Landkreis Friesland · Nordseeküste · Niedersachsen
Öltank entsorgen & stilllegen im Raum Friesland
Heizungstausch geplant, Kellertank frei geworden oder ein alter Erdtank im Garten? Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein zertifizierter Tankschutz-Fachbetrieb (§ 62 AwSV) im Raum Friesland verfügbar ist — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der zuständigen Behörde gleich dazu.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Friesland
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Öltank im Raum Friesland). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, nach § 62 AwSV zertifizierten Fachbetrieb in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.
Im Landkreis Friesland heizen laut Zensus 2022 nur 3,4 % der Wohnungen mit Öl; der Landesschnitt liegt bei 14,1 %. Am höchsten ist der Ölanteil in Zetel (6,0 %), am niedrigsten auf Wangerooge (1,6 %) und in der Stadt Jever (1,8 %). Für alle acht Städte und Gemeinden ist dieselbe Stelle zuständig: die untere Wasserbehörde des Landkreises in Jever (Lindenallee 1). Die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven hat eine eigene Seite. Zur Stilllegung sagen die Anzeige-Texte des Landkreises nicht alle dasselbe: Die allgemeine Anzeige-Seite und die Seite „Formulare nach Wasserrecht“ führen das Stilllegen als anzeigepflichtig auf, die Heizöl-Seite und § 40 Abs. 1 AwSV nicht.
Was kostet die Öltank-Entsorgung im Raum Friesland?
Der Preis für Ausbau oder Stilllegung hängt in Friesland vom Tank selbst ab (Kunststoff, Stahl, Erdtank), von seiner Größe und vom Restöl, dazu von der Zugänglichkeit im Haus und davon, ob ein Sachverständiger prüfen muss. Für die Meldung beim Landkreis steht auf den Anzeige-Seiten nur „Es fallen ggf. Gebühren an“. Arbeit und Entsorgung rechnet der Fachbetrieb nach einer Besichtigung ab. Eine örtliche Preisquelle liegt für den Landkreis Friesland nicht vor. Das Abfall-ABC nennt nur, dass Reste aus der Tankreinigung, die die Reinigungsfirma nicht übernimmt, „kostenpflichtig“ ins Sonderabfallzwischenlager Wiefels gehen und die Gebühren dort direkt zu zahlen sind; einen Betrag führt der Landkreis dafür nicht auf. Die Tabelle zeigt deshalb Richtpreise einzelner Fachbetriebe, jeweils mit Quelle.
| Leistung | Einheit | Richtpreis (inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kunststofftank, 1 Behälter 500 l — Entsorgung | pauschal | ab 385 € | oeltank24.com |
| Kunststoff-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 690–2.910 € (1 Behälter: ca. 690–980 €) | IS-Tankschutz |
| Stahltank 3.000 l — Entsorgung | pauschal | ab 1.015 € | oeltank24.com |
| Stahl-Kellertank, einzelner Tank bis 20.000 l — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 1.290–3.790 € (bis 3.000 l: ca. 1.290–1.355 €) | IS-Tankschutz |
| Stahl-Batterietank, 1 bis 5 Behälter — Reinigung und Demontage | pauschal | ca. 960–2.675 € | IS-Tankschutz |
| Erdtank 3.000 l — Stilllegung inkl. Verfüllung (ob die Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht) | pauschal | ca. 1.295 € | oeltank24.com |
| Tankreinigung (separat beauftragt) | pauschal | ca. 515–1.370 € (Kellertank bis 3.000 l: ca. 515–540 €) | IS-Tankschutz |
| Heizöl abpumpen und zum Abnehmer umfahren (Tankwagen) | je Stunde | ca. 260 € pro Stunde (Umfuhr meist ½ bis 1 Stunde) | IS-Tankschutz |
| Sachverständigenprüfung bei prüfpflichtigen Anlagen (z. B. Erdtank) | pauschal | 200–500 €, separat berechnet | IS-Tankschutz |
Regional für Ihre Region: Ein gereinigter und stillgelegter Metalltank gilt nach dem Abfall-ABC als Altmetall und wird auf den Entsorgungsanlagen kostenfrei angenommen; die Angabe bezieht sich auf Privathaushalte. Ein Kunststofftank zählt als Bauabfall. Reinigen, Zerlegen und Abtransport übernimmt der Fachbetrieb, einen Preis dafür belegt keine Kreisquelle.
Richtpreise einzelner Anbieter inkl. MwSt., jeweils mit Quelle, abgerufen am 16.10.2026, Erdtank am 28.10.2026 — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Beide Anbieter arbeiten in Nordrhein-Westfalen; der Fachbetrieb Ihrer Anfrage nennt seinen eigenen Preis. Den tatsächlichen Preis bestimmen Tanktyp, Volumen, Zugänglichkeit und Restölmenge. Nicht enthalten sind je nach Anbieter z. B. Schlammentsorgung, Abfallnachweis und die Sachverständigenprüfung.
Erdtank im Raum Friesland: Beim Erdtank kommt bei der Stilllegung die Prüfung durch einen Sachverständigen hinzu, je nach Lage außerdem Erdarbeiten, Reinigung und Verfüllung oder Ausbau. Für diese Arbeiten fehlt in Friesland ein Preisbeleg. Als Anhaltspunkt: Ein Anbieter aus Köln nennt auf seinen Erdtank-Seiten für die Stilllegung eines 3.000-Liter-Erdtanks 1.295 € inklusive Verfüllung (oeltank24.com); ob die bei Erdtanks vorgeschriebene Sachverständigenprüfung enthalten ist, sagt der Anbieter nicht; IS-Tankschutz berechnet sie separat mit 200 bis 500 €. Lassen Sie sich im Angebot Ausbau oder Verfüllung, die Entsorgung der Rückstände und eine mögliche Prüfung als getrennte Posten ausweisen.
Ablauf der Stilllegung oder Entsorgung in 6 Schritten
Zuerst kommt es auf Lage und Größe des Tanks an. Ragt er auch nur teilweise ins Erdreich, gilt er als unterirdische Anlage: Solche Anlagen werden bei der Stilllegung stets geprüft; einen Fachbetrieb brauchen sie ebenfalls (§ 45 Abs. 1 AwSV). Ein oberirdischer Tank wird erst über 10.000 Liter geprüft, in Wasser-, Heilquellenschutz- und Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter; einen Fachbetrieb verlangt das Gesetz oberirdisch über 1.000 Liter. Erste Anlaufstelle ist die untere Wasserbehörde des Landkreises, auf deren allgemeiner Anzeige-Seite das Stilllegen als anzeigepflichtig steht.
- Bestandsaufnahme & Angebot Der Fachbetrieb erfasst Tanktyp (Stahl, Kunststoff, GFK), Volumen, Standort (Keller oder Erdtank), Zugänglichkeit und geschätzte Restölmenge — daraus entsteht ein belastbares Angebot. Gute Betriebe weisen Restöl-Verrechnung und Sachverständigenkosten separat aus.
- Untere Wasserbehörde fragen Zuständig ist die untere Wasserbehörde des Landkreises Friesland, und zwar für alle acht Städte und Gemeinden. Eine eigene untere Wasserbehörde führen nach § 14 NKomVG und § 127 Abs. 2 NWG nur große selbständige Städte; keine der acht gehört dazu. Wilhelmshaven ist kreisfrei, liegt nicht im Landkreis und hat eine eigene Seite. Der Landkreis äußert sich uneinheitlich: Die allgemeine Anzeige-Seite und die Seite „Formulare nach Wasserrecht“ nennen die Stilllegung als anzeigepflichtig, die Heizöl-Seite und § 40 Abs. 1 AwSV nennen sie nicht; das Abfall-ABC bittet, Behälter über 1.000 Liter abzumelden. Melden Sie die Stilllegung deshalb vorab bei der unteren Wasserbehörde, schriftlich an umwelt@friesland.de oder über die Zentrale 04461 919-0, und fragen Sie gleich, ob eine Sachverständigenprüfung ansteht. Tanks über 1.000 Liter und unterirdische Anlagen darf nur ein Fachbetrieb stilllegen (§ 45 Abs. 1 AwSV); unterirdisch im Sinne der Verordnung ist auch ein Tank, der nur zum Teil im Erdreich steht (§ 2 Abs. 15 AwSV). Kommt es zu einer Prüfung, hat der Sachverständige den Bericht spätestens vier Wochen danach bei der Behörde einzureichen (§ 47 Abs. 3 AwSV).
- Restöl abpumpen Verwertbares Heizöl in Norm-Qualität (DIN 51603-1) wird abgepumpt und weitergegeben, verkauft oder mit den Kosten verrechnet. Verunreinigtes Restöl ist Altöl und wird fachgerecht entsorgt (ein Anbieter berechnet das Umfahren mit dem Tankwagen nach Zeit, ca. 260 € pro Stunde; bei Reinigung, Demontage oder Stilllegung ist das Abpumpen dort bis 6.000 Liter im Festpreis enthalten).
- Tankreinigung & Entgasung Der Tank wird von innen gereinigt und entgast — bei Erdtanks und Tanks über 1.000 Liter eine Tätigkeit, die nach § 45 AwSV Fachbetrieben vorbehalten ist. Ölschlämme und Reinigungsrückstände sind gefährlicher Abfall (AVV 16 07 08*) und gehen dokumentiert an zugelassene Entsorger.
- Demontage oder Verfüllung Kellertanks werden zerlegt und abtransportiert; der gereinigte Stahlkörper geht als Metallschrott (AVV 17 04 05) in die Verwertung. Erdtanks werden ausgegraben oder bleiben im Boden und werden, wo die Standsicherheit es verlangt, mit festem Füllstoff verfüllt. Vorher prüft ein Sachverständiger die Stilllegung; bei Erdtanks ist das immer vorgeschrieben (AwSV Anlage 5 und 6). Die Sachverständigenprüfung bei der Stilllegung (§ 46 AwSV mit Anlage 5 und 6) gilt für unterirdische Anlagen immer, für oberirdische Tanks über 10.000 Liter und im Schutz- oder Überschwemmungsgebiet schon über 1.000 Liter. Der Landkreis führt fünf Wasserschutzgebiete auf: Feldhausen, Sandelermöns, Varel, Klein Horsten (Wasserwerk im Landkreis Wittmund) und Wangerooge; ob Ihr Grundstück in einem Schutz- oder Überschwemmungsgebiet liegt, sagen die Umweltkarten Niedersachsen oder die untere Wasserbehörde.
- Nachweise & Abschluss Sie erhalten die Bescheinigung des Fachbetriebs über Stilllegung bzw. Entsorgung samt Entsorgungsnachweis; bei prüfpflichtigen Anlagen geht der Prüfbericht des Sachverständigen an die Behörde (§ 47 Abs. 3 AwSV). Diese Unterlagen sind Ihr Beleg gegenüber der Wasserbehörde und beim späteren Hausverkauf. Ein Standard-Kellertank ist meist in einem Arbeitstag erledigt; Erdtank-Komplettausbau kann mehrere Tage dauern.
Behörde, Anzeige & Entsorgung im Raum Friesland
Die Stilllegung eines Erdtanks oder eines Tanks über 1.000 Liter ist Sache zertifizierter Fachbetriebe (§ 45 AwSV) — und ob sie der Unteren Wasserbehörde angezeigt wird, ist je Land und Kreis verschieden. Zuständig sind für Landkreis Friesland:
Landkreis Friesland (alle acht Städte und Gemeinden)
Landkreis Friesland – Untere Wasserbehörde
Fachbereich 67 Umwelt, untere Wasserbehörde
Landkreis Friesland, Fachbereich 67 – Umwelt – untere Wasserbehörde, Lindenallee 1, 26441 Jever
Tel. Zentrale 04461 919-0 · umwelt@friesland.de
Der Landkreis äußert sich in vier Texten zur Stilllegung, und sie lesen sich unterschiedlich. Die allgemeine Anzeige-Seite und die Seite „Formulare nach Wasserrecht“ nennen das Stilllegen als anzeigepflichtig; die Heizöl-Seite und § 40 Abs. 1 AwSV tun es nicht. Das Abfall-ABC bittet, Behälter über 1.000 Liter bei der unteren Wasserbehörde abzumelden. Laut Heizöl-Seite geht die Anzeige mindestens sechs Wochen im Voraus an die Behörde.
Entsorgung & Restöl
Nach ihrer Abfall-Seite ist der Landkreis selbst Entsorgungsträger: „Der Landkreis Friesland hat als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger die Aufgabe, Abfälle aus privaten Haushalten und gewerbliche Abfälle zur Beseitigung zu sammeln“. Die Aufgaben erledigt für ihn der Zweckverband Abfallwirtschaftszentrum Friesland/Wittmund; „Verbandsmitglieder sind die Landkreise Friesland und Wittmund“. Angenommen wird im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels (Fuhlrieger Allee 3, 26434 Wangerland), im Wertstoffhof Varel (Neuwangerooger Straße) und auf Wangerooge in der Abfallumschlagstation (Am Wattenmeer). In Wiefels und Varel ist die Anlieferung laut Kontaktseite des Landkreises nur mit Online-Anmeldung und Termin möglich („bis auf Weiteres“). Die Problemstoffsammlung findet in Wiefels jeden Samstag statt, in Varel jeden 1. Samstag im Monat und auf Wangerooge alle drei Monate; auf Wangerooge wird nur angenommen, was im Handwagen kommt. Die Abfallberatung erreichen Sie unter 04461 919-8686.
Heizöl fällt nach dem Abfall-ABC „meist in größeren Mengen als 5 Litern“ an; dafür sind Fachbetriebe anzusprechen, die auch den Tank reinigen. Reste aus Reinigung oder Stilllegung (Heizöl, -schlamm) führt das Abfall-ABC als „Zwangsabfall“ für Fachverwerter. Die Reinigungsfirma kann sie entsorgen; sonst nimmt das Sonderabfallzwischenlager von Nehlsen in Wiefels (Fuhlrieger Allee 2) sie „kostenpflichtig“ an, für Privat- und Gewerbekunden. Ein gereinigter, stillgelegter Kunststofftank gilt als Bauabfall („Die Stillegung erfolgt durch eine Fachfirma“), ein Metalltank als Altmetall. Altmetall wird nach dem Abfall-ABC „kostenfrei auch auf den Entsorgungsanlagen angenommen“, und Reinigungsfirmen „bieten häufig auch einen Entsorgungsservice mit an“. Altöl aus Motoren und Getrieben geht „über Händler“.
Wichtig: Die Sachverständigenprüfung bei der Stilllegung (§ 46 AwSV mit Anlage 5 und 6) gilt für unterirdische Anlagen immer, für oberirdische Tanks über 10.000 Liter und im Schutz- oder Überschwemmungsgebiet schon über 1.000 Liter. Der Landkreis führt fünf Wasserschutzgebiete auf: Feldhausen, Sandelermöns, Varel, Klein Horsten (Wasserwerk im Landkreis Wittmund) und Wangerooge; ob Ihr Grundstück in einem Schutz- oder Überschwemmungsgebiet liegt, sagen die Umweltkarten Niedersachsen oder die untere Wasserbehörde. Ein Tank mit Ölresten ist gefährlicher Abfall — er gehört niemals in Bauschutt oder zum Schrotthändler, bevor ein Fachbetrieb ihn gereinigt und freigegeben hat.
Öltank stilllegen im Raum Friesland: Was die Behörde verlangt
Das Bundesrecht verlangt keine Anzeige der Stilllegung (§ 40 AwSV). Was die zuständigen Stellen im Raum Friesland dazu schreiben:
Landkreis Friesland (alle acht Städte und Gemeinden): Landkreis Friesland – Untere Wasserbehörde
Zur Stilllegung eines Heizöltanks gibt es beim Landkreis vier Texte, die sich nicht decken. Die allgemeine Seite „Anzeige von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (§ 62 WHG, § 40 AwSV) schreibt: „Wer Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen im Sinne des § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) einbauen, aufstellen, betreiben, stilllegen oder wieder in Betrieb nehmen will, hat sein Vorhaben rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme anzuzeigen.“ Als Frist nennt sie „6 Wochen vor Maßnahmebeginn“. Die Seite „Formulare nach Wasserrecht“ verlangt die Anzeige von allen, die Anlagen „einbauen, aufstellen, betreiben, stilllegen, wieder in Betrieb nehmen oder wesentlich ändern“ wollen, mit dem Antragsvordruck des Landkreises, und verweist dafür auf § 40 AwSV. Der Vordruck selbst („Anzeige über eine Anlage zum Lagern, Abfüllen oder Umschlagen wassergefährdender Stoffe / Antrag auf Eignungsfeststellung“) kennt bei bestehenden Anlagen nur die vorübergehende Stilllegung („Anlage vorübergehend Stillgelegt am“); ein Feld für die endgültige Stilllegung fehlt. Die eigene Heizöl-Seite „Heizölverbraucheranlage“ erwähnt die Stilllegung nicht. Anzuzeigen sind dort Errichtung, wesentliche Änderung und Änderung der Gefährdungsstufe einer Heizölverbraucheranlage; die Anzeige gehe „mindestens sechs Wochen im Voraus“ an die zuständige Behörde (Rechtsgrundlage § 40 Absätze 1-3 AwSV). Auch § 40 Abs. 1 AwSV führt die Stilllegung nicht auf. Das Abfall-ABC des Landkreises geht weiter: Bei Reinigung oder Stilllegung von Tanks „muss“ die Reinigung durch eine Fachfirma erfolgen, die „die Stilllegungsbescheinigung“ ausstellt; „Behälter größer 1.000 Liter sind im Regelfall registriert. Bitte bei der unteren Wasserbehörde abmelden.“ Bei der Anzeige der Stilllegung und der Abmeldung großer Tanks verlangt der Landkreis also mehr als § 40 Abs. 1 AwSV. Die Heizöl-Seite sagt dagegen nichts dazu, was die AwSV bei der Stilllegung verlangt, und führt unter den Unterlagen nur „Gegebenenfalls Sachverständigengutachten“ auf. Ein Merkblatt eigens für die endgültige Stilllegung führen die Seiten nicht; fragen Sie bei der unteren Wasserbehörde nach, ob ein Vordruck bereitliegt. Bei der Stilllegung muss nach § 46 AwSV (Anlagen 5 und 6) ein Sachverständiger prüfen. Das gilt bei unterirdischen Anlagen ohne Mengengrenze, bei oberirdischen Heizöltanks über 10.000 Liter und im Schutz- oder Überschwemmungsgebiet schon über 1.000 Liter, also in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten sowie in festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten; ist die Zone III geteilt, zählt nur Zone III A. Fachbetriebe schreibt § 45 Abs. 1 AwSV für Tanks über 1.000 Liter vor, ebenso für unterirdische Anlagen, zu denen auch ein nur teilweise im Boden liegender Tank oder eine Anlage mit erdverlegter Leitung gehört (§ 2 Abs. 15 AwSV).
- Formular: Anzeige über eine Anlage zum Lagern, Abfüllen oder Umschlagen wassergefährdender Stoffe (§ 40 AwSV), Vordruck des Landkreises
- Quelle: Landkreis Friesland – Anzeige von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Kontakt: Tel. Zentrale 04461 919-0 · umwelt@friesland.de · Die Verwaltung ist montags bis freitags von 8:00 bis 12:30 Uhr erreichbar, montags, dienstags und donnerstags zusätzlich von 14:00 bis 16:00 Uhr. · Zur Behörde
Stand der Behördenangaben: 30.10.2026
Unabhängig davon gilt überall: Erdtanks und oberirdische Heizöltanks über 1.000 Liter legt ein zertifizierter Fachbetrieb still (§ 45 AwSV); unterirdisch ist eine Anlage schon, wenn ein Anlagenteil wie eine Leitung im Erdreich liegt (§ 2 Abs. 15 AwSV). Prüfpflichtig ist die Stilllegung bei unterirdischen Anlagen immer, bei oberirdischen Tanks über 10.000 Liter und in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten schon über 1.000 Liter. Als Schutzgebiet zählen dabei Wasser- und Heilquellenschutzgebiete (auch vorläufig angeordnete), bei einer geteilten Zone III nur deren innerer Teil (meist Zone III A), als Überschwemmungsgebiet nur ein festgesetztes oder vorläufig gesichertes (§ 2 Abs. 32 und § 46 Abs. 3 AwSV mit Anlage 5 und 6). Ist die Anlage prüfpflichtig, prüft ein Sachverständiger im Sinne von § 2 Abs. 33 AwSV die Stilllegung und legt den Prüfbericht binnen vier Wochen der Behörde vor (§ 47 Abs. 3 AwSV). Welche Tanks das betrifft, was hinter der Stilllegungsbescheinigung steckt und wie der Ablauf aussieht: Öltank stilllegen: Vorschriften und Ablauf.
Ölheizungen im Raum Friesland
Nach dem Zensus 2022 wird im Landkreis Friesland in 3,4 % der Wohnungen mit Öl geheizt, das sind rund 1.900 von 55.200. In Niedersachsen insgesamt liegt der Anteil bei 14,1 %; Friesland bleibt damit weit darunter. Zwischen den Gemeinden gibt es Unterschiede: von 1,6 % auf Wangerooge und 1,8 % in der Stadt Jever bis 6,0 % in Zetel. Über dem Kreisschnitt liegen außerdem Wangerland (5,6 %) und Schortens (3,6 %). Die meisten Ölheizungen zählt in absoluten Zahlen Wangerland (rund 390), danach folgen Schortens (rund 370) und Zetel (rund 360).
In Friesland wird überwiegend mit Gas geheizt: Bei 89,6 % der Wohnungen ist Gas der vorherrschende Energieträger (Landesschnitt 71,9 %). Fernwärme liegt bei 1,9 % (Landesschnitt 7,7 %). Den niedrigsten Gasanteil haben Wangerland mit 78,1 % und Wangerooge mit 83,0 %, den höchsten Jever und Sande mit je 92,9 % sowie Varel mit 92,6 %. Mehr als 2,0 % Fernwärme erreicht nur Schortens (3,0 %). Warum die Werte so verteilt sind, sagt der Zensus nicht.
Gemeinden & Umland
Anfragen nehmen wir aus dem gesamten Raum Friesland entgegen — u. a. aus Gemeinde Zetel, Gemeinde Wangerland, Stadt Schortens, Gemeinde Bockhorn, Gemeinde Sande, Stadt Varel, Stadt Jever, Nordseebad Wangerooge und weiteren Orten. Die acht Städte und Gemeinden sind verbandsfrei, eine Samtgemeinde gibt es im Kreis nicht; im Zensus hat jede ihre eigene Zeile. Die Liste ist nach Ölanteil geordnet, der höchste Wert steht oben. Für alle acht arbeitet dieselbe untere Wasserbehörde. Auf Wangerooge kommen 1.640 Wohnungen auf 1.048 Einwohner.
Faustregel: Bis zur formal ordnungsgemäßen Stilllegung bleibt der Betreiber verantwortlich: Er muss Dichtheit und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren; für prüfpflichtige Anlagen gelten wiederkehrende Sachverständigenprüfungen. Ein „einfach leer stehen lassen“ beendet diese Pflichten nicht.
Kommunale Wärmeplanung im Raum Friesland
In Friesland liegt die Wärmeplanung bei den acht Städten und Gemeinden selbst; Samtgemeinden gibt es hier nicht (§ 20 NKlimaG, seit 01.01.2026). Die Mittelzentren Varel und Jever müssen ihren Plan nach § 22 NKlimaG bis 31.12.2026 vorlegen, die übrigen sechs haben nach Angabe des Umweltministeriums bis 30.06.2028 Zeit. Beschlossen sind nach den Ratsinformationssystemen die Pläne von Jever (Rat, 26.02.2026) und Varel (Rat, 17.09.2026); Schortens arbeitet an seinem Plan. Zu Zetel, Wangerland, Bockhorn, Sande und Wangerooge ist der Stand unbekannt.
| Gemeinde | Stand der Planung | Details |
|---|---|---|
| Stadt Varel 24.635 Einwohner | beschlossen | Der Rat der Stadt Varel hat den Abschlussbericht zur Kommunalen Wärmeplanung in seiner Sitzung am 17.09.2026 unter TOP Ö 9.2.3.4 einstimmig beschlossen (Ratsinformationssystem der Stadt); auch die Pressemeldung der Stadt vom 18.09.2026 nennt den Beschluss. Der Bericht (EWE NETZ) weist drei Eignungsgebiete für Wärmenetze aus, „Zentrum Stadt Varel“, „Karl-Nieraad-Straße“ und „Dangast, Dauenser Straße“, dazu ein Prüfgebiet „Allensteiner Straße“. Nach der Meldung der Stadt könnten die Netze zusammen höchstens vier Prozent des Wärmebedarfs decken. Für Dangast wird ein Nahwärmenetz vertieft geprüft. Varel ist Mittelzentrum, die Frist nach § 22 NKlimaG endet am 31.12.2026. |
| Stadt Jever 14.671 Einwohner | beschlossen | Der Rat der Stadt Jever hat die Kommunale Wärmeplanung (Endfassung und Maßnahmendefinition) am 26.02.2026 unter TOP Ö 9 mehrheitlich beschlossen (17 Ja, 11 Nein, 2 Enthaltungen); der Bauausschuss hatte am 28.01.2026 vorberaten (Ratsinformationssystem der Stadt). Nach der Pressemeldung der Stadt war EWE NETZ beauftragt; der Prozess startete mit einem Kick-off am 26.02.2024, und die Stadt will innerhalb von fünf Jahren mindestens fünf Maßnahmen umsetzen. Jever ist Mittelzentrum, die Frist nach § 22 NKlimaG endet am 31.12.2026. |
| Stadt Schortens 21.001 Einwohner | in Bearbeitung | Die Stadt arbeitet an der Wärmeplanung. Der Ausschuss für Klimaschutz, Klimafolgeanpassung und Umwelt nahm am 27.08.2025 einen Sachstandsbericht, am 16.04.2026 einen „Zwischenstand“ und am 26.08.2026 einen Bericht mit „KWP Schortens Maßnahmen (Präsentation der EWE Netz GmbH)“ zur Kenntnis (Ratsinformationssystem der Stadt). Ein Ratsbeschluss oder ein veröffentlichter Plan ist dort nicht zu finden. Die Frist endet nach Angabe des Umweltministeriums am 30.06.2028. |
| Gemeinde Zetel 12.349 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Seite der Gemeinde zum Klimaschutzkonzept erwähnt keinen Wärmeplan, und in den Tagesordnungen der Sitzungen im Bürgerinfoportal (März 2025 bis Oktober 2026) taucht das Thema nicht auf; zum Stand liegt nichts vor. Das Umweltministerium nennt für Zetel den 30.06.2028 als Frist. |
| Gemeinde Wangerland 9.137 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Auf den Seiten der Gemeinde ist kein Wärmeplan zu finden, der Stand bleibt offen. Für Wangerland gilt nach dem Umweltministerium der 30.06.2028 als Fristende. |
| Gemeinde Bockhorn 8.791 Einwohner | keine öffentliche Angabe | In den Tagesordnungen der Sitzungen im Ratsinformationssystem der Gemeinde (März 2025 bis Oktober 2026) taucht die Wärmeplanung nicht auf, und auch die Klimaschutz-Seite der Gemeinde erwähnt sie nicht; zum Stand liegt nichts vor. Bockhorn hat laut Umweltministerium bis zum 30.06.2028 Zeit. |
| Gemeinde Sande 8.629 Einwohner | keine öffentliche Angabe | In den Tagesordnungen der Sitzungen im Ratsinformationssystem der Gemeinde (März 2025 bis Oktober 2026) taucht die Wärmeplanung nicht auf, der Stand bleibt offen. Sande muss nach Angabe des Umweltministeriums spätestens am 30.06.2028 fertig sein. |
| Nordseebad Wangerooge 1.048 Einwohner | keine öffentliche Angabe | Die Klimaschutz-Seite der Gemeinde erwähnt keinen Wärmeplan, über den Stand ist nichts bekannt. Wangerooge hat nach dem Umweltministerium bis 30.06.2028 Zeit. |
Wärmenetze: Nach dem Abschlussbericht bestehen in Varel zwei Wärmenetze mit Blockheizkraftwerken, die überwiegend mit Biogas laufen: eines der Firma BioCor im Osten der Stadt für mehrere öffentliche Liegenschaften und eines überwiegend auf dem Airbus-Gelände. Für Schortens weist der Zensus 3,0 % Fernwärme aus, ohne einen Betreiber zu nennen. Zu den übrigen Stellen liegen keine Angaben zu Wärmenetzen vor.
Für Ihren Öltank heißt das: Die Pläne nach § 20 NKlimaG erstellen die Städte und Gemeinden, Auskunft zu den Plänen geben sie selbst. Der Landkreis hat mit dem Landkreis Wittmund 2022 ein Pilotprojekt „Kommunale Wärmeplanung und Teilkonzept Erneuerbare Energien“ abgeschlossen; Bericht und Energiesteckbriefe je Gemeinde liegen auf der Kreisseite. Die Fristen binden die Städte und Gemeinden, nicht die Eigentümer. Ob für ein bestimmtes Haus eine kommunale Satzung gilt, klärt Ihre Stadt oder Gemeinde.
Was das Gesetz vorgibt
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028; in Niedersachsen sind dafür seit dem 1. Januar 2026 die Samtgemeinden und die Gemeinden ohne Samtgemeinde zuständig, nicht die einzelnen Mitgliedsgemeinden. Für Samtgemeinden und Gemeinden mit einem Mittel- oder Oberzentrum gilt nach Landesrecht eine kürzere Frist, der 31. Dezember 2026; bei mehr als 100.000 Einwohnern bleibt es beim 30. Juni 2026 (§ 22 NKlimaG). Der Wärmeplan zeigt, wo ein Wärmenetz in Frage kommt und wo Häuser auf eine eigene Heizung angewiesen bleiben – er hat aber keine rechtliche Außenwirkung und schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit dem 29. Juli 2026 die 65-Prozent-Regel beim Heizungstausch und die bisherige Austauschpflicht für alte Heizkessel entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil der Wärme aus Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff erzeugen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040); unter bestimmten Bedingungen zählen auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung.
Stand: Oktober 2026. Status laut Gemeinden, Stadtwerken und Samtgemeinden; die Quellen sind in der Tabelle verlinkt.
Rechtslage — AwSV, Fachbetriebspflicht & Bußgeld
Heizöl ist als deutlich wassergefährdend eingestuft (WGK 2 — deutlich wassergefährdend) — deshalb regelt die AwSV genau, wer an Tankanlagen arbeiten darf und wie eine Stilllegung abläuft.
- Fachbetriebspflicht (§ 45 AwSV): Errichten, von innen reinigen, instand setzen und stilllegen — diese vier Tätigkeiten an fachbetriebspflichtigen Anlagen dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach § 62 AwSV ausführen.
- Erdtanks: Jeder unterirdische Tank (Erdtank) ist unabhängig vom Volumen fachbetriebspflichtig (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 AwSV — „unterirdische Anlagen“ ohne Volumenschwelle).
- Bußgeld: Wer eine fachbetriebspflichtige Anlage ohne zertifizierten Fachbetrieb errichtet, reinigt, instand setzt oder stilllegt, handelt ordnungswidrig (§ 65 Nr. 25 AwSV in Verbindung mit § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a WHG). Dasselbe gilt, wenn eine prüfpflichtige Anlage nicht oder nicht rechtzeitig geprüft wird (§ 65 Nr. 26 AwSV). Der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 € (§ 103 Abs. 2 WHG).
Die Langfassung — 1.000-Liter-Ausnahme, Zertifikats-Check, Meldepraxis aller Bundesländer — steht in unseren Ratgebern; die für Friesland zuständigen Stellen finden Sie oben im Behörden-Block.
Häufige Fragen zur Öltank-Entsorgung im Raum Friesland
Darf man Heizöltanks selbst entsorgen oder demontieren?
Was ist billiger — Öltank entsorgen oder stilllegen?
Was kostet eine Öltank-Entsorgung?
Kann ich mein restliches Heizöl verkaufen oder an den Nachbarn weitergeben?
Muss die Stilllegung des Öltanks bei einer Behörde gemeldet werden?
Alter Öltank im Garten — gefährlich? Verfüllen oder ausgraben?
Öltank abmelden im Landkreis Friesland: Muss ich die Stilllegung beim Landkreis anzeigen?
Braucht mein Erdtank im Landkreis Friesland eine Prüfung durch einen Sachverständigen, wenn ich ihn stilllege?
Brauche ich für einen Kellertank im Landkreis Friesland einen Fachbetrieb, und muss ich ihn melden?
Wo kann ich im Landkreis Friesland Restöl und einen alten Öltank entsorgen?
Was kostet es, einen Öltank im Landkreis Friesland stilllegen oder entsorgen zu lassen?
Muss ich meine Ölheizung wegen des Wärmeplans im Landkreis Friesland austauschen?
Öltank-Entsorgung: Orte rund um Friesland
Für diese Orte in der Region finden Sie ebenfalls eine Seite mit Informationen zur Öltank-Entsorgung.
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Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Friesland
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