauschal ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) IS-Tankschutz
Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage pauschal ca. 960–2.675 € IS-Tankschutz
Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) pauschal ca. 1.295 € oeltank24.com
Tankreinigung (separat beauftragt) pauschal ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) IS-Tankschutz
Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) je Stunde ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) IS-Tankschutz
Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) pauschal 200–500 €, separat berechnet IS-Tankschutz

Regional für Ihre Region: Kellertank-Preise speziell für den Raum Steinburg haben wir nicht.

Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.

Erdtank im Raum Steinburg: Erdtank-Preise speziell für den Raum Steinburg haben wir nicht. Als Anhaltspunkt: Ein Anbieter aus Köln nennt auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung (oeltank24.com); ob die bei Erdtanks vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht; IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Weil für Steinburg keine regionalen Zahlen vorliegen, sind alle Beträge auf dieser Website Richtpreise einzelner Anbieter; eine Preisstatistik oder ein Versprechen sind sie nicht. Bauart, Volumen, Kellerzugang, Restölmenge und Anfahrt machen den Unterschied, und beziffern lässt sich das erst in einem Angebot nach der Bestandsaufnahme.

Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten

Bei einem Kellertank üblicher Größe erledigt der Fachbetrieb Abpumpen, Reinigen und Demontage meist in einem Arbeitsgang. Das Formular H, das der Kreis Steinburg bereitstellt, hat ein eigenes Feld für die Stilllegung; ob der Kreis die Anzeige erwartet, sagt er nicht, schaden kann sie nicht. Zusätzlich prüft ein Sachverständiger: jeden Erdtank, oberirdische Tanks über 10.000 Litern und, im Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet, schon Tanks über 1.000 Litern; seinen Bericht schickt er selbst an die Kreisverwaltung.

Grafik: Die sechs Schritte der Öltank-Stilllegung oder -Entsorgung, von der Bestandsaufnahme über Behörde, Abpumpen, Reinigung und Demontage bis zur Bescheinigung
  1. Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
  2. Behörde & Formular H Im Kreis Steinburg ist für alle 111 Gemeinden die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung zuständig (Amt für Umweltschutz, Abteilung Wasser und Boden, Langer Peter 27a in Itzehoe). Ob die Stilllegung anzuzeigen ist, beantwortet der Kreis selbst nicht. Zwei Dokumente stellt er dafür bereit: das Formular H mit dem Grund „Stilllegung der Anlage“ und die Erläuterungen des Landes, nach denen die Anzeige nach AwSV keine Pflicht ist. Die Webseite des Landes sieht das anders: Dort ist die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen anzeigepflichtig. Die kurze Anzeige schadet deshalb nicht. Was Sie laut Erläuterungen damit vermeiden können, ist eine spätere Aufforderung zur wiederkehrenden Prüfung. Bei prüfpflichtigen Tanks bekommt die Abteilung Wasser und Boden den Prüfbericht ohnehin vom Sachverständigen, binnen vier Wochen (§ 47 Abs. 3 AwSV). Prüfpflichtig sind Erdtanks immer, oberirdische Tanks über 10.000 Liter und in Wasserschutzgebieten (der Kreis nennt Verordnungen für Itzehoe, Kleve, Krempermoor und Horstmühle) schon über 1.000 Liter.
  3. Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
  4. Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
  5. Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Wasserschutzgebietsverordnungen nennt der Kreis Steinburg für Itzehoe, Kleve, Krempermoor und Horstmühle; die Karten dazu stehen auf seiner Download-Seite, und das Formular H fragt die Lage des Tanks ab. Liegt Ihr Grundstück in einem dieser Gebiete oder in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet, braucht schon ein oberirdischer Tank über 1.000 Liter bei der Stilllegung einen Sachverständigen; sonst beginnt die Prüfpflicht oberirdisch erst über 10.000 Liter. Jeder Erdtank wird ohne Ausnahme geprüft (AwSV Anlage 5 und 6). Beauftragen muss den Sachverständigen der Betreiber (§ 46 AwSV); die Terminabsprache läuft am besten über den Fachbetrieb.
  6. Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.

Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Steinburg

Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Kreis Steinburg:

Kreis Steinburg (alle 111 Gemeinden, auch die Städte Itzehoe, Glückstadt und Wilster)

Kreis Steinburg – Der Landrat, Amt für Umweltschutz
Abteilung Wasser und Boden (untere Wasserbehörde)
Langer Peter 27a, 25524 Itzehoe (Besucheranschrift, persönlich nur mit Termin) · Postanschrift: Viktoriastraße 16–18, 25524 Itzehoe
Tel. Zentrale 04821 69-0 · wasserbehoerde@steinburg.de

Anzeigen nach § 40 AwSV nimmt die Abteilung Wasser und Boden im Amt für Umweltschutz entgegen, schriftlich mit den Formularen B (Betreiber) und H (Heizöl) oder über den Online-Dienst des Landes, den der Kreis verlinkt. Für Heizölverbraucheranlagen nennt der Kreis die Anzeigepflicht nur, wenn Sie eine prüfpflichtige Anlage errichten oder wesentlich ändern (dann mindestens sechs Wochen vorher schriftlich), sowie für neue Anlagen in Risikogebieten außerhalb von Überschwemmungsgebieten. Einen Betreiberwechsel müssen Sie bei Heizölanlagen laut Kreis nicht anzeigen.

Informationsblatt „AwSV-Anzeigepflicht SH – Erläuterungen“ (Land SH, vom Kreis bereitgestellt, PDF, Nr. 11 zur Stilllegung) →
Zur Behörde →

Entsorgung & Restöl

Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist der Kreis Steinburg selbst, zuständig ist die Abteilung Abfallwirtschaft im Amt für Umweltschutz. Für den Öltank sagt das Abfall-ABC des Kreises genau, was wohin gehört: Heizöl zum Altölentsorger (genannt ist Veolia in der de-Vos-Straße 33 in Itzehoe), die Öltankreinigung zu privaten Entsorgern, und ein Heizöltank „sauber und zerlegt“ auf den Wertstoffhof. Wertstoffhöfe gibt es in Itzehoe (Carl-Zeiss-Straße 6), Hohenlockstedt (Hungriger Wolf 100), Glückstadt (Schmiedestraße 8) und Kellinghusen (Kleiner Kamp 2); gemischten Metallschrott nehmen sie laut Wertstoffhofsatzung kostenlos an. Abfälle, die so belastet sind, dass sie nach anderen Vorschriften besonders entsorgt werden müssen, schließt die Satzung aus; ein Tank mit Ölresten gehört also nicht dorthin. In den Sperrmüll gehören Öltanks ebenfalls nicht: Der Kreis zählt sie zu den Sonderabfällen. Öl- und teerhaltige Rückstände aus Haushalten nimmt der Kreis nur in haushaltsüblichen Mengen an der Schadstoffsammelstelle oder am Schadstoffmobil an.

Was mit dem restlichen Heizöl geschieht, sollte vor der Vergabe im Angebot stehen: Fragen Sie, ob der Fachbetrieb noch brauchbares Öl abpumpt, zu einem Nachbarn umpumpt oder anrechnet. Was nicht mehr verwendbar ist, gehört laut Abfall-ABC des Kreises zum Altölentsorger; Altöl ohne Kassenbon nimmt Veolia an der Schadstoffsammelstelle in Itzehoe nur gegen Gebühr an. Ölschlamm aus der Tankreinigung entsorgt der Fachbetrieb, der den Tank reinigt; laut Abfall-ABC ist das Sache privater Entsorger. Preise für das Abpumpen oder Umpumpen nennt im Raum Steinburg kein Anbieter öffentlich.

Wichtig: Wasserschutzgebietsverordnungen nennt der Kreis Steinburg für Itzehoe, Kleve, Krempermoor und Horstmühle; die Karten dazu stehen auf seiner Download-Seite, und das Formular H fragt die Lage des Tanks ab. Liegt Ihr Grundstück in einem dieser Gebiete oder in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet, braucht schon ein oberirdischer Tank über 1.000 Liter bei der Stilllegung einen Sachverständigen; sonst beginnt die Prüfpflicht oberirdisch erst über 10.000 Liter. Jeder Erdtank wird ohne Ausnahme geprüft (AwSV Anlage 5 und 6). Beauftragen muss den Sachverständigen der Betreiber (§ 46 AwSV); die Terminabsprache läuft am besten über den Fachbetrieb. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.

Öltank stilllegen im Raum Steinburg: Was die Behörde verlangt

Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Steinburg dazu schreiben:

Kreis Steinburg (alle 111 Gemeinden, auch die Städte Itzehoe, Glückstadt und Wilster): Kreis Steinburg – Der Landrat, Amt für Umweltschutz

Zur Stilllegung von Heizöltanks äußert sich der Kreis Steinburg mit keinem eigenen Wort. Seine Beschreibung der Leistung „Anzeige Heizölverbraucheranlagen“ nennt nur das Errichten und wesentliche Ändern prüfpflichtiger Anlagen. Bei Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen schreibt derselbe Kreis dagegen ausdrücklich „errichten, stilllegen oder wesentlich ändern“. Auch die Volltextsuche der Kreisseite findet zu Heizöltanks keine Aussage zur Stilllegung. Was der Kreis auf seiner Download-Seite bereitstellt: das Formular H mit dem Feld „Stilllegung der Anlage“ und „voraussichtliches Stilllegungsdatum“ und das Informationsblatt des Landes, nach dem Sie „nach AwSV … – außer bei JGS-Anlagen – nicht verpflichtet [sind], die Stilllegung der Anlage anzuzeigen“; mit der Anzeige können Sie aber vermeiden, „dass die Behörde Sie beim nächsten Fälligkeitstermin auffordert, die wiederkehrende Sachverständigenprüfung durchführen zu lassen“. Die Webseite des Landes nennt dagegen eine Anzeigepflicht für die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen. Eine Frist oder Gebühr für die Stilllegungsanzeige nennt der Kreis nicht.

Kontakt: Tel. Zentrale 04821 69-0 · wasserbehoerde@steinburg.de · wasserbehoerde@steinburg.de, Tel. 04821 69-0 (Abteilung Wasser und Boden) · Zur Behörde

Stand der Behördenangaben: 22.10.2026

Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.

Ölheizungen im Raum Steinburg

Laut Zensus 2022 heizen im Kreis Steinburg 21,7 % der Wohnungen mit Öl, rund 14.500 von 66.900. Das liegt deutlich über dem Landesschnitt von 16,4 % und ist der fünfthöchste Wert unter den 15 Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins. Über den einzelnen Ort sagt der Kreiswert wenig: In Glückstadt (6,4 %) und Wilster (7,2 %) ist Öl selten, in Itzehoe heizen 17,7 % der Wohnungen damit, im Amt Itzehoe-Land 31,6 % und im Amt Schenefeld 38,0 %. Am höchsten liegt der Anteil in Vaale (44,4 %) und Wacken (41,5 %).

Der Unterschied folgt dem Gasnetz. In den Städten erschließt es die besiedelten Gebiete fast vollständig: In Wilster gehen laut Wärmeplan etwa 92 % des Wärmebedarfs auf Erdgas zurück, in Itzehoe laut Entwurf des Wärmeplans rund drei Viertel, und Kellinghusen hat ein rund 80 Kilometer langes Gasnetz. In den Dörfern reicht es nicht überall hin: In der Gemeinde Schenefeld haben die Gebiete im Westen keinen Gasanschluss, und der Wärmebedarf der Gemeinde wird zu 31 % mit Heizöl gedeckt. Fernwärme spielt im Kreis kaum eine Rolle (7,7 % der Wohnungen); nennenswert ist sie nur in Itzehoe (14,8 %) und Glückstadt (11,1 %).

Gemeinden & Umland

Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Steinburg entgegen — u. a. aus Itzehoe, Glückstadt, Wilster, Amt Kellinghusen, Amt Horst-Herzhorn, Amt Schenefeld, Amt Itzehoe-Land, Amt Krempermarsch, Amt Breitenburg, Amt Wilstermarsch und weiteren Orten. Ob Itzehoe, Glückstadt, Wilster oder ein Dorf in der Wilstermarsch: Für alle 111 Gemeinden ist die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung in Itzehoe zuständig. Die Öl-Anteile der Ämter laut Zensus 2022 (Wohnungen): Schenefeld 38,0 %, Itzehoe-Land 31,6 %, Breitenburg 27,7 %, Wilstermarsch 26,2 %, Kellinghusen 23,6 %, Horst-Herzhorn 22,8 %, Krempermarsch 21,2 %.

Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.

Kommunale Wärmeplanung im Raum Steinburg

Sechs der 111 Gemeinden im Kreis Steinburg haben ihren Wärmeplan beschlossen: Itzehoe machte am 07.11.2024 den Anfang, es folgten Wilster, Hohenlockstedt, Brokstedt und Kellinghusen, zuletzt Schenefeld am 09.03.2026. In den Ämtern geht es unterschiedlich voran: Horst-Herzhorn plant als einziges Amt für alle zwölf Gemeinden gemeinsam, in den Ämtern Kellinghusen und Schenefeld beschließt jede Gemeinde für sich, und in den Ämtern Itzehoe-Land und Breitenburg hat noch keine Gemeinde begonnen. Frist ist für alle Gemeinden im Kreis der 30.06.2028. Der Kreis unterstützt mit Informationsveranstaltungen und hat den Ämtern 2025 eine kreisweite Wärmebedarfsanalyse angeboten.

GemeindeStand der PlanungDetails
Itzehoe
32.850 Einwohner
beschlossen Die Ratsversammlung hat den Wärmeplan am 07.11.2024 beschlossen; als Mittelzentrum war Itzehoe nach dem Landesgesetz von 2021 dazu verpflichtet. Erstellt hat ihn Averdung Ingenieure & Berater. Etwa 10 % des Wärmebedarfs liefern schon vier Nahwärmenetze der Stadtwerke; für die Wärmenetz-Prüfgebiete laufen Machbarkeitsstudien, erste Ergebnisse erwartet die Stadt in drei bis fünf Jahren.
Glückstadt
11.100 Einwohner
in Bearbeitung Noch kein Plan. Laut Mitteilung an die Stadtvertretung (27.11.2025) hat die Stadt die Landesmittel beantragt; die Stadtwerke lassen mit Bundesförderung eine Machbarkeitsstudie für eine netzgebundene erneuerbare Wärmeversorgung in großen Teilen von Nord und Stadtkern erstellen. Aus dieser Studie und drei Quartierskonzepten (Nord, Stadtkern, Ost) soll der Wärmeplan entstehen.
Wilster
4.279 Einwohner
beschlossen Die Ratsversammlung hat den Wärmeplan am 09.12.2024 ungeändert beschlossen. Danach haben die Stadtwerke eine Machbarkeitsstudie „Nachhaltige Wärme für Wilster“ für ein mögliches Wärmenetz erstellt und im Oktober 2025 öffentlich vorgestellt.
Amt Kellinghusen (19 Gemeinden)
22.502 Einwohner
in Bearbeitung Die Gemeinden planen einzeln; 3 von 19 haben beschlossen: die Stadt Kellinghusen (Unterzentrum, Ratsversammlung 16.10.2025), Hohenlockstedt (22.01.2025) und Brokstedt (09.04.2025). Für Fitzbek stellt das Amt ein Quartierskonzept als anerkannten Bestandswärmeplan bereit. Für 14 weitere Gemeinden liegen seit Anfang 2026 Vorlagen für einen Planungsbeschluss im vereinfachten Verfahren vor (u. a. Wrist, Hennstedt, Lockstedt).
Amt Horst-Herzhorn (12 Gemeinden)
16.042 Einwohner
in Bearbeitung Gemeinsamer Ansatz des Amtes: Alle zwölf Gemeinden haben 2025 der Wärmeplanung durch das Amt zugestimmt, der Amtsausschuss hat am 24.03.2026 den Plandurchführungsbeschluss gefasst (§ 10 Abs. 2 EWKG). Ein externes Büro erstellt im vereinfachten Verfahren für jede Gemeinde einen eigenen Plan; beschlossen ist noch keiner.
Amt Schenefeld (22 Gemeinden)
10.970 Einwohner
in Bearbeitung Die Gemeinden planen einzeln; 1 von 22 hat beschlossen: Schenefeld (Gemeindevertretung 09.03.2026). Den Endbericht für Reher hat das Amt der Gemeindevertretung am 17.03.2026 vorgelegt, ein Beschluss ist im Ratsinformationssystem nicht vermerkt. Wacken hat die Aufstellung am 18.06.2026 beschlossen; für Puls, Aasbüttel, Agethorst und Warringholz liegen 2026 Aufstellungsvorlagen vor.
Amt Itzehoe-Land (20 Gemeinden)
10.023 Einwohner
nicht begonnen Keine der 20 Gemeinden hat einen Wärmeplan beschlossen oder in Arbeit. Oldendorf hatte 2023 eine Wärmeplanung beschlossen, verzichtete 2025 aber auf die bewilligte Bundesförderung, weil kein qualifiziertes Planungsbüro zu finden war. Das Amt strebt laut dieser Vorlage ein gemeinsames Konvoi-Verfahren an; die Haushalte 2026 der Gemeinden führen die Landesmittel für die Wärmeplanung.
Amt Krempermarsch (10 Gemeinden)
9.451 Einwohner
in Bearbeitung Noch kein beschlossener Plan. Kremperheide und Krempermoor lassen von den Stadtwerken Steinburg einen gemeinsamen Wärmeplan erstellen (Vertrag vom 03.11.2025; Kremperheide hat das Vorgehen am 31.03.2026 beschlossen). Für Krempe haben Stadtwerke Steinburg und HanseWerk Natur 2024 eine erste grobe Wärmenetzanalyse vorgelegt; Neuenbrook lässt ein kommunales Wärmenetz untersuchen.
Amt Breitenburg (11 Gemeinden)
8.562 Einwohner
nicht begonnen Keine der elf Gemeinden hat einen Wärmeplan beschlossen oder in Auftrag gegeben. In den Sitzungen seit 2023 kam das Thema zweimal vor: Der Bauausschuss Oelixdorf empfahl am 19.09.2023, das Amt die nötigen Schritte für einen Wärmeplan einleiten zu lassen; im Umweltausschuss Lägerdorf stellte HanseWerk Natur am 06.05.2025 das Wärmenetz-Potenzial der Gemeinde vor und regte an, die Planung möglichst amtsweit anzugehen.
Amt Wilstermarsch (14 Gemeinden)
6.438 Einwohner
keine öffentliche Angabe Keine der 14 Gemeinden hat einen Wärmeplan beschlossen. Im Ratsinformationssystem des Amtes (Vorlagen 2023 bis Oktober 2026) steht nur ein Beschluss von St. Margarethen vom 11.10.2023, einen Wärmeplan extern erstellen zu lassen; wie weit er ist, steht dort nicht.

Wärmenetze: Ein großes Fernwärmenetz gibt es im Kreis Steinburg nicht. In Itzehoe betreiben die Stadtwerke vier Nahwärmenetze (Klosterforst, Klosterbrunnen/Alte Landstraße, Gasstraße, Kamper Weg), die zusammen etwa 10 % des Wärmebedarfs der Stadt decken; dazu kommen laut Wärmeplan-Entwurf ein Netz eines anderen Betreibers an der Emil-von-Behring-Straße und ein Arealnetz am Klinikum. In Glückstadt versorgen zwei Erdgas-Blockheizkraftwerke der Stadtwerke (Tegelgrund und Rathaus) über ein Rohrnetz die Stadtverwaltung, Wohnhäuser, einen Kindergarten und Gewerbe. In Wilster beheizt ein kleines Netz der Stadtwerke nur Hallenbad, Schule und Turnhalle. In Hohenlockstedt hängen rund 140 Haushalte im Baugebiet Alexanderkoppel an einem Nahwärmenetz mit Erdgas-BHKW, in Bokelrehm erweitert die BT-Energie ein bestehendes Wärmenetz, und in Kellinghusen plant ein Unternehmen ein Nahwärmenetz.

Für Ihren Öltank heißt das: Nur in wenigen Gebieten des Kreises kommt ein Anschluss an ein Wärmenetz in Frage: in den Wärmenetz-Prüfgebieten von Itzehoe, die die Stadt auf einer Karte zeigt (außerhalb davon rechnet sie mit Einzellösungen), dort, wo die Stadtwerke Glückstadt und Wilster Netze prüfen, und in einzelnen Orten mit bestehenden Nahwärmenetzen. In den Dörfern sehen die vorliegenden Pläne meist dezentrale Lösungen vor; in Schenefeld etwa soll laut Wärmeplan der Großteil der Gemeinde dezentral versorgt werden, vor allem mit Luft-Wärmepumpen. Wer seine Ölheizung tauscht, fragt am besten vorher bei Gemeinde oder Stadtwerken nach. Dazu kommt in Schleswig-Holstein das Landesrecht: Ist das Gebäude vor dem 1. Januar 2009 errichtet worden, muss der Wärmebedarf nach einem Heizungstausch zu mindestens 15 % aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme gedeckt sein (§ 16 EWKG).

Was das Gesetz vorgibt

Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Schleswig-Holstein sind dafür seit dem 29. März 2025 alle Gemeinden selbst zuständig, wobei ein Amt, dem seine Gemeinden die Aufgabe übertragen haben, für benachbarte Gemeinden einen gemeinsamen Plan aufstellen kann. Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung. In Schleswig-Holstein gilt zusätzlich Landesrecht: Wird in einem Gebäude, das vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurde, die Heizung ausgetauscht oder erstmals eine eingebaut, müssen mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme kommen (§ 16 EWKG). Ausgenommen sind Gebäude, die vorher und nachher überwiegend mit Etagenheizungen beheizt werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz lässt solche Landesregeln ausdrücklich zu (§ 9 GModG).

Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Kreisverwaltung; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.

Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld

Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.

  • Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
  • Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
  • Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).

Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Steinburg zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.

Ausführlich: Meldepflichten je Bundesland →

Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Steinburg

Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
In den meisten Fällen nein. Stilllegen, Innenreinigung und Instandsetzung von Heizöltanks sind nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten: bei Erdtanks immer, bei oberirdischen Tanks ab mehr als 1.000 Litern. Wer dagegen verstößt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV); der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG). Dazu kommt die Gefahr bei der Arbeit selbst: Öldämpfe im Tank sind beim Aufschneiden explosionsgefährlich, und die private Haftpflicht deckt Schäden aus solcher Eigenarbeit in der Regel nicht.
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Das hängt vom Tank ab. Beim Erdtank ist die Stilllegung oft günstiger, weil der Aushub entfällt: Ein Anbieter nennt für einen 3.000-Liter-Erdtank 1.295 € inklusive Verfüllung, ohne Verfüllung 530 € (oeltank24.com); ob die vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht, IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Beim Kellertank sieht es anders aus, denn die Stilllegung bringt keinen Raum zurück. Für den Ausbau eines Stahl-Kellertanks bis 3.000 Liter nennt ein Fachbetrieb rund 1.290 bis 1.355 € (IS-Tankschutz, Stand Juli 2026). Für die Stilllegung eines Kellertanks haben wir keine belastbare Preisangabe gefunden. Faustregel: Wird die Fläche oder der Raum künftig gebraucht, lohnt der Ausbau.
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; es gibt Richtpreise einzelner Fachbetriebe (inkl. MwSt.). oeltank24.com nennt für einen Kunststofftank mit 500 Litern ab 385 €, für einen 3.000-Liter-Stahltank etwa 1.015 € und auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung. IS-Tankschutz nennt für Reinigung und Demontage eines einzelnen Stahl-Kellertanks bis 3.000 Liter ca. 1.290–1.355 €, für Batterietanks je nach Behälterzahl ca. 690–2.910 € (Kunststoff) bzw. 960–2.675 € (Stahl). Preistreiber sind Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit, Restölmenge und die Region. Welche Behörde und welche Entsorgungswege in Ihrem Kreis gelten, steht auf der jeweiligen Kreisseite. Kellertank-Preise speziell für den Raum Steinburg haben wir nicht. Verbindlich ist erst das Angebot eines Fachbetriebs nach der Bestandsaufnahme.
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Ja — wenn das Öl noch Norm-Qualität hat (DIN 51603-1), ist es rechtlich kein Abfall und darf weitergegeben oder verkauft werden. Das Abpumpen sollte aber ein Fachbetrieb übernehmen: Die Entnahme aus der Anlage kann unter die Fachbetriebspflicht fallen, und der Transport unterliegt eigenen Vorschriften. Verunreinigtes Öl (Wasser, Sediment, Rost) muss dagegen als Altöl entsorgt werden. Wichtig vor der Beauftragung: nach Restöl-Ankauf oder -Verrechnung fragen — sonst bezahlen Sie für die Entsorgung von Öl, das noch Geld wert war.
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Nach Bundesrecht nicht: § 40 AwSV schreibt eine Anzeige nur für Errichtung, wesentliche Änderung und Änderungen der Gefährdungsstufe vor. Länder und Kreise gehen mit der Stilllegung unterschiedlich um. In Nordrhein-Westfalen ist sie laut Umweltministerium nicht anzeigepflichtig. In Bayern bieten mehrere Landratsämter und Städte im Anzeigeformular den Grund „Stilllegung der Anlage“ an; die Städte Regensburg und Würzburg verlangen die Anzeige bei prüfpflichtigen Anlagen. In Schleswig-Holstein äußert sich das Land widersprüchlich: Seine Erläuterungen zur Anzeige verneinen eine Pflicht nach AwSV, die Landesseite nennt sie für prüfpflichtige Anlagen, und das Landesformular H bietet den Grund „Stilllegung der Anlage“ an. In Hamburg hält der Senat die Landesregel zur Stilllegungsanzeige für Lagertanks „nach derzeitigem Erkenntnisstand“ seit dem 1. März 2010 für nicht mehr anwendbar (Drucksache 19/5790); ein älteres Merkblatt der Umweltbehörde nennt die Anzeige noch. Bei prüfpflichtigen Tanks bekommt die Behörde den Bericht der Stilllegungsprüfung ohnehin vom Sachverständigen (§ 47 Abs. 3 AwSV). Im Raum Steinburg ist der Kreis Steinburg – Der Landrat, Amt für Umweltschutz zuständig — Abteilung Wasser und Boden (untere Wasserbehörde), Langer Peter 27a, 25524 Itzehoe (Besucheranschrift, persönlich nur mit Termin) · Postanschrift: Viktoriastraße 16–18, 25524 Itzehoe.
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Ein Erdtank ist immer fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV), unabhängig vom Volumen, und bei der Stilllegung muss ihn ein Sachverständiger prüfen (AwSV Anlage 5 und 6). Ob der gereinigte Tank danach im Boden bleiben kann oder verfüllt bzw. ausgegraben werden muss, sehen die Behörden unterschiedlich. Das Landratsamt München hält Ausbau oder Verfüllung in der Regel nicht für nötig, z. B. wegen der Standsicherheit aber für geboten. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald fordert die Verfüllung mit festem Füllstoff (z. B. Sand, Schaumbeton), wenn die Standsicherheit auf Dauer nicht gewährleistet ist, und vor Verfüllung oder Ausbau die Sachverständigenprüfung.
Öltank abmelden im Kreis Steinburg: Muss ich die Stilllegung bei der Kreisverwaltung anzeigen?
Zuständig ist für alle 111 Gemeinden, auch für Itzehoe, Glückstadt und Wilster, die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung: Amt für Umweltschutz, Abteilung Wasser und Boden, Langer Peter 27a in Itzehoe (wasserbehoerde@steinburg.de). Eine eigene Aussage zur Stilllegung von Heizöltanks macht der Kreis nicht; seine Beschreibung der Heizöl-Anzeige nennt nur das Errichten und wesentliche Ändern. Bereitgestellt hat er aber das Formular H, in dem „Stilllegung der Anlage“ als Grund steht, und dazu die Erläuterungen des Landes. Danach sind Sie nach AwSV nicht verpflichtet, die Stilllegung anzuzeigen, können mit der Anzeige aber vermeiden, dass die Behörde Sie zur nächsten wiederkehrenden Prüfung auffordert. Auf der Landeswebseite heißt es dagegen, für die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen gelte eine Anzeigepflicht. Die kurze Anzeige mit Formular H schadet deshalb nicht.
Braucht mein Öltank im Kreis Steinburg eine Stilllegungsprüfung, und was gilt im Wasserschutzgebiet?
Jeder Erdtank muss bei der Stilllegung von einem Sachverständigen geprüft werden, oberirdische Tanks erst über 10.000 Liter. In Wasserschutzgebieten und festgesetzten Überschwemmungsgebieten gilt die Prüfpflicht schon für oberirdische Tanks über 1.000 Liter (AwSV Anlage 5 und 6). Wasserschutzgebietsverordnungen nennt der Kreis für Itzehoe, Kleve, Krempermoor und Horstmühle; die Karten stellt er auf seiner Download-Seite bereit, und das Formular H fragt die Lage ab. Den Prüfbericht müssen Sie nicht selbst einreichen: Der Sachverständige schickt ihn innerhalb von vier Wochen an die Kreisverwaltung (§ 47 Abs. 3 AwSV). Die Arbeiten am Tank selbst gehören bei Erdtanks und bei Heizöltanks über 1.000 Liter in die Hand eines Fachbetriebs (§ 45 Abs. 1 AwSV).
Wohin mit Heizölresten und Ölschlamm im Kreis Steinburg?
Das Abfall-ABC des Kreises ist hier eindeutig: Heizöl gehört zum Altölentsorger (genannt ist Veolia in der de-Vos-Straße 33 in Itzehoe), und die Öltankreinigung übernehmen private Entsorger. Über die Schadstoffsammlung des Kreises geht das nicht: Öl- und teerhaltige Rückstände aus Haushalten nimmt der Kreis nur in haushaltsüblichen Mengen an der Schadstoffsammelstelle oder am Schadstoffmobil an, und Altöl ohne Kassenbon nimmt Veolia dort nur gegen Gebühr an. Praktisch heißt das: Restöl und Ölschlamm übernimmt der Fachbetrieb, der den Tank reinigt. Fragen Sie vor der Vergabe, ob er noch brauchbares Heizöl abpumpt, umpumpt oder anrechnet.
Kann ich den zerlegten Öltank auf dem Wertstoffhof in Itzehoe, Hohenlockstedt, Glückstadt oder Kellinghusen abgeben?
Ja, wenn er sauber ist: Das Abfall-ABC des Kreises nennt für einen Heizöltank „sauber und zerlegt“ den Wertstoffhof. Wertstoffhöfe gibt es in Itzehoe (Carl-Zeiss-Straße 6), Hohenlockstedt (Hungriger Wolf 100), Glückstadt (Schmiedestraße 8) und Kellinghusen (Kleiner Kamp 2); gemischten Metallschrott nehmen sie laut Wertstoffhofsatzung kostenlos an, laut Kreis in haushaltsüblichen Mengen. Ein Tank mit Ölresten gehört nicht dorthin, denn die Satzung schließt Abfälle aus, die nach anderen Vorschriften besonders entsorgt werden müssen, und in den Sperrmüll gehören Öltanks laut Kreis ebenfalls nicht. Reinigen und stilllegen muss bei Erdtanks und bei Heizöltanks über 1.000 Liter ein Fachbetrieb (§ 45 Abs. 1 AwSV).
Was kostet die Öltankentsorgung im Kreis Steinburg?
Regionale Richtpreise für den Kreis Steinburg haben wir nicht gefunden; kein Anbieter nennt Preise für Itzehoe oder das Umland öffentlich. Den Preis bestimmen vor allem Tanktyp, Volumen, Zugang und Restölmenge, beim Erdtank kommt die Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen dazu. Zwei Posten lassen sich im Kreis aber klein halten: Einen sauberen, zerlegten Heizöltank führt der Kreis im Abfall-ABC als Fall für den Wertstoffhof, und gemischten Metallschrott nehmen die vier Wertstoffhöfe laut Satzung kostenlos an; noch brauchbares Heizöl kann der Fachbetrieb anrechnen oder umpumpen. Verlässlich wird der Preis erst mit einem Angebot nach der Bestandsaufnahme.
Ölheizung raus: Was sagt der Wärmeplan meiner Gemeinde im Kreis Steinburg?
Das hängt vom Ort ab. Beschlossene Wärmepläne haben Itzehoe, Wilster, Kellinghusen, Hohenlockstedt, Brokstedt und Schenefeld. Itzehoe zeigt auf einer Karte Wärmenetz-Prüfgebiete; außerhalb davon hält die Stadt individuelle Lösungen für wirtschaftlicher. In Wilster und Glückstadt prüfen die Stadtwerke Wärmenetze, in Schenefeld sieht der Plan für den Großteil der Gemeinde dezentrale Lösungen vor, vor allem Luft-Wärmepumpen. In vielen Dörfern läuft die Planung erst an (im Amt Horst-Herzhorn gemeinsam für alle zwölf Gemeinden), in den Ämtern Itzehoe-Land und Breitenburg hat sie noch nicht begonnen; Frist ist der 30.06.2028. Beim Heizungstausch gilt in Schleswig-Holstein zusätzlich § 16 EWKG: In Gebäuden von vor 2009 müssen danach mindestens 15 % der Wärme aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme kommen.

Öltank-Entsorgung: Orte rund um Steinburg

Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.

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Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Steinburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Steinburg). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.

Für schnelle und reibungslose Vermittlung bitten unsere Partnerbetriebe um beides.

Weitere Angaben, falls schon bekanntStandort, Material, Volumen, Restöl, Heizung · alles freiwillig

„Weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Bitte öffnen Sie den Tank dafür nicht: Was Sie aus Unterlagen, vom Typenschild oder aus der letzten Heizöl-Rechnung wissen, reicht.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Per E-Mail bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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