Pinneberg (Kreis) · Metropolregion Hamburg · Schleswig-Holstein
Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Pinneberg
Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Für den Raum Pinneberg arbeiten wir mit einem zertifizierten Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) zusammen. Nach Ihrer Anfrage meldet er sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Kosten, Ablauf und zuständige Behörde stehen gleich dabei.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Pinneberg
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Pinneberg). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.
Im Kreis Pinneberg heizen laut Zensus 2022 knapp 19.700 Wohnungen mit Öl, 12,4 %. Das ist der niedrigste Anteil unter den Kreisen Schleswig-Holsteins, denn hier heizen 71,3 % der Wohnungen mit Gas, mehr als irgendwo sonst im Land. Am häufigsten steht ein Öltank im Keller im Amt Pinnau, in Rellingen, im Amt Rantzau und in Schenefeld, wo rund jede sechste Wohnung mit Öl heizt. Zuständig ist für alle 49 Gemeinden, von Wedel bis Helgoland, dieselbe Stelle: die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung in der Kurt-Wagener-Straße 11–13 in Elmshorn.
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Pinneberg?
Der Preis im Kreis Pinneberg richtet sich nach Bauart, Inhalt und Lage des Tanks. Ein Anbieter rechnet für eine Kunststoff-Batterieanlage mit rund vier Stunden, für einen 14.000-Liter-Stahltank mit rund acht. Bei jedem Erdtank kommt die Prüfung durch einen Sachverständigen dazu, in den zehn Wasserschutzgebieten des Kreises ebenso bei oberirdischen Tanks über 1.000 Liter. Ein Posten fällt dagegen weg: Den gereinigten Metalltank nimmt der Recyclinghof Tornesch-Ahrenlohe kostenlos als Schrott an. Eine Preisstatistik für den Kreis Pinneberg gibt es nicht. Die einzigen Preise mit Bezug auf den Kreis stehen auf der Pinneberg-Seite von Tank Service 24 aus Boostedt (Kreis Segeberg). Sie sind identisch mit den Preisen auf dessen Neumünster-Seite, also keine regionale Kalibrierung. Die beiden Tankschutzbetriebe mit Sitz im Kreis, die auf der Liste des Fachverbands stehen (Tangstedt, Elmshorn), nennen auf ihren Websites keine Preise. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.
| Leistung | Einheit | Richtpreis (inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung | pauschal | ab 385 € | oeltank24.com |
| Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) | IS-Tankschutz |
| Stahltank 3.000 l — Entsorgung | pauschal | ab 1.015 € | oeltank24.com |
| Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) | IS-Tankschutz |
| Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 960–2.675 € | IS-Tankschutz |
| Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) | pauschal | ca. 1.295 € | oeltank24.com |
| Tankreinigung (separat beauftragt) | pauschal | ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) | IS-Tankschutz |
| Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) | je Stunde | ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) | IS-Tankschutz |
| Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) | pauschal | 200–500 €, separat berechnet | IS-Tankschutz |
Regional für Ihre Region: Richtpreise von Tank Service 24 (Boostedt) auf seiner Pinneberg-Seite, zuletzt geändert im Januar 2023: Kunststofftank (ein Behälter) ab 550 €, Stahltank mit 2.000 Litern etwa 690 €. Die FAQ derselben Seite nennt rund 385 € bzw. 660 €; ob die Mehrwertsteuer enthalten ist, steht dort nicht. Den leeren Tank selbst nimmt der Recyclinghof Tornesch-Ahrenlohe als Metall kostenlos an, als Kunststoff für 4,50 € bis 27,00 € (bis 900 Liter).
Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.
Erdtank im Raum Pinneberg: Richtpreis von Tank Service 24 (Boostedt): Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks inklusive Verfüllung ab 990 €; die FAQ derselben Seite nennt ab 850 €. Hinzu kommt die Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen, die der Kreis bei jedem Erdtank verlangt. Die Richtpreise stammen von einem einzigen Betrieb und sind fast vier Jahre alt; als Preisstatistik für den Kreis taugen sie nicht, versprochen ist damit nichts. Was Ihr Tank am Ende kostet, steht erst im Angebot nach der Besichtigung, in das Bauart, Volumen, Kellerzugang, Restölmenge und Anfahrt einfließen.
Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten
Zwischen vier Stunden und zwei Arbeitstagen liegt laut einem Anbieter die Zeit vom Abpumpen bis zur Demontage. Danach händigt der Fachbetrieb den schriftlichen Nachweis aus, den Sie laut Merkblatt des Kreises Pinneberg vorlegen müssen. Ist der Tank eingegraben, fasst er oberirdisch mehr als 10.000 Liter oder steht er in einem der Wasserschutzgebiete und fasst mehr als 1.000 Liter, nimmt zusätzlich ein Sachverständiger die Stilllegung ab.
- Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
- Behörde & Formular H Im Kreis Pinneberg ist für alle 49 Städte und Gemeinden, auch für Helgoland, die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung zuständig (Fachdienst Umwelt, Team Wasser, Kurt-Wagener-Straße 11–13, Elmshorn). Ihr Merkblatt zur Stilllegung verlangt, einen schriftlichen Nachweis des Fachbetriebs „vorzulegen“: Tank und Rohrleitungen vollständig entleert und gereinigt, der Tank von allen Leitungen getrennt und anderweitig genutzt, verfüllt oder demontiert. Eine Anzeigepflicht nennt der Kreis nicht ausdrücklich. Das Land äußert sich widersprüchlich: keine Pflicht nach AwSV laut den Erläuterungen zum Formular, Anzeigepflicht für die Stilllegung prüfpflichtiger Anlagen laut Landeswebseite. Im Formular H, das der Kreis anbietet, gibt es den Punkt „Stilllegung der Anlage“; wer ihn nutzt, kann laut Erläuterungen die spätere Aufforderung zur wiederkehrenden Prüfung vermeiden. Am einfachsten schicken Sie Formular H zusammen mit dem Nachweis des Fachbetriebs an das Team Wasser. Bei Erdtanks, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Litern und in den zehn Wasserschutzgebieten des Kreises schon über 1.000 Litern prüft zusätzlich ein Sachverständiger; sein Prüfbericht geht binnen vier Wochen nach Elmshorn (§ 47 Abs. 3 AwSV).
- Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
- Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
- Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Zehn Wasserschutzgebiete liegen im Kreis Pinneberg: Barmstedt, Elmshorn Köhnholz/Krückaupark, Elmshorn-Sibirien, Halstenbek, Haseldorfer Marsch, Horstmühle, Pinneberg Peiner Weg, Quickborn, Rellingen und Uetersen. Wer dort einen oberirdischen Tank über 1.000 Liter stilllegt, braucht laut Merkblatt des Kreises einen Sachverständigen; außerhalb der Schutzgebiete beginnt diese Pflicht bei oberirdischen Tanks erst über 10.000 Liter, für Erdtanks gilt sie überall und bei jeder Größe. Dieselbe 1.000-Liter-Grenze zieht die AwSV in festgesetzten Überschwemmungsgebieten, die es laut Kreis an Pinnau und Krückau und ihren Zuflüssen gibt. Formular H fragt die Lage Ihres Tanks ab, Auskunft gibt das Team Wasser. Beauftragen muss den Sachverständigen der Betreiber (§ 46 AwSV); praktisch ist ein Termin, den der Fachbetrieb gleich mit einplant.
- Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.
Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Pinneberg
Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Pinneberg (Kreis):
Kreis Pinneberg (alle 49 Städte und Gemeinden einschließlich Helgoland)
Kreis Pinneberg – Untere Wasserbehörde
Fachdienst Umwelt (FD 26), Team Wasser (26-3) – Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Kreisverwaltung Pinneberg, Kurt-Wagener-Straße 11–13, 25337 Elmshorn
Tel. Geschäftszimmer Fachdienst Umwelt 04121 4502-2296 · Zentrale 04121 4502-0
Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, ausdrücklich auch Heizöltanks, überwacht im Kreis das Team Wasser im Fachdienst Umwelt. Für Heizöl stellt der Kreis das Formular H „Anzeige für eine Anlage zur Lagerung von Heizöl nach § 40 AwSV“ bereit, dazu Formular B mit den Betreiberangaben und die Erläuterungen des Landes. Das Formular H hat im Feld „Grund der Anzeige“ einen eigenen Punkt „Stilllegung der Anlage“ mit „voraussichtliches Stilllegungsdatum“ und fragt ab, ob der Tank in einem Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet liegt. Eine Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen verlangt das Merkblatt des Kreises bei allen unterirdischen Anlagen, bei oberirdischen über 10 m³ und in Wasserschutzgebieten schon über 1 m³. Im Kreis gibt es zehn Wasserschutzgebiete; das Trinkwasser kommt laut Kreis vollständig aus dem Grundwasser. Arbeiten an Tanks über 1.000 Liter, auch die Stilllegung, darf nur ein Fachbetrieb nach § 62 AwSV ausführen (§ 45 AwSV).
Merkblatt „Was bei einer Stilllegung des Heizöltanks beachtet werden muss…“ (Kreis Pinneberg, PDF, Stand Juni 2011) →
Zur Behörde →
Entsorgung & Restöl
Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist der Kreis Pinneberg selbst (§ 1 der Abfallwirtschaftssatzung, gültig seit 01.01.2024). Das Abfallwirtschaftszentrum mit dem Recyclinghof in Tornesch-Ahrenlohe (Hasenkamp 15) betreibt die GAB, Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung mbH. Für den Öltank sind die Seiten des Kreises eindeutig: Beim Stichwort „Heizöltank“ nennt das Abfall-ABC nur „Fachfirma“, für „Heizöl, -reste, -schlamm“ schreibt das Sondermüll-ABC „Fachentsorgungsbetrieb beauftragen!“. Ölschlamm und Tankreste gehören also nicht zum Schadstoffmobil. Altöl nimmt von den Annahmestellen des Kreises nur der Recyclinghof Tornesch-Ahrenlohe an, für 0,50 € pro Liter. Ist der Tank komplett leer, nimmt der Recyclinghof einen Metalltank kostenlos als Metallschrott an, einen Kunststofftank als Restabfall gegen Entgelt (Kleinmengen von 4,50 € bis 100 Liter bis 27,00 € bis 900 Liter). Metalle nehmen auch der Recyclinghof Wedel (Kronskamp 107) und die Wertstoffannahme Quickborn (Güttloh) an.
Für noch brauchbares Heizöl nennt Tank Service 24 aus Boostedt auf seiner Pinneberg-Seite zwei Wege: Umpumpen zu einem Nachbarn, wofür „häufig Pauschalen je 1.000 Litern“ berechnet werden und bei weiteren Strecken nach Kilometern, oder Ankauf durch den Fachbetrieb, der dafür einen Prozentsatz des aktuellen Tagespreises auf die Entsorgungskosten anrechnet. Fragen Sie vor der Vergabe, was mit Ihrem Restöl passiert und wie es im Angebot verrechnet wird.
Wichtig: Zehn Wasserschutzgebiete liegen im Kreis Pinneberg: Barmstedt, Elmshorn Köhnholz/Krückaupark, Elmshorn-Sibirien, Halstenbek, Haseldorfer Marsch, Horstmühle, Pinneberg Peiner Weg, Quickborn, Rellingen und Uetersen. Wer dort einen oberirdischen Tank über 1.000 Liter stilllegt, braucht laut Merkblatt des Kreises einen Sachverständigen; außerhalb der Schutzgebiete beginnt diese Pflicht bei oberirdischen Tanks erst über 10.000 Liter, für Erdtanks gilt sie überall und bei jeder Größe. Dieselbe 1.000-Liter-Grenze zieht die AwSV in festgesetzten Überschwemmungsgebieten, die es laut Kreis an Pinnau und Krückau und ihren Zuflüssen gibt. Formular H fragt die Lage Ihres Tanks ab, Auskunft gibt das Team Wasser. Beauftragen muss den Sachverständigen der Betreiber (§ 46 AwSV); praktisch ist ein Termin, den der Fachbetrieb gleich mit einplant. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.
Öltank stilllegen im Raum Pinneberg: Was die Behörde verlangt
Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Pinneberg dazu schreiben:
Kreis Pinneberg (alle 49 Städte und Gemeinden einschließlich Helgoland): Kreis Pinneberg – Untere Wasserbehörde
Der Kreis hat ein eigenes Merkblatt „Was bei einer Stilllegung des Heizöltanks beachtet werden muss…“ (Stand Juni 2011). Dort heißt es: „Es ist ein schriftlicher Nachweis einer Fachfirma nach dem Wasserhaushaltsgesetz über die vollständige Entleerung und Reinigung des Behälters und seiner Rohrleitungen vorzulegen. Daraus muss noch zusätzlich hervorgehen, dass der Behälter von allen Rohrleitungen getrennt wurde und der Behälter entweder anderweitig genutzt wird oder verfüllt/demontiert wurde.“ Weiter: „Leckanzeigeflüssigkeiten sind, soweit vorhanden, zu entfernen“, „Die Ausrüstungsteile sind zu demontieren und die Betriebsrohrleitungen müssen verschlossen werden“ und „Die Stilllegung unterirdischer Anlagen ist durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen. Ebenfalls ist die Stilllegung oberirdischer Anlagen mit einem Volumen über 10,0 m³ (in Wasserschutzgebieten über 1,0 m³) durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen.“ An wen der Nachweis gehen soll, nennt das Merkblatt nicht ausdrücklich; eine Frist auch nicht. Das Wort „Anzeige“ verwendet es nicht. Daneben stellt der Kreis das Formular H mit dem Feld „Stilllegung der Anlage“ und die Erläuterungen des Landes bereit, nach denen Sie „nach AwSV … nicht verpflichtet [sind], die Stilllegung der Anlage anzuzeigen“; mit der Anzeige könnten Sie aber vermeiden, „dass die Behörde Sie beim nächsten Fälligkeitstermin auffordert, die wiederkehrende Sachverständigenprüfung durchführen zu lassen“. Die Landeswebseite nennt dagegen eine Anzeigepflicht „für die Errichtung, Stilllegung und wesentliche Änderung einer prüfpflichtigen Anlage“; auf sie verweist die Kreisseite nicht.
- Formular: Formular H – Anzeige für eine Anlage zur Lagerung von Heizöl nach § 40 AwSV (Kreis Pinneberg, PDF; Feld 11 „Stilllegung der Anlage“, Feld 14 Wasserschutz-/Überschwemmungsgebiet)
- Formular: Formular B – Anzeige nach § 40 AwSV, Betreiberangaben (Kreis Pinneberg, PDF)
- Merkblatt: Erläuterungen des Landes zur Anzeige nach § 40 AwSV (vom Kreis bereitgestellt, PDF, Nr. 11 zur Stilllegung)
- Quelle: Kreis Pinneberg – Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Team Wasser, mit Dateianhängen)
Kontakt: Tel. Geschäftszimmer Fachdienst Umwelt 04121 4502-2296 · Zentrale 04121 4502-0 · fd-umwelt@kreis-pinneberg.de, Tel. 04121 4502-2296 (Geschäftszimmer Fachdienst Umwelt) · Zur Behörde
Stand der Behördenangaben: 22.10.2026
Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.
Ölheizungen im Raum Pinneberg
Laut Zensus 2022 heizen im Kreis Pinneberg 12,4 % der Wohnungen mit Öl, knapp 19.700 von rund 158.900. Das ist der niedrigste Anteil unter den elf Kreisen Schleswig-Holsteins; im Land sind es 16,4 %. Nach Gebäuden gerechnet liegt der Öl-Anteil im Kreis bei 12,7 %. Innerhalb des Kreises reicht die Spanne von 7,6 % in der Stadt Pinneberg bis rund 16 % im Amt Pinnau (16,4 %), in Rellingen (16,2 %), im Amt Rantzau (16,1 %) und in Schenefeld (15,8 %).
Der Hauptgrund ist das Gasnetz: 71,3 % der Wohnungen im Kreis heizen mit Gas, mehr als in jedem anderen Kreis und jeder kreisfreien Stadt Schleswig-Holsteins (Zensus 2022). Die Wärmepläne bestätigen das. In Elmshorn ist die Gasinfrastruktur laut Plan „flächendeckend etabliert“, Erdgas deckt dort rund 90 % des Endenergiebedarfs für Wärme; selbst im ländlichen Amt Rantzau liegt das Erdgasnetz in allen zehn Dörfern. Betrieben werden die Netze unter anderem von den Stadtwerken Südholstein (Pinneberg, Tornesch), den Gemeindewerken Halstenbek und der SH Netz (Uetersen, Rellingen). Pinneberg, Wedel, Rellingen und Schenefeld liegen laut Landesplanung im Verdichtungsraum um Hamburg; mit 490 Einwohnern je km² ist der Kreis dicht besiedelt (Land: 187). In Pinneberg kommt die Fernwärme hinzu: 28 % der Wohnungen hängen daran, und das Netz der Stadtwerke wurde 2023 zu 69 % mit Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage Tornesch-Ahrenlohe gespeist. Verschwunden ist das Öl aber nirgends. Laut den Wärmeplänen deckt Heizöl in Wedel rund 19 % des Endenergiebedarfs für Wärme (dort statistisch geschätzt), im Amt Rantzau rund 17 % des Wärmebedarfs, in Rellingen 15 % des Wärmeverbrauchs und in Tornesch 13 % und Uetersen knapp 11 % der Wärmebereitstellung. Wo eine Ölheizung einer Wärmepumpe oder einem Wärmenetz weicht, wird ein Tank frei.
Gemeinden & Umland
Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Pinneberg entgegen — u. a. aus Elmshorn, Pinneberg, Wedel, Quickborn, Schenefeld, Uetersen, Halstenbek, Rellingen, Tornesch, Barmstedt und weiteren Orten. Für alle 49 Städte und Gemeinden im Kreis, von Wedel an der Elbe bis Helgoland, ist dieselbe Behörde zuständig: die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung in Elmshorn. Die Unterschiede beim Öl sind kleiner als in ländlicheren Kreisen. Am häufigsten heizen laut Zensus die Wohnungen im Amt Pinnau (16,4 %), in Rellingen (16,2 %), im Amt Rantzau (16,1 %) und in Schenefeld (15,8 %) mit Öl, also etwa jede sechste. In der Stadt Pinneberg ist es nur jede dreizehnte (7,6 %), weil dort 28 % der Wohnungen an der Fernwärme hängen. Auf Helgoland heizt fast niemand selbst mit Öl (0,5 %), 91 % der Wohnungen haben Fernwärme. Die erzeugen die Versorgungsbetriebe der Insel laut Wärmeplan aber bisher in vier heizölbetriebenen Anlagen.
Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.
Kommunale Wärmeplanung im Raum Pinneberg
In Schleswig-Holstein ist seit dem 29. März 2025 jede Gemeinde selbst für ihren Wärmeplan zuständig; für alle Gemeinden im Kreis gilt die Frist 30. Juni 2028. Am weitesten sind einige Städte im Kreis Pinneberg: Wedel (19.09.2024) und Elmshorn (12.12.2024) haben ihre Pläne noch nach dem Landesgesetz von 2021 beschlossen, den Pinneberger Plan vom April 2025 führt der Landtag ebenfalls als fertig. Seitdem haben Uetersen (23.06.2025), Schenefeld (Ende 2025), Tornesch (13.03.2026) und Rellingen (08.10.2026) beschlossen. Fertige Pläne ohne belegten Beschluss gibt es in Halstenbek, Bönningstedt, auf Helgoland und für die zehn Dörfer des Amts Rantzau. Quickborn und die Gemeinden des Amts Geest und Marsch Südholstein arbeiten noch daran; dort hat Moorrege als erste beschlossen (23.06.2026). Für Barmstedt, Hasloh und die Ämter Pinnau, Elmshorn-Land und Hörnerkirchen haben wir keinen belegten Stand gefunden. Der Kreis hat den Gemeinden im März 2025 eine kreisweite Wärmedatenerhebung mit Handlungsleitfaden vorgestellt.
| Gemeinde | Stand der Planung | Details |
|---|---|---|
| Elmshorn 51.375 Einwohner | beschlossen | Das Stadtverordnetenkollegium hat die Kommunale Wärmeplanung am 12.12.2024 beschlossen, als Plan nach dem Landesgesetz von 2021. Erstellt von IPP ESN Power Engineering (Kiel) mit greenventory, die Stadtwerke Elmshorn waren im Projektteam. Zieljahr 2040. |
| Pinneberg 44.941 Einwohner | fertig, Beschluss nicht belegt | Der Wärmeplan der Stadt (Stand April 2025) wurde von der Stadtwerke Südholstein GmbH im Auftrag der Stadt erstellt. Der Landtag führt Pinneberg unter den Kommunen mit fertigem Plan nach dem Landesgesetz von 2021, der Kreis spricht von abgeschlossener Wärmeplanung. Datum und Gremium des Beschlusses haben wir nicht gefunden. |
| Wedel 34.939 Einwohner | beschlossen | Der Rat hat den Wärme- und Kälteplan am 19.09.2024 ungeändert beschlossen (BV/2024/056-1), als Plan nach dem Landesgesetz von 2021. Erstellt von greenventory in Abstimmung mit den Stadtwerken Wedel; Transformationspläne und Machbarkeitsstudien liegen bei den Stadtwerken. |
| Quickborn 22.662 Einwohner | in Bearbeitung | Die Ratsversammlung hat die Aufstellung beschlossen, beauftragt ist die HIC Consulting GmbH. Die Präsentation zur ersten Öffentlichkeitsveranstaltung ist auf den 09.09.2026 datiert; ein Entwurf liegt noch nicht vor. |
| Schenefeld 19.875 Einwohner | beschlossen | Laut Stadt wurde der Wärmeplan Ende 2025 beschlossen. Abschlussbericht vom 17.09.2025, erstellt mit der ENEKA Energie & Karten GmbH. Zieljahr 2040. |
| Uetersen 18.936 Einwohner | beschlossen | Die Ratsversammlung hat die Kommunale Wärme- und Kälteplanung am 23.06.2025 beschlossen (Averdung Ingenieure & Berater mit ZEBAU). Der Plan weist sieben Prüfgebiete für Wärmenetze aus; im März 2026 hat die Stadt ein Interessenbekundungsverfahren für Netzbetreiber gestartet. |
| Halstenbek 18.168 Einwohner | fertig, Beschluss nicht belegt | Der Entwurf (Averdung und ZEBAU, mit den Gemeindewerken Halstenbek) lag vom 11.02. bis 12.03.2026 öffentlich aus. Am 27.04.2026 stand der Wärmeplan auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung (Vorlage 2026/061); das Ergebnis hat die Gemeinde nicht veröffentlicht, nur das Planungsbüro meldet den Plan als beschlossen. |
| Rellingen 15.135 Einwohner | beschlossen | Die Gemeindevertretung hat den Wärmeplan am 08.10.2026 beschlossen (Bericht vom 29.07.2026, Averdung und ZEBAU). Seit 05.08.2026 läuft eine Markterkundung für Bau und Betrieb eines Wärmenetzes; weiterverfolgt wird vor allem die Abwärme eines Rechenzentrums. |
| Tornesch 14.608 Einwohner | beschlossen | Die Ratsversammlung hat den Wärmeplan am 13.03.2026 beschlossen, veröffentlicht am 15.06.2026 (Fassung vom 15.12.2025, Averdung mit ZEBAU). |
| Barmstedt 10.402 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Websites der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft Barmstedt-Hörnerkirchen lieferten bei unserem Abruf keinen lesbaren Inhalt. Einen Stand zur Wärmeplanung konnten wir nicht belegen. |
| Bönningstedt 4.566 Einwohner | fertig, Beschluss nicht belegt | Der Abschlussbericht vom 30.03.2026 ist veröffentlicht; der Entwurf vom 02.03.2026 lag zuvor 30 Tage aus, fachlich begleitet vom Hamburg Institut. Einen Beschluss der Gemeindevertretung haben wir nicht gefunden. |
| Hasloh 3.989 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Auf der Veröffentlichungsseite der Gemeinde gibt es keinen Eintrag zur Wärmeplanung, eine Ratsinfo-Fundstelle haben wir nicht gefunden. |
| Helgoland 1.297 Einwohner | fertig, Beschluss nicht belegt | Der Wärmeplan der Gemeinde (Stand Juni 2026) setzt auf den Umbau der Fernwärme der Versorgungsbetriebe Helgoland: Bisher speisen vier heizölbetriebene Anlagen mit 13,5 MW das Netz, künftig sollen Seewasser-Wärmepumpen und Windstrom die Wärme liefern, die Ölkessel bleiben als Reserve. Ein Beschluss der Gemeindevertretung ist nicht belegt. |
| Amt Geest und Marsch Südholstein (10 Gemeinden, u. a. Moorrege, Appen, Haseldorf) 24.358 Einwohner | in Bearbeitung | Die Gemeinden planen einzeln, die Klimaschutzstelle des Amts koordiniert; einen gemeinsamen Plan nach § 10 Abs. 2 EWKG gibt es nicht. Belegt beschlossen ist 1 von 10: Moorrege (Gemeindevertretung 23.06.2026, einstimmig). Haseldorf und Haselau haben Berichte vom Mai 2026 mit Beschlussvorlagen, Groß Nordende und Holm arbeiten daran; der Stand der übrigen Gemeinden ist offen. |
| Amt Pinnau (5 Gemeinden, u. a. Ellerbek, Tangstedt, Prisdorf) 13.873 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Amtsseite „Klima und Energie“ enthält keine Angaben zur Wärmeplanung. Ob die Gemeinden die Aufgabe dem Amt übertragen haben, ist nicht belegt. |
| Amt Elmshorn-Land (7 Gemeinden, u. a. Klein Offenseth-Sparrieshoop, Kölln-Reisiek) 13.428 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Auf der Website des Amts haben wir keine Seite und keine Bekanntmachung zur Wärmeplanung gefunden. |
| Amt Rantzau (10 Gemeinden, u. a. Ellerhoop, Bokholt-Hanredder) 9.257 Einwohner | fertig, Beschlüsse nicht belegt | Für alle zehn Gemeinden liegt ein gemeinsamer Wärmeplan vor (Schlussbericht REINSTEIN vom 15.10.2025, überarbeitet am 14.11.2025), vorgestellt am 14.10.2025. Laut Gemeinde Hemdingen haben die Gemeinden damit ihre Pflicht erfüllt. Ob die Aufgabe förmlich aufs Amt übertragen wurde und die Gemeindevertretungen beschlossen haben, ist nicht belegt. |
| Amt Hörnerkirchen (4 Gemeinden, u. a. Brande-Hörnerkirchen, Westerhorn) 4.049 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Website der Verwaltungsgemeinschaft Barmstedt-Hörnerkirchen war bei unserem Abruf nicht lesbar; ein Stand ist nicht belegt. |
Wärmenetze: Das größte Wärmenetz im Kreis hat Pinneberg: Die Stadtwerke versorgen über 52 km Verteil- und 17 km Anschlussnetz rund 500 Gebäude, 2023 zu 69 % mit Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage Tornesch-Ahrenlohe, zu 30 % mit Erdgas und zu 1 % mit Öl. In Wedel betreiben die Stadtwerke drei Fernwärmenetze mit 1.024 Haushalten und acht Quartiers- oder Insellösungen mit 721 Haushalten, bisher mit Erdgas-KWK; bis 2040 soll die Fernwärme von 4 auf rund 32 % des Heizwärmebedarfs wachsen. In Elmshorn versorgen fünf Wärme- und drei Gebäudenetze 314 Gebäude (2,6 %), betrieben unter anderem von den Stadtwerken Elmshorn. Kleinere Netze gibt es in Tornesch (Stadtwerke Südholstein, 15 km, 469 Abnehmer, Wärme zu 48 % aus Biogas-BHKW), Schenefeld (Wärmeversorgung Schenefeld GmbH, mit Abwärme der Harry-Brot GmbH), Halstenbek (Gemeindewerke, zwei Netze mit 32 Anschlüssen), Rellingen (zwei Biogas-Netze mit 28 Abnehmern) und Uetersen (Kirschbaumweg, 42 Objekte, HanseWerk Natur). Auf Helgoland hängen fast alle Haushalte an der Fernwärme der Versorgungsbetriebe. Im Amt Rantzau gibt es bisher kein Wärmenetz.
Für Ihren Öltank heißt das: Ob ein Anschluss statt einer neuen Heizung in Frage kommt, hängt von der Straße ab. Pinneberg weist Eignungsgebiete für neue Netze aus (Quellental, Pinneberg Nord, Thesdorf) und will das Bestandsnetz verdichten, unter anderem in der Innenstadt, an der Ulmenallee und am Hollandweg; als Anschlussjahre nennt der Plan 2030 bis 2040, einen Anschluss- und Benutzungszwang will die Stadt nicht. Elmshorn untersucht Eignungsgebiete wie Innenstadt Nord und Krückaustadion, Uetersen sucht seit März 2026 Betreiber für sieben Prüfgebiete, Rellingen prüft ein Netz mit Abwärme aus einem Rechenzentrum. Wer dort wohnt, fragt vor dem Tausch der Ölheizung bei Stadt oder Stadtwerken nach. In den Dörfern sehen die Pläne überwiegend Einzelheizungen vor: Im Amt Rantzau sollen 2040 nur rund 11 % zentral versorgt werden, in Moorrege ist ein Ausbau von Wärmeleitungen laut Planungsbüro nicht wirtschaftlich.
Was das Gesetz vorgibt
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Schleswig-Holstein sind dafür seit dem 29. März 2025 alle Gemeinden selbst zuständig, wobei ein Amt, dem seine Gemeinden die Aufgabe übertragen haben, für benachbarte Gemeinden einen gemeinsamen Plan aufstellen kann. Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung. In Schleswig-Holstein gilt zusätzlich Landesrecht: Wird in einem Gebäude, das vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurde, die Heizung ausgetauscht oder erstmals eine eingebaut, müssen mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien, Strom oder unvermeidbarer Abwärme kommen (§ 16 EWKG). Ausgenommen sind Gebäude, die vorher und nachher überwiegend mit Etagenheizungen beheizt werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz lässt solche Landesregeln ausdrücklich zu (§ 9 GModG).
Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Kreisverwaltung; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.
Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld
Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.
- Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
- Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
- Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).
Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Pinneberg zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.
Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Pinneberg
Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Öltank stilllegen im Kreis Pinneberg: Muss ich das bei der Kreisverwaltung melden?
Wer stellt im Kreis Pinneberg die Stilllegungsbescheinigung aus, und wann muss ein Sachverständiger kommen?
Wohin mit Restöl und Ölschlamm aus dem Tank im Kreis Pinneberg?
Kann ich den leeren Öltank im Kreis Pinneberg selbst zum Recyclinghof bringen?
Was kostet die Öltankentsorgung im Kreis Pinneberg?
Ölheizung raus im Kreis Pinneberg: Kann ich an ein Wärmenetz?
Öltank-Entsorgung: Orte rund um Pinneberg
Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.
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Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Pinneberg
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Pinneberg). Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich; der nach § 62 AwSV zertifizierte Partnerbetrieb meldet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am nächsten Werktag. Über jedes Angebot entscheiden Sie anschließend frei.