Landkreis Ammerland · Oldenburger Land · Niedersachsen
Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Ammerland
Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein zertifizierter Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) im Raum Ammerland verfügbar ist — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der zuständigen Behörde gleich dazu.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Ammerland
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Ammerland). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, nach § 62 AwSV zertifizierten Fachbetrieb in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.
Im Ammerland werden nach dem Zensus 2022 nur 2,9 % der Wohnungen mit Öl beheizt; im Landesschnitt sind es 14,1 %. Am höchsten liegt der Anteil in Apen mit 5,1 %, am niedrigsten in Bad Zwischenahn mit 1,6 %. Für alle sechs Gemeinden ist die untere Wasserbehörde des Landkreises in Westerstede zuständig (Ammerlandallee 12). Sie stellt ein Formular für die endgültige Stilllegung eines Heizöllagers bereit. In der Aufzählung der anzeigepflichtigen Fälle auf ihrer Heizöl-Seite fehlt die Stilllegung, und auch § 40 Abs. 1 AwSV nennt sie nicht.
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Ammerland?
Wie teuer Ausbau oder Stilllegung eines Öltanks im Ammerland wird, bestimmen der Tanktyp (Kunststoff, Stahl oder Erdtank), die Größe, der Weg aus dem Haus und das Restöl; dazu kommt, ob ein Sachverständiger prüfen muss. Für seine Gebühren verweist der Landkreis auf die Allgemeine Gebührenordnung des Landes; einen Betrag nennt die Heizöl-Seite nicht. Arbeit und Entsorgung rechnet ein Fachbetrieb nach der Besichtigung ab. Preise von Fachbetrieben mit Bezug zum Landkreis Ammerland liegen nicht vor. Ob Heizölreste aus einem Tank dazu zählen, steht dort nicht. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.
| Leistung | Einheit | Richtpreis (inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung | pauschal | ab 385 € | oeltank24.com |
| Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) | IS-Tankschutz |
| Stahltank 3.000 l — Entsorgung | pauschal | ab 1.015 € | oeltank24.com |
| Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) | IS-Tankschutz |
| Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 960–2.675 € | IS-Tankschutz |
| Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) | pauschal | ca. 1.295 € | oeltank24.com |
| Tankreinigung (separat beauftragt) | pauschal | ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) | IS-Tankschutz |
| Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) | je Stunde | ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) | IS-Tankschutz |
| Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) | pauschal | 200–500 €, separat berechnet | IS-Tankschutz |
Regional für Ihre Region: Für einen leeren Kunststoff- oder Stahltank aus dem Keller führen die Abfalllisten des Landkreises keinen eigenen Annahmeweg auf. Einen örtlichen Preis nennen die Listen nicht.
Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.
Erdtank im Raum Ammerland: Zum Erdtank gehört bei der Stilllegung die Prüfung durch einen Sachverständigen. Je nach Lage fallen Erdarbeiten, Reinigung und Verfüllung oder Ausbau an. Für das Ammerland liegt dazu keine Zahl vor. Als Anhaltspunkt: Ein Anbieter aus Köln nennt auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung (oeltank24.com); ob die bei Erdtanks vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht; IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Gut ist ein Angebot, das Ausbau oder Verfüllung, Restentsorgung und eine mögliche Prüfung getrennt ausweist.
Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten
Zuerst zählen Standort und Größe des Tanks. Liegt auch nur ein Teil im Erdreich, etwa eine erdverlegte Leitung, ist die Anlage nach der AwSV unterirdisch: Bei der Stilllegung wird sie geprüft, und ein Fachbetrieb ist vorgeschrieben (§ 45 Abs. 1 AwSV). Bei oberirdischen Tanks hängt die Prüfung von Größe und Standort ab; die Schwellen stehen oben bei der Behörde. Das Stilllegungsformular gibt es bei der unteren Wasserbehörde des Landkreises.
- Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
- Untere Wasserbehörde fragen Für alle sechs Gemeinden ist die untere Wasserbehörde des Landkreises Ammerland zuständig; keine große selbständige Stadt im Kreis führt eine eigene Wasserbehörde (§ 127 Abs. 2 NWG). Der Landkreis bietet ein Formular für die endgültige Stilllegung eines Heizöllagers an; darin ist die Stilllegungsbescheinigung der Fachfirma als Anlage vorgesehen. Seine Heizöl-Seite führt die Stilllegung allerdings nicht unter den anzuzeigenden Fällen auf, und auch § 40 Abs. 1 AwSV nennt sie nicht. Reichen Sie das Formular deshalb nach der Stilllegung ein und fragen Sie bei der Zentrale (04488 56-0) nach, ob der Landkreis vorab eine Meldung wünscht. Ob ein Fachbetrieb vorgeschrieben ist, entscheiden Größe und Lage des Tanks. Kommt es zur Prüfung, muss der Prüfbericht des Sachverständigen spätestens vier Wochen danach bei der unteren Wasserbehörde vorliegen (§ 47 Abs. 3 AwSV).
- Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
- Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
- Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Ob ein Grundstück in einem Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet liegt, zeigen das Geoportal des Landkreises und die untere Wasserbehörde. Verordnet sind Wasserschutzgebiete für Bad Zwischenahn, Nethen, Oldenburg-Alexanderfeld und Varel, für Westerstede ist eines in Planung; festgesetzte Überschwemmungsgebiete führt der Landkreis an Großer Norderbäke, Großer Süderbäke, Kleiner Norderbäke und Haaren auf.
- Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.
Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Ammerland
Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Landkreis Ammerland:
Landkreis Ammerland (alle sechs Gemeinden)
Landkreis Ammerland – Amt für Umwelt und Klimaschutz (untere Wasserbehörde)
Amt für Umwelt und Klimaschutz, Wasserwirtschaft, untere Wasserbehörde
Landkreis Ammerland, Ammerlandallee 12, 26655 Westerstede
Tel. Zentrale 04488 56-0
Die Heizöl-Seite des Landkreises trägt den Titel „Errichtung, wesentliche Änderung oder Maßnahmen mit Änderung der Gefährdungsstufe von Heizölverbraucheranlagen nach AwSV anzeigen“ und nennt als Rechtsgrundlage § 40 Absätze 1-3 AwSV. Die Stilllegung taucht unter den anzuzeigenden Fällen nicht auf. Die Anzeige geht mindestens sechs Wochen im Voraus an die Behörde, online, per Brief oder per E-Mail. Für die Stilllegung bietet der Landkreis auf derselben Seite ein eigenes Formular an.
Heizöl – Hinweisblatt „Was Sie als Betreiber eines Heizöltanks beachten müssen“ (Faltblatt, Stand 2017) →
Zur Behörde →
Entsorgung & Restöl
Für die Abfallwirtschaft ist der „Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Ammerland“ zuständig, ein Eigenbetrieb des Landkreises (Ammerlandallee 12, 26655 Westerstede, Telefon 04488 56-0, awb@ammerland.de). Haushalte geben Problemstoffe in haushaltsüblichen Mengen gebührenfrei an drei Stellen ab: bei den Problemstoff-Sammelstellen im örtlichen Fachhandel, bei der „Mobilen Problemstoffsammlung“ (dreimal jährlich in jeder Gemeinde) und auf der Zentraldeponie Mansie. Die Deponie liegt an der Westersteder Straße 43 in Westerstede (Telefon 04488 3912) und ist montags bis freitags von 7:30 bis 12:30 und von 13:00 bis 16:30 Uhr sowie samstags von 7:30 bis 12:00 Uhr geöffnet. Gewerbliche Anlieferungen sind bei der mobilen Sammlung und den Sammelstellen ausgeschlossen; gefährliche Abfälle aus Gewerbe nimmt die Deponie nur nach vorheriger Terminvereinbarung an.
Das Problemstoff-ABC nennt „Ölhaltige Abfälle (Filter, Dosen); keine Altölannahme (Annahme nur auf der Deponie Mansie)“. Flüssige gefährliche Abfälle nimmt die Deponie in Gebinden bis 30 Kilogramm an; bei größeren Gebinden ist vorher ein Anruf nötig. Für Heizöl, Tankreste oder leere Heizöltanks enthält keine der Listen des Abfallwirtschaftsbetriebs einen Eintrag. Wohin Restöl und ein ausgebauter Tank gehören, sagt der Fachbetrieb, der den Tank stilllegt, oder der Abfallwirtschaftsbetrieb unter 04488 56-0.
Wichtig: Ob ein Grundstück in einem Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet liegt, zeigen das Geoportal des Landkreises und die untere Wasserbehörde. Verordnet sind Wasserschutzgebiete für Bad Zwischenahn, Nethen, Oldenburg-Alexanderfeld und Varel, für Westerstede ist eines in Planung; festgesetzte Überschwemmungsgebiete führt der Landkreis an Großer Norderbäke, Großer Süderbäke, Kleiner Norderbäke und Haaren auf. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.
Öltank stilllegen im Raum Ammerland: Was die Behörde verlangt
Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Ammerland dazu schreiben:
Landkreis Ammerland (alle sechs Gemeinden): Landkreis Ammerland – Amt für Umwelt und Klimaschutz (untere Wasserbehörde)
Die Heizöl-Seite des Landkreises enthält den Abschnitt „Stilllegung von Heizöl-Lageranlagen“. Darin heißt es: „Heizöl-Lageranlagen dürfen nur von hierfür zugelassenen Fachbetrieben stillgelegt werden.“ und „Grundsätzlich ist vom Betreiber nach Beendigung der Stillegungsarbeiten eine Sachverständigenprüfung zu veranlassen. Diese Prüfung ist auch bei Heizöl-Lageranlagen mit unterirdischen Rohrleitungen notwendig.“ Ausgenommen sind laut Abschnitt „nur vollständig oberirdische Heizöl-Lageranlagen mit weniger als 10.000 Litern Inhalt außerhalb von Wasserschutzgebieten“. Ob die Stilllegung vorab angezeigt werden muss, sagt die Seite nicht, und § 40 Abs. 1 AwSV nennt sie ebenfalls nicht. Unter den Dokumenten liegt aber das Formular „Heizöl - Anzeige der Stilllegung - Heizöllager“. Es ist mit „ANZEIGE der endgültigen Stilllegung eines Heizöllagers“ überschrieben, an die untere Wasserbehörde des Landkreises gerichtet und in der Vergangenheitsform gehalten („Stilllegung wurde durchgeführt von“). Abgefragt werden Betreiber, Standort, Behälter (Hersteller, Gesamtvolumen, Seriennummer), Datum der Stilllegung und das ausführende Unternehmen. Als Anlage nennt das Formular die Stilllegungsbescheinigung der Fachfirma; außerdem soll man ankreuzen, was mit Behälter und Leitungen geschehen ist (entleert und gereinigt, Füllleitung verschlossen, ausgebaut oder mit festen Stoffen wie Sand verfüllt). Damit weicht die Kreisseite von der AwSV ab, und zwar an zwei Stellen. Zur Prüfung: § 46 AwSV mit den Anlagen 5 und 6 sieht bei der Stilllegung eine Sachverständigenprüfung vor, bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter. Gilt für das Grundstück ein Wasserschutz-, Heilquellenschutz- oder Überschwemmungsgebiet (festgesetzt oder vorläufig gesichert), liegt die Grenze bei über 1.000 Liter; ist Zone III geteilt, zählt nur Zone III A. Die Kreisseite nimmt in Wasserschutzgebieten dagegen keinen oberirdischen Tank von der Prüfung aus, auch keinen bis 1.000 Liter; Überschwemmungsgebiete erwähnt sie bei der Prüfpflicht nicht. Zum Fachbetrieb: § 45 Abs. 1 AwSV schreibt ihn für Tanks über 1.000 Liter und für jede unterirdische Anlage vor. Als unterirdisch gelten auch Anlagen, die nur teilweise im Erdreich liegen, zum Beispiel wegen einer erdverlegten Leitung (§ 2 Abs. 15 AwSV). Die Kreisseite nennt die 1.000-Liter-Schwelle für den Fachbetrieb nicht.
- Formular: Heizöl – Anzeige der Stilllegung – Heizöllager (PDF)
- Formular: Heizöl – Anzeige der Neuaufstellung oder wesentlichen Änderung (PDF)
- Quelle: Landkreis Ammerland, Heizölverbraucheranlagen nach AwSV anzeigen (Amt für Umwelt und Klimaschutz)
Kontakt: Tel. Zentrale 04488 56-0 · Die Kreisverwaltung ist montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. · Zur Behörde
Stand der Behördenangaben: 30.10.2026
Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.
Ölheizungen im Raum Ammerland
Im Landkreis Ammerland werden nach dem Zensus 2022 2,9 % der Wohnungen mit Öl beheizt, rund 1.800 von 62.400. Niedersachsen liegt insgesamt bei 14,1 %; das Ammerland bleibt weit darunter. Die Gemeinden reichen von 1,6 % in Bad Zwischenahn bis 5,1 % in Apen. Über dem Kreisschnitt liegen außerdem Wiefelstede (3,4 %) sowie Westerstede und Rastede (je 3,2 %). In absoluten Zahlen haben Westerstede (rund 370) und Rastede (rund 360) die meisten Ölheizungen, danach folgen Apen und Edewecht (je rund 290).
Gas ist im Ammerland der verbreitete Energieträger: In 90,8 % der Wohnungen heizt man überwiegend damit (Landesschnitt 71,9 %). Fernwärme erreicht 1,8 % (Landesschnitt 7,7 %). Den niedrigsten Gasanteil haben Westerstede mit 88,5 % und Wiefelstede mit 89,1 %, den höchsten Bad Zwischenahn mit 93,7 %. Mehr als 3 % Fernwärme gibt es nur in Westerstede (3,5 %); in den übrigen fünf Gemeinden sind es höchstens 1,7 %. Nach Angabe des Landkreises auf seiner Heizöl-Seite sind im Kreis rund 3.000 Heizöl-Lageranlagen in Betrieb, die meisten zwischen 1959 und 1979 errichtet. Die Gründe für die Verteilung nennt der Zensus nicht.
Gemeinden & Umland
Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Ammerland entgegen — u. a. aus Gemeinde Apen, Gemeinde Wiefelstede, Stadt Westerstede, Gemeinde Rastede, Gemeinde Edewecht, Gemeinde Bad Zwischenahn und weiteren Orten. Die sechs Gemeinden (Westerstede mit Stadtrecht) gehören zu keiner Samtgemeinde und haben jeweils eine eigene Zeile im Zensus. Der höchste Ölanteil steht oben. Alle sechs betreut dieselbe untere Wasserbehörde.
Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.
Kommunale Wärmeplanung im Raum Ammerland
Die Wärmeplanung liegt im Ammerland bei den sechs Gemeinden selbst; eine Samtgemeinde-Ebene gibt es hier nicht (§ 20 NKlimaG, seit 01.01.2026). Bad Zwischenahn, Rastede und Westerstede sind Mittelzentren. Für sie endet die Frist früher, nämlich am 31.12.2026 (§ 22 NKlimaG). Für Edewecht, Wiefelstede und Apen nennt das Umweltministerium den 30.06.2028. Beschlossen sind die Pläne von Rastede (Rat, 16.12.2025), Wiefelstede (Rat, 16.03.2026) und Bad Zwischenahn (Rat, 23.06.2026). Westerstede und Edewecht arbeiten an ihren Plänen, und zu Apen ist der Stand unbekannt. Der Landkreis berät lediglich zu Fördermitteln (§ 18 Abs. 2 NKlimaG).
| Gemeinde | Stand der Planung | Details |
|---|---|---|
| Gemeinde Bad Zwischenahn 29.613 Einwohner | beschlossen | Nach Angabe der Gemeinde hat der Rat den Kommunalen Wärmeplan in öffentlicher Sitzung am 23. Juni 2026 entschieden. Das Ratsinformationssystem führt die Ratssitzung vom 23.06.2026 mit TOP Ö 5.12 „Erster kommunaler Wärmeplan für Bad Zwischenahn - Beschluss“ (ungeändert beschlossen, Ja: 29, Nein: 2, Enthaltung: 0). Der Abschlussbericht von EWE NETZ und greenventory trägt den Stand 29.04.2026. Ein Wärmenetz weist der Plan nach Angabe der Gemeinde nicht aus; für den größten Teil des Gemeindegebiets kommen dezentrale Lösungen in Betracht. Überprüft wird er „in spätestens 5 Jahren“. |
| Stadt Westerstede 23.956 Einwohner | in Bearbeitung | Auf ihrer Seite „Kommunale Wärmeplanung“ schreibt die Stadt, sie starte die Wärmeplanung; den Auftrag habe nach einer Ausschreibung EWE NETZ erhalten. Der Prozess dauere rund ein Jahr, und die Stadt sei verpflichtet, „bis spätestens Ende 2026“ einen Plan vorzulegen. Einen Entwurf, Abschlussbericht oder Ratsbeschluss nennt die Seite nicht. Ein Datum trägt sie nicht. |
| Gemeinde Rastede 22.936 Einwohner | beschlossen | Die Gemeinde hat den Abschlussbericht (EWE NETZ) veröffentlicht und die Ergebnisse am 04.11.2025 im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz vorgestellt; der Ausschuss empfahl dem Rat den Beschluss (11 Ja-Stimmen, TOP 5). Das Ratsinformationssystem führt die Ratssitzung vom 16.12.2025 mit TOP Ö 15 „Kommunale Wärmeplanung 2025“ (Vorlage 2025/171, ungeändert beschlossen, Ja: 34, Nein: 0, Enthaltung: 0). Die Vorlage nennt als Frist den 31.12.2026. Als Eignungsgebiete für Wärmenetze führt die Gemeinde die Bereiche KGS/Feldbreite und Mühlenstraße auf; dort bestehen Biogas-BHKW in Wahnbek und Rastede. |
| Gemeinde Edewecht 22.389 Einwohner | in Bearbeitung | Im Ratsinformationssystem liegt die Berichtsvorlage „Kommunale Wärmeplanung - 2. Sachstandsbericht“ (2026/FB III/4607) für den Ausschuss für Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz am 05.05.2026. Demnach arbeitet die Verwaltung seit dem Aufstellungsbeschluss vom 19.11.2024 mit der Jade Hochschule und EGS-plan am Plan. Als Pflicht nennt die Vorlage den 30.06.2028, als Ziel der Verwaltung die Fertigstellung bis Ende 2026. |
| Gemeinde Wiefelstede 16.538 Einwohner | beschlossen | Auf ihrer Seite „Kommunale Wärmeplanung“ schreibt die Gemeinde, der Gemeinderat habe den Wärmeplan am 16. März 2026 beschlossen; die Ergebnisse wurden am 19.02.2026 öffentlich vorgestellt. Das Ratsinformationssystem führt die Ratssitzung vom 16.03.2026 mit TOP Ö 16 „Kommunaler Wärmeplan für die Gemeinde Wiefelstede“. Der Plan (mit EWE NETZ erstellt) setzt vor allem auf dezentrale Lösungen; ein zentrales Wärmenetz ließ sich nach Angabe der Gemeinde an keiner Stelle sinnvoll darstellen. Fortschreibung „in fünf Jahren“. |
| Gemeinde Apen 12.200 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Zur Wärmeplanung findet sich im Ratsinformationssystem nur die Mitteilung MV/524/2024 (Ausschuss für Klima und Umwelt, 22.10.2024). Sie nennt den 30.06.2028 als Frist; die Verwaltung kommt darin zu dem Schluss, die Planung „im Rahmen der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes anzuschieben“. Zu Beginn, Entwurf oder Beschluss steht dort nichts; das Klimaschutzkonzept selbst ist laut Vorlage VO/584/2026 noch ein Entwurf. |
Wärmenetze: Eignungsgebiete für Wärmenetze führt nur Rastede auf (KGS/Feldbreite und Mühlenstraße, dort bestehen Biogas-BHKW in Wahnbek und Rastede); einen Betreiber nennt die Seite nicht. Bad Zwischenahn und Wiefelstede weisen nach ihren Seiten kein Wärmenetz aus. Westerstede kommt im Zensus auf 3,5 % Fernwärme; die Seiten der Stadt nennen keinen Betreiber. Zu Edewecht und Apen liegen keine Angaben zu Wärmenetzen vor.
Für Ihren Öltank heißt das: Für die Wärmeplanung ist der Landkreis nicht zuständig; Auskunft zu den Plänen geben die Städte und Gemeinden. Die Fristen binden die Gemeinden, nicht die Eigentümer. Ob für ein Haus zusätzlich eine kommunale Satzung gilt, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde.
Was das Gesetz vorgibt
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Niedersachsen sind dafür seit dem 1. Januar 2026 die Samtgemeinden und die Gemeinden ohne Samtgemeinde zuständig, nicht die einzelnen Mitgliedsgemeinden. Für Samtgemeinden und Gemeinden mit einem Mittel- oder Oberzentrum gilt nach Landesrecht eine kürzere Frist, der 31. Dezember 2026; bei mehr als 100.000 Einwohnern bleibt es beim 30. Juni 2026 (§ 22 NKlimaG). Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung.
Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Samtgemeinden; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.
Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld
Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.
- Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
- Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
- Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).
Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Ammerland zuständigen Stellen samt Merkblättern finden Sie oben im Behörden-Block.
Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Ammerland
Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Öltank abmelden im Landkreis Ammerland – muss ich die Stilllegung beim Landkreis melden?
Braucht mein Erdtank im Landkreis Ammerland eine Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen?
Brauche ich für einen Kellertank im Landkreis Ammerland einen Fachbetrieb?
Wo kann ich im Landkreis Ammerland Restöl und einen alten Öltank entsorgen?
Was kostet es, einen Öltank im Landkreis Ammerland stilllegen oder entsorgen zu lassen?
Muss ich meine Ölheizung wegen des Wärmeplans im Landkreis Ammerland austauschen?
Öltank-Entsorgung: Orte rund um Ammerland
Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.
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